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Kulturpresseschau

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Fazit

AusstellungEin Minimalist schaut auf sich selbst
Der Künstler Imi Knoebel 2014 vor seinen Werken "Aliaaa" (l, 2002) und "Ich Nicht X" (2006) in der Ausstellung "Imi Knoebel. Werke 1966-2014" im Kunstmuseum in Wolfsburg.

Der Beuys-Schüler Imi Knoebel gehört zu den wichtigsten Vertretern der Minimal Art in Deutschland. Zum 75. Geburtstag des Künstlers zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg eine umfassende Werkschau, inszeniert von Imi Knoebel selbst. Mehr

TheaterDas ist der Mensch!
Die "Woyzeck"-Inszenierung am Münchner Volkstheater ist ein Wagnis.

Schon unzählige Male kam Büchners Woyzeck auf die Bühne. Am Münchner Volkstheater hat der Regisseur Abdullah Kenan Karaca den Stoff völlig neu zusammengesetzt. Die kühne Inszenierung folgt der Frage: Was ist der Mensch?Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.08.2010

"Eine würdigere Gestalt" für eine "unwürdige Stätte"

Stiftungsvorsitzender zum Baustart der Gedenkstätte auf dem Trümmerberg der Leipziger Paulinerkircher

Die Installation "Erinnerung an die Sprengung der Paulinerkirche" von Axel Guhlmann vor dem Hauptgebäude der Uni Leipzig.
Die Installation "Erinnerung an die Sprengung der Paulinerkirche" von Axel Guhlmann vor dem Hauptgebäude der Uni Leipzig. (Armin Kühne/Uni Leipzig)

Auf den Trümmern der gesprengten Leipziger Universitätskirche soll ab morgen ein Gedenkort entstehen. Er sei froh, dass überhaupt etwas geschehe, und dass "diese unwürdige Stätte" wenigstens durch die anstehenden Baumaßnahmen "eine würdigere Gestalt" gewinne, sagt Martin Oldiges, Vorsitzender der Stiftung Universitätskirche Leipzig. "Man hätte sich nur Anderes vorstellen können. Das ist das Entscheidende".

"Es wäre sehr schön gewesen, wenn die dort in der Sandgrube liegenden baulichen Reste und vor allem also auch die Gebeine derjenigen, die in der alten Paulinerkirche begraben waren, vorab geborgen worden wären", sagt Oldiges.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbau der Universität Leipzig stark beschädigt. Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht ließ alles abreißen und einen sozialistischen Campus dort errichten. Dafür sprengte er die intakte Uni-Kirche, die Paulinerkirche. Nach der Friedlichen Revolution wurde lange diskutiert, wie an diese Kirche erinnert werden soll. Auch über einen Wiederaufbau wurde debattiert.

Nun steht am Standort der früheren Kirche ein moderner Bau, das Paulinum. Es erinnert in seinen Außenformen an die Kirche, ist aber keine Kirche. Darin befindet sich die Aula und ein mit einer Plexiglas abgetrennter Andachtsraum.

Die Trümmer der Paulinerkirche wurden am Stadtrand vergraben. Dort baut die Stadt ab morgen einen Gedenkort. Der Trümmerhügel soll begehbar werden und eine Klanginstallation bekommen. Geborgen wird aber erstmal nichts.

Martin Oldiges und seine Stiftung setzen sich für die Kirchennutzung des Paulinums ein. Ihrer Ansicht nach sollten alte Elemente der gesprengten Kirche am angestammten Standort aufgestellt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Oldiges können Sie bis zum 5.1.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Streit um Paulineraula in Leipzig
"Der Streit ist ideologisiert worden"