Dienstag, 28. Juli 2015MESZ15:21 Uhr

Die Reportage

Die #KunstjagdWo steckt das verschollene Gemälde?
Die Kunstjäger Sara Weber, Marcus Pfeil, Christian Salewski und Fredy Gareis. (Follow the money)

Ein Gemälde rettete der jüdischen Familie Engelberg im Jahr 1938 das Leben – sie bekam dafür ein Visum für die Schweiz, was die Engelbergs vor der Deportation ins KZ Dachau bewahrte. Wo aber steckt das lebensrettende Bild heute, fast 80 Jahre später? Eine interaktive Schatzsuche.Mehr

Senija Lübke und der Bosnien-Krieg Der Krieg in mir
(Elin Rosteck)

An Schlaf ist nicht zu denken: Jede Nacht holt Senija Lübke die Vergangenheit ein. Lübke stammt aus Bosnien, flüchtete vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Sie steht für 2,2 Millionen Menschen, die zwischen 1992 und 1995 vor dem Krieg flüchteten.Mehr

weitere Beiträge

Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 20.05.2012

Einmal Hölle und zurück

Das schwierige Patchworkleben einer Hartz-IV-Empfängerin

Von Eberhard Schade

Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien. (AP)
Immer häufiger entstehen Patchwork-Familien. (AP)

Das Wort Patchwork-Familie klingt zu nett für die Geschichte von Stephanie. Die junge Frau wohnt zusammen mit ihren drei Kindern am Stadtrand von Berlin in einer Plattenbausiedlung und lebt von Hartz IV. Sie muss mit ihren drei Kindern mit 450 Euro im Monat auskommen.

Der Rest geht für Miete, Rechnungen, vor allem aber für die Tilgung ihrer Schulden drauf. Doch Stepahnie kämpft und hat nach zwei gescheiterten Beziehungen ihr Leben für ihre Verhältnisse radikal geändert. Männer kommen darin so gut wie gar nicht mehr vor. "Die Hölle auf Erden", sagt sie, "brauche ich nicht nochmal".

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Eberhard Schade (Deutschlandradio - Bettina Straub)Eberhard Schade (Deutschlandradio - Bettina Straub)"Das Modewort 'Patchwork' klingt nach heiler, bunter Welt. Aber es klingt viel zu nett für das Leben vieler junger, alleinerziehender Frauen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen. Viele dieser Frauen geben sich. Ich habe Stephanie getroffen, die kämpft. Und das hat mir wirklich imponiert."


Die Reportage ist Teil des Buches "Alles auf Anfang", erschienen
im Aufbau-Verlag.