Sonntag, 21. September 2014MESZ08:11 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Eine Religion der Beliebigkeit"
Unterstützer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Fahne. 

Es gibt über zehn anerkannte Lesarten des Koran. Wer will, kann sich daraus seinen eigenen Islam basteln, schreibt die Publizistin Necla Kelek in der NZZ - auch radikale Gruppen wie der IS können ihre Taten mit ihm begründen. Mehr

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Fazit

FestivalRatlos auf der Reeperbahn
Eröffnungsfeier des Reeperbahn-Festivals am 17.9.2014

Das Reeperbahn-Festival in Hamburg hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Treffs der Musikbranche entwickelt. Auch in diesem Jahr zeigte sich: Die Branche ist noch immer auf der Suche nach dem Kurs für die Zukunft. Mehr

Abstrakte MalereiEin wahr gewordener Traum
Mark Rothkos Werk "Black on Maroon" hängt in der Tate Modern in London.

Beide malten abstrakt und beeinflussten sich, obwohl sie sich wahrscheinlich nie getroffen haben: Rothko und Mondrian. In Den Haag kann man nun eine Ausstellung mit Werken beider Künstler sehen. Mehr

IsraelKultur in Zeiten des Krieges
Die Davidszitadelle in der Altstadt Jerusalems.

Nur drei Wochen nach der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas lädt das "Open House Festival" Menschen aus aller Welt nach Jerusalem. Wie schnell kehrt wieder Normalität ein - und wie ist es um die Kulturszene der Stadt bestellt?Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.07.2012

Erfurter Theaterintendant versetzt Verdi ins Heute

Domstufen-Festspiele in Erfurt starten mit "Die Lombarden"

Sigrid Brinkmann im Gespräch mit Guy Montavon

Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele
Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele (AP Archiv)

Die Domstufen-Festspiele in Erfurt bieten in diesem Sommer eine Rarität: Vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche wird Giuseppe Verdis Oper "Die Lombarden" gespielt. Theaterintendant Guy Montavon kündigte für die Aufführung an, den Stoff in einen aktuellen Kontext zu setzen.

Nach Einschätzung des Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, ist die Aufführung von Guiseppe Verdis "Die Lombarden" zur Eröffnung der Domstufen-Festspiele in der Stadt eine "zeitgemäße Wiedergabe" dieses historischen Stoffes.

Er kündigte für die Aufführung an, den Stoff in den Kontext der Gegenwart versetzt zu haben: "Es geht definitiv nicht, dass wir da in der Zeit der Kreuzzüge mit Kreuzrittern (…) anfangen, über die Bühne marschieren zu lassen. (…) Wir müssen die Fabel des Stückes herausarbeiten, herauskristallisieren."

Zeitgemäß sei dabei insbesondere die Darstellung des Zusammenpralls der Religionen: "Und zwar mit ganz klaren Versatzstücken, mit ganz klarer Requisite, ganz klaren Linien, ganz klaren Farben, so dass der Zuschauer diese etwas verschachtelte Geschichte verfolgen kann und mit einem guten Erlebnis nach Hause kommen kann."

Für den kommenden Spielplan des Theaters Erfurt versprach Montavon, sich weiterhin verstärkt an das jüngere Publikum wenden zu wollen: "Zunehmend in den Schulen hat das Musizieren, das Musik-beibringen nachgelassen. Und das Angebot, das wir an diese Publikumsschicht richten, wird sehr, sehr stark angenommen. Und man merkt definitiv den großen Bedarf an Ausdruckswille und an Singen und an Tanzen und am Mitmachen und ich glaube das wird für die Zukunft ziemlich wichtig."

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 12. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.