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Studio 9 | Beitrag vom 28.12.2014

Energiewende - Rückschau und AusblickSteigende Strompreise sind passé

Moderation: Thorsten Jabs

Windräder stehen auf einem Feld bei Wormlage in der brandenburgischen Lausitz vor dem vom Sonnenuntergang rot gefärbten Abendhimmel. (dpa picture alliance / Andreas Franke)
Wenn die Windenergie nicht ausreicht, müssen auch in Zukunft Kohle- und Gaskraftwerke einspringen. (dpa picture alliance / Andreas Franke)

Die Zeiten steigender Strompreise - auch aufgrund des Zubaus an erneuerbaren Energien - seien nun vorbei, so Patrick Graichen. Der Leiter der Energiewende-Denkfabrik Agora rät Verbrauchern andernfalls den Stromanbieter zu wechseln.

Sinkende Strompreise erwartet Patrick Graichen, Direktor der Energiewende-Denkfabrik Agora, für das kommende Jahr.

"Wir hatten jetzt große Strompreissteigerungen in den letzten Jahren, auch aufgrund des Zubaus an Erneuerbaren, aber diese Zeiten sind jetzt glücklicherweise vorbei",

sagte Graichen im Deutschlandradio Kultur. Die EEG-Umlage falle und der Strom an der Strombörse sei noch einmal billiger geworden.

"Wer von seinem Stromanbieter jetzt eine Ankündigung einer höheren Stromrechnung bekommt, sollte unbedingt widersprechen oder den Stromanbieter wechseln."

Feuerwehrfunktion der Kohle- und Gaskraftwerke

Zudem hält Patrick Graichen, von 2001 bis 2012 im Bundesumweltministerium beschäftigt, eine neue Form der Finanzierung für die Kohle- und Gaskraftwerke beim Umbau des Energiesystems in Deutschland für notwendig:

"Denn wir werden sie weiterhin brauchen, nur werden sie viel weniger Strom produzieren als früher. Das heißt, man muss darüber nachdenken, dass sie so eine Art Feuerwehrfunktion haben, nur dann einspringen, wenn weder Wind noch Sonne da sind, aber auch für diese Feuerwehrfunktion bezahlt werden."

Mehr als ein Viertel des Stroms wird hierzulande aus erneuerbaren Energien gewonnen, bis 2025 sollen es laut Bundesregierung 40 bis 45 Prozent sein. Eine große Herausforderung sieht Patrick Graichen im Ausbau der Stromnetze. Hier müssten Kompromisse auch mit den betroffenen Anrainern gefunden werden.

Mehr zum Thema:

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