Freitag, 19. Dezember 2014MEZ09:44 Uhr

Kulturpresseschau

Sony-HackBittere Niederlage für die Freiheit der Kunst
Poster von "The Interview".

Man wünschte sich, es sei Satire, Pegida aber ist bitter ernst gemeint - die WELT versucht sich an einer Polemik. Die WELT versucht sich an einer Polemik. Das andere ist Satire, wurde nur leider völlig falsch verstanden: "The Interview" ist abgesetzt, dabei hätte der Film die beste Slapstick-Szene des Jahres geboten, findet die SZ. Mehr

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Fazit

Ostukraine Donezker Oper sympathisiert mit Separatisten
Aufgenommen am 12.02.2013.

Die Separatisten in Donzek verbünden sich mit der Kulturwelt. Sie halten Vorträge vor Studenten über die Werte der russischen Kultur. Und die Star-Sopranisten Anna Netrebko überreichte zusammen mit einem der Anführer einen Scheck an die Donezker Oper. Mehr

Paris70 Kunstwerke zwischen Wolkenkratzern
Aussicht auf La Défense und die Avenue des Champs Elysée in Paris vom Triumphbogen aus

"La Défense" ist ein Pariser Geschäftsviertel im Westen der Stadt, für das Künstler Guillaume Bottazzi sein neues Werk geschaffen hat - das größte Freiluftmuseum zeitgenössischer Kunst in Frankreich.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.07.2012

Erfurter Theaterintendant versetzt Verdi ins Heute

Domstufen-Festspiele in Erfurt starten mit "Die Lombarden"

Sigrid Brinkmann im Gespräch mit Guy Montavon

Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele
Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele (AP Archiv)

Die Domstufen-Festspiele in Erfurt bieten in diesem Sommer eine Rarität: Vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche wird Giuseppe Verdis Oper "Die Lombarden" gespielt. Theaterintendant Guy Montavon kündigte für die Aufführung an, den Stoff in einen aktuellen Kontext zu setzen.

Nach Einschätzung des Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, ist die Aufführung von Guiseppe Verdis "Die Lombarden" zur Eröffnung der Domstufen-Festspiele in der Stadt eine "zeitgemäße Wiedergabe" dieses historischen Stoffes.

Er kündigte für die Aufführung an, den Stoff in den Kontext der Gegenwart versetzt zu haben: "Es geht definitiv nicht, dass wir da in der Zeit der Kreuzzüge mit Kreuzrittern (…) anfangen, über die Bühne marschieren zu lassen. (…) Wir müssen die Fabel des Stückes herausarbeiten, herauskristallisieren."

Zeitgemäß sei dabei insbesondere die Darstellung des Zusammenpralls der Religionen: "Und zwar mit ganz klaren Versatzstücken, mit ganz klarer Requisite, ganz klaren Linien, ganz klaren Farben, so dass der Zuschauer diese etwas verschachtelte Geschichte verfolgen kann und mit einem guten Erlebnis nach Hause kommen kann."

Für den kommenden Spielplan des Theaters Erfurt versprach Montavon, sich weiterhin verstärkt an das jüngere Publikum wenden zu wollen: "Zunehmend in den Schulen hat das Musizieren, das Musik-beibringen nachgelassen. Und das Angebot, das wir an diese Publikumsschicht richten, wird sehr, sehr stark angenommen. Und man merkt definitiv den großen Bedarf an Ausdruckswille und an Singen und an Tanzen und am Mitmachen und ich glaube das wird für die Zukunft ziemlich wichtig."

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 12. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.