Mittwoch, 23. Juli 2014MESZ05:59 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Die Ukraine ist in uns eingedrungen"
Ein Panzer fährt auf der Straße.

Ob der Flugzeugabsturz in Donezk oder der Krieg in Syrien – die Kulturseiten kommen in diesen Tagen an der Politik nicht vorbei. Mit bitterer Ironie blickt der Moskauer Schriftsteller Wladimir Sorokin in der "FAZ" auf das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine. Mehr

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Fazit

Porträt: Christian ClavierAsterix, Napoleon und Monsieur Claude
Die Schauspieler Christian Clavier und Gerard Depardieu küssen Model und Schauspielerin Laetitia Casta in Cannes, Archivfoto von 1998

In Frankreich gehört Christian Clavier seit Jahrzehnten mit Gerard Depardieu und Jean Reno zu den populärsten Schauspielern. Sein jüngster Film "Monsieur Claude und seine Töchter" lockte in Frankreich über zehn Millionen Zuschauer in die Kinos und ist ab Donnerstag in Deutschland zu sehen.Mehr

"Art everywhere"Kunst geht auf die Straße

"Kunst für alle! Überall!" Mit dieser Parole bringt eine Initiative alte und moderne britische Kunst unters Volk – an 30.000 Werbeflächen in ganz Großbritannien. Finanziert wird das Projekt auch per Crowdfunding. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.07.2012

Erfurter Theaterintendant versetzt Verdi ins Heute

Domstufen-Festspiele in Erfurt starten mit "Die Lombarden"

Sigrid Brinkmann im Gespräch mit Guy Montavon

Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele
Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele (AP Archiv)

Die Domstufen-Festspiele in Erfurt bieten in diesem Sommer eine Rarität: Vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche wird Giuseppe Verdis Oper "Die Lombarden" gespielt. Theaterintendant Guy Montavon kündigte für die Aufführung an, den Stoff in einen aktuellen Kontext zu setzen.

Nach Einschätzung des Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, ist die Aufführung von Guiseppe Verdis "Die Lombarden" zur Eröffnung der Domstufen-Festspiele in der Stadt eine "zeitgemäße Wiedergabe" dieses historischen Stoffes.



Er kündigte für die Aufführung an, den Stoff in den Kontext der Gegenwart versetzt zu haben: "Es geht definitiv nicht, dass wir da in der Zeit der Kreuzzüge mit Kreuzrittern (…) anfangen, über die Bühne marschieren zu lassen. (…) Wir müssen die Fabel des Stückes herausarbeiten, herauskristallisieren."



Zeitgemäß sei dabei insbesondere die Darstellung des Zusammenpralls der Religionen: "Und zwar mit ganz klaren Versatzstücken, mit ganz klarer Requisite, ganz klaren Linien, ganz klaren Farben, so dass der Zuschauer diese etwas verschachtelte Geschichte verfolgen kann und mit einem guten Erlebnis nach Hause kommen kann."



Für den kommenden Spielplan des Theaters Erfurt versprach Montavon, sich weiterhin verstärkt an das jüngere Publikum wenden zu wollen: "Zunehmend in den Schulen hat das Musizieren, das Musik-beibringen nachgelassen. Und das Angebot, das wir an diese Publikumsschicht richten, wird sehr, sehr stark angenommen. Und man merkt definitiv den großen Bedarf an Ausdruckswille und an Singen und an Tanzen und am Mitmachen und ich glaube das wird für die Zukunft ziemlich wichtig."



Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 12. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.