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Fazit / Archiv | Beitrag vom 02.12.2009

"Eine wunderbare Sache"

Direktorin der Nationalbibliothek über die Errichtung einer digitalen Bibliothek

Ute Schwens im Gespräch mit Susanne Burkhardt

Das Kabinett beschloss die Errichtung einer digitalen Bibliothek. (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)
Das Kabinett beschloss die Errichtung einer digitalen Bibliothek. (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Plan einer deutschen digitalen Bibliothek mit Datenbanken von über 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen vorgestellt. "Wir gehen jetzt in die technische Umsetzung", sagte dazu Ute Schwens, Direktorin der Nationalbibliothek in Frankfurt/Main, die an dem Projekt beteiligt ist.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch.

Susanne Burkhardt: Wie lange, Frau Schwens, haben Sie denn am Projekt einer Deutschen Digitalen Bibliothek gebastelt. Man hat ja so ein bisschen den Eindruck, dass die europäischen Länder vor Google Books so stehen wie das Kaninchen vor der Schlange - so in so einer Art Schockstarre.

Ute Schwens: Na ja, wie lange. Wir werden ja jetzt erst richtig anfangen zu basteln. Wir haben natürlich sehr viele politische Gespräche geführt, die ja erfreulicherweise heute in der Entscheidung gipfelten, dass auch das Kabinett zugstimmt hat, nachdem vor einem Monat die Länderseite, die Ministerpräsidentenkonferenz, schon zugestimmt hatte.

Und wir gehen jetzt in die tatsächlich technische Umsetzung, nachdem wir schon ganz viele Konzepte und Machbarkeitsstudien und solche Dinge gibt. Aber Kaninchen vor der Schlange. Ich glaube, was neu ist bei der Europeana und auch jetzt sein wird bei der Deutschen ...

Burkhardt: Europeana ist das europäische Digitalisierungsprojekt ...

Schwens: Ja, richtig, das ist das europäische Portal, und was ja zunächst mal das Portal ist, für das wir in Deutschland jetzt auch arbeiten wollen, und in das wir unsere deutschen Inhalte hineinbringen wollen.

Und was dabei neu ist, ist zum einen die Versammlung, also es gibt nur noch einen Zugang oder der Zugang zu sehr, sehr vielen Kultureinrichtungen wird über eine Adresse möglich sein. Das ist eine wunderbare Sache, die man natürlich in einem gewissen Rahmen auch als Alternative zu Google sehen kann.

(…)

Das vollständige Gespräch mit Ute Schwens können Sie bis zum 2.5.2010 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/12/02/drk_20091202_1920_a22cd03e.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Kulturpresseschau

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