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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 11.05.2010

Es geschah... in Leipzig

Vor und nach der Wende. Medienwandel in Ostdeutschland

Von Martin Reischke

Zeitungen und Zeitschriften aus der alten Bundesrepublik hatten es nach der Wende auf dem ostdeutschen Zeitungsmarkt schwer. (AP)
Zeitungen und Zeitschriften aus der alten Bundesrepublik hatten es nach der Wende auf dem ostdeutschen Zeitungsmarkt schwer. (AP)

Auch wenn das Warenangebot ansonsten häufig dürftig war - bei der Presseproduktion zählte die DDR zur Weltspitze: Knapp 40 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von etwa neun Millionen Exemplaren wurden Anfang der 80er-Jahre täglich gedruckt. Doch Meinungsvielfalt ging damit nicht einher. Nach dem Mauerfall entwickelte sich nicht nur die, auch zahlreiche neue Zeitungen wurden Anfang der 90er-Jahre in Ostdeutschland gegründet.

Nur die wenigsten Neugründungen haben bis heute überlebt, auch überregional erscheinende Blätter aus der alten Bundesrepublik konnten sich im Osten nie durchsetzen - die Lesegewohnheiten von Ost und West scheinen noch immer verschieden zu sein. Heute wird der ostdeutsche Pressemarkt von eben jenen Regionalzeitungen geprägt, die bis zur Wende fest in SED-Hand waren - und nach dem Mauerfall an westdeutsche Großverlage verkauft wurden.

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