Samstag, 4. Juli 2015MESZ22:47 Uhr

Klangkunst

Reihe: Hörschwellen (2/3)Vor der Stille
Mann mit Kopfhörer (imago stock&people)

Der Jazzmusiker Stefan Winter reiste mit seiner Partnerin Mariko Takahashi um die Welt. Sie erkundeten entlegene Wälder, ferne Küsten, urbane Räume und sammelten Töne. Winter reiht diese zu 12 akustischen Stillleben.Mehr

Reihe: Hörschwellen (3/3)Sounds like Silence
Der amerikanische Komponist und Schriftsteller John Cage  (picture alliance / dpa / Jörg Schmitt)

John Cage’s Klavierstück 4′33'' revolutionierte vor über 60 Jahren das Verhältnis von Musik und Stille, von Kunst und Werk, von Künstler und Publikum. Während der drei Sätze I Tacet, II Tacet, III Tacet erklingt kein einziger intendierter Ton. Mehr

Ursendung - DatenspurenMUSTER
Ein Smartphone-Bildschirm mit Apps (dpa / picture alliance / Jens Büttner)

Mittels einer Analyse der frei zugänglichen Daten der Facebook- und Twitter-Accounts von Deutschlandradio Kultur spekuliert Mathew Dryhurst über die Vorlieben der Hörer. Schalten Sie ein - es könnte Ihnen gefallen.Mehr

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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 08.03.2013

Epiloghi - Sei modi di dire Zangtumbtumb

Ursendung

Von Arturas Bumšteinas

Die Regenmaschine im historischen Schlosstheater von Drottningholm (Arturas Bumšteinas)
Die Regenmaschine im historischen Schlosstheater von Drottningholm (Arturas Bumšteinas)

1913 veröffentlichte Luigi Russolo das futuristische Manifest "L'arte dei rumori" (Die Kunst der Geräusche). Darin proklamierte er das Zeitalter der Geräusch-Töne: Die Maschine hat "eine solche Vielfalt und einen solchen Wettstreit von Geräuschen geschaffen, dass der reine Ton in seiner Kargheit und Monotonie keine Gefühlsregungen mehr hervorruft".

100 Jahre später begibt sich der litauische Komponist Arturas Bumšteinas auf die Suche nach den Vorzeichen des Futurismus. Fündig wird er im Barock, wo Schallautomaten Einzug ins Theater hielten, René Descartes den menschlichen Körper zur Maschine erklärte, und die temperierte Stimmung noch nicht allein über das Tonsystem herrschte.

Bumšteinas verbindet Aufnahmen alter Theatermaschinen mit Cembaloklängen und Russolos Intonarumori (Geräuschtöner):

Affektgeladene Barockmusik trifft futuristische Effektgeräusche.

Produktion: DKultur 2013
Länge: ca. 40"

Arturas Bumšteinas, geboren 1982 in Vilnius, ist Komponist, Klang- und Medienkünstler. Zahlreiche Aufführungen und Ausstellungen in ganz Europa.

Anschließend:
Heulen. Dröhnen. Knallen. Luigi Russolos L´arte dei rumori und die Folgen' von Johannes Ullmaier


Live-Performance:
Donnerstag 7. März, 20 Uhr
Im Rahmen von: Radio Zukunft. Tage der Audiokunst
Akademie der Künste Berlin
Hanseatenweg 10