Sonntag, 1. Februar 2015MEZ17:40 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDas Elbflorenz und seine Fremden
Dresden (picture alliance / dpa / Foto: Daniel Gammert)

In der "SZ" schreibt der Schriftsteller Ingo Schulze über seine Pegida-Erlebnisse. Er stellt fest: "Ich sehe tatsächlich fast nur Männer." Auch der "Spiegel" widmet sich noch einmal dem Elbflorenz und versucht zu ergründen, warum einige Dresdner mit Fremden fremdeln. Mehr

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Fazit

Dramaturgen-KonferenzTheater und Pop
Der Philosoph Robert Pfaller (Foto: Reinhard Winkler)

In Linz kam jetzt die Dramaturgische Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung unter dem Titel "Was alle angeht. Oder. Was ist (heute) populär?" zusammen. Philosoph Robert Pfaller betonte, Theater funktioniere zwar anders als Popkultur, sie schließen sich aber nicht gegenseitig aus. Mehr

"Dämonen" in FrankfurtLaut, nackt und ätzend
Das Ensemble der Frankfurter "Dämonen"-Inszenierung von Sebastian Hartmann (Birgit Hupfeld / schauspiel frankfurt)

Der Regisseur Sebastian Hartmann hat Dostojewskijs Roman "Die Dämonen" am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne gebracht. Fast fünf Stunden dauert das ebenso nervenzerrende wie fantastische Spektakel – großes Theater. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.07.2012

Erfurter Theaterintendant versetzt Verdi ins Heute

Domstufen-Festspiele in Erfurt starten mit "Die Lombarden"

Sigrid Brinkmann im Gespräch mit Guy Montavon

Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele (AP Archiv)
Der Mariendom in Erfurt - Kulisse und Aufführungsort der Domstufenfestspiele (AP Archiv)

Die Domstufen-Festspiele in Erfurt bieten in diesem Sommer eine Rarität: Vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche wird Giuseppe Verdis Oper "Die Lombarden" gespielt. Theaterintendant Guy Montavon kündigte für die Aufführung an, den Stoff in einen aktuellen Kontext zu setzen.

Nach Einschätzung des Generalintendanten des Theaters Erfurt, Guy Montavon, ist die Aufführung von Guiseppe Verdis "Die Lombarden" zur Eröffnung der Domstufen-Festspiele in der Stadt eine "zeitgemäße Wiedergabe" dieses historischen Stoffes.

Er kündigte für die Aufführung an, den Stoff in den Kontext der Gegenwart versetzt zu haben: "Es geht definitiv nicht, dass wir da in der Zeit der Kreuzzüge mit Kreuzrittern (…) anfangen, über die Bühne marschieren zu lassen. (…) Wir müssen die Fabel des Stückes herausarbeiten, herauskristallisieren."

Zeitgemäß sei dabei insbesondere die Darstellung des Zusammenpralls der Religionen: "Und zwar mit ganz klaren Versatzstücken, mit ganz klarer Requisite, ganz klaren Linien, ganz klaren Farben, so dass der Zuschauer diese etwas verschachtelte Geschichte verfolgen kann und mit einem guten Erlebnis nach Hause kommen kann."

Für den kommenden Spielplan des Theaters Erfurt versprach Montavon, sich weiterhin verstärkt an das jüngere Publikum wenden zu wollen: "Zunehmend in den Schulen hat das Musizieren, das Musik-beibringen nachgelassen. Und das Angebot, das wir an diese Publikumsschicht richten, wird sehr, sehr stark angenommen. Und man merkt definitiv den großen Bedarf an Ausdruckswille und an Singen und an Tanzen und am Mitmachen und ich glaube das wird für die Zukunft ziemlich wichtig."

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 12. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.