Mittwoch, 27. August 2014MESZ16:54 Uhr

Die Reportage

FrankreichDie Bulldozer kommen
Familie Lucan in der Siedlung im Wald.

In Frankreich leben die meisten Roma in Slums, die sie auf Niemandsland neben Autobahnen, unter Brücken oder in Wäldchen am Rand der Städte errichten. Auch der Rumäne Florin Lucan wohnt schon seit acht Jahren mit seiner Familie in Hüttenlagern bei Paris.Mehr

KongoSupernasen im Regenwald
Ein bewaffneter Ranger im Virunga-Nationalpark in der Republik Kongo

Im kongolesischen Virunga-Nationalpark leben seltene Tierarten, wie der Berggorilla, die durch Wilderer und Milizen bedroht werden. Deutsche Kripobeamten und Schweizer Kollegen bilden Wildhüter aus, um mit einer Hundestaffel gegen die Gefahr vorzugehen.Mehr

DDRDie Bunkersymphonie

Für gut 100 Euro kann man am Rennsteig im Thüringer Wald erleben, wie das DDR-Kasernenleben war. Unser Autor Heimer Kiesel hat an der Tour durch den ehemaligen Stasibunker teilgenommen - als einziger "Wessi" in einer Gruppe von "Ossis".Mehr

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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 20.05.2012

Einmal Hölle und zurück

Das schwierige Patchworkleben einer Hartz-IV-Empfängerin

Von Eberhard Schade

Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien.
Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien. (AP)

Das Wort Patchwork-Familie klingt zu nett für die Geschichte von Stephanie. Die junge Frau wohnt zusammen mit ihren drei Kindern am Stadtrand von Berlin in einer Plattenbausiedlung und lebt von Hartz IV. Sie muss mit ihren drei Kindern mit 450 Euro im Monat auskommen.

Der Rest geht für Miete, Rechnungen, vor allem aber für die Tilgung ihrer Schulden drauf. Doch Stepahnie kämpft und hat nach zwei gescheiterten Beziehungen ihr Leben für ihre Verhältnisse radikal geändert. Männer kommen darin so gut wie gar nicht mehr vor. "Die Hölle auf Erden", sagt sie, "brauche ich nicht nochmal".

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Eberhard SchadeEberhard Schade (Deutschlandradio - Bettina Straub)"Das Modewort 'Patchwork' klingt nach heiler, bunter Welt. Aber es klingt viel zu nett für das Leben vieler junger, alleinerziehender Frauen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen. Viele dieser Frauen geben sich. Ich habe Stephanie getroffen, die kämpft. Und das hat mir wirklich imponiert."


Die Reportage ist Teil des Buches "Alles auf Anfang", erschienen
im Aufbau-Verlag.