Sonntag, 21. September 2014MESZ06:10 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Eine Religion der Beliebigkeit"
Unterstützer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Fahne. 

Es gibt über zehn anerkannte Lesarten des Koran. Wer will, kann sich daraus seinen eigenen Islam basteln, schreibt die Publizistin Necla Kelek in der NZZ - auch radikale Gruppen wie der IS können ihre Taten mit ihm begründen. Mehr

weitere Beiträge

Fazit

FestivalRatlos auf der Reeperbahn
Eröffnungsfeier des Reeperbahn-Festivals am 17.9.2014

Das Reeperbahn-Festival in Hamburg hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Treffs der Musikbranche entwickelt. Auch in diesem Jahr zeigte sich: Die Branche ist noch immer auf der Suche nach dem Kurs für die Zukunft. Mehr

Abstrakte MalereiEin wahr gewordener Traum
Mark Rothkos Werk "Black on Maroon" hängt in der Tate Modern in London.

Beide malten abstrakt und beeinflussten sich, obwohl sie sich wahrscheinlich nie getroffen haben: Rothko und Mondrian. In Den Haag kann man nun eine Ausstellung mit Werken beider Künstler sehen. Mehr

IsraelKultur in Zeiten des Krieges
Die Davidszitadelle in der Altstadt Jerusalems.

Nur drei Wochen nach der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas lädt das "Open House Festival" Menschen aus aller Welt nach Jerusalem. Wie schnell kehrt wieder Normalität ein - und wie ist es um die Kulturszene der Stadt bestellt?Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.08.2010

"Eine würdigere Gestalt" für eine "unwürdige Stätte"

Stiftungsvorsitzender zum Baustart der Gedenkstätte auf dem Trümmerberg der Leipziger Paulinerkircher

Die Installation "Erinnerung an die Sprengung der Paulinerkirche" von Axel Guhlmann vor dem Hauptgebäude der Uni Leipzig.
Die Installation "Erinnerung an die Sprengung der Paulinerkirche" von Axel Guhlmann vor dem Hauptgebäude der Uni Leipzig. (Armin Kühne/Uni Leipzig)

Auf den Trümmern der gesprengten Leipziger Universitätskirche soll ab morgen ein Gedenkort entstehen. Er sei froh, dass überhaupt etwas geschehe, und dass "diese unwürdige Stätte" wenigstens durch die anstehenden Baumaßnahmen "eine würdigere Gestalt" gewinne, sagt Martin Oldiges, Vorsitzender der Stiftung Universitätskirche Leipzig. "Man hätte sich nur Anderes vorstellen können. Das ist das Entscheidende".

"Es wäre sehr schön gewesen, wenn die dort in der Sandgrube liegenden baulichen Reste und vor allem also auch die Gebeine derjenigen, die in der alten Paulinerkirche begraben waren, vorab geborgen worden wären", sagt Oldiges.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbau der Universität Leipzig stark beschädigt. Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht ließ alles abreißen und einen sozialistischen Campus dort errichten. Dafür sprengte er die intakte Uni-Kirche, die Paulinerkirche. Nach der Friedlichen Revolution wurde lange diskutiert, wie an diese Kirche erinnert werden soll. Auch über einen Wiederaufbau wurde debattiert.

Nun steht am Standort der früheren Kirche ein moderner Bau, das Paulinum. Es erinnert in seinen Außenformen an die Kirche, ist aber keine Kirche. Darin befindet sich die Aula und ein mit einer Plexiglas abgetrennter Andachtsraum.

Die Trümmer der Paulinerkirche wurden am Stadtrand vergraben. Dort baut die Stadt ab morgen einen Gedenkort. Der Trümmerhügel soll begehbar werden und eine Klanginstallation bekommen. Geborgen wird aber erstmal nichts.

Martin Oldiges und seine Stiftung setzen sich für die Kirchennutzung des Paulinums ein. Ihrer Ansicht nach sollten alte Elemente der gesprengten Kirche am angestammten Standort aufgestellt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Oldiges können Sie bis zum 5.1.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Streit um Paulineraula in Leipzig
"Der Streit ist ideologisiert worden"