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Die Reportage

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Ein Rollstuhl steht zusammengeklappt in einem Hausflur.

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ItalienWillkommen in Riace
Das Ortsschild von Riace in Kalabrien

"Stadt der Zukunft" und "Dorf der Begegnung" – so nennt sich ein kleiner Ort in Süditalien. Flüchtlinge aus Afrika, Afghanistan und Syrien geben Riace ein neues Gesicht. Mehr

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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 20.05.2012

Einmal Hölle und zurück

Das schwierige Patchworkleben einer Hartz-IV-Empfängerin

Von Eberhard Schade

Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien.
Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien. (AP)

Das Wort Patchwork-Familie klingt zu nett für die Geschichte von Stephanie. Die junge Frau wohnt zusammen mit ihren drei Kindern am Stadtrand von Berlin in einer Plattenbausiedlung und lebt von Hartz IV. Sie muss mit ihren drei Kindern mit 450 Euro im Monat auskommen.

Der Rest geht für Miete, Rechnungen, vor allem aber für die Tilgung ihrer Schulden drauf. Doch Stepahnie kämpft und hat nach zwei gescheiterten Beziehungen ihr Leben für ihre Verhältnisse radikal geändert. Männer kommen darin so gut wie gar nicht mehr vor. "Die Hölle auf Erden", sagt sie, "brauche ich nicht nochmal".

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Eberhard SchadeEberhard Schade (Deutschlandradio - Bettina Straub)"Das Modewort 'Patchwork' klingt nach heiler, bunter Welt. Aber es klingt viel zu nett für das Leben vieler junger, alleinerziehender Frauen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen. Viele dieser Frauen geben sich. Ich habe Stephanie getroffen, die kämpft. Und das hat mir wirklich imponiert."


Die Reportage ist Teil des Buches "Alles auf Anfang", erschienen
im Aufbau-Verlag.