Mittwoch, 6. Mai 2015MESZ08:25 Uhr

Länderreport

Berliner ClubsZwischen Ruinencharme und Biedermeier
Clubetreiber Jan Denecke (l) und Alexis Kalpakidis vor ihrem Pool-Club "Haubentaucher" auf dem Berliner RAW-Gelände (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)

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Sachsen-AnhaltSprechende Häuser in Quedlinburg
Forsythien blühen an einem Strauch in Quedlinburg (dpa / picture alliance / Matthias Bein)

Quedlinburg in Sachsen-Anhalt ist eine der besterhaltenen Fachwerkstädte weltweit. Die bis zu 700 Jahre alten Häuser können alle eine Geschichte erzählen - was sie jetzt auch tun. Touristen brauchen dafür nur ein Smartphone.Mehr

Juden in BerlinZwischen Angst und Selbstbehauptung
Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße, Berlin. (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Juden in Deutschland fühlen sich zunehmend unsicher. Sie verstecken ihre Kippa oder vermeiden es, in die Synagoge zu gehen. Eine beunruhigende Entwicklung - doch in Berlin wehren sich manche von ihnen. Entweder mit Worten oder mit Taten.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.07.2012

Eine Region mit ungewisser Zukunft

Solar Valley in Sachsen-Anhalt

Von Katrin Weller

Der Solarkonzern Q-Cells ist insolvent. (picture alliance / dpa - Jan Woitas)
Der Solarkonzern Q-Cells ist insolvent. (picture alliance / dpa - Jan Woitas)

Nach der Wende ging es bergab mit der Chemie- und Braunkohleindustrie, nun muss Bitterfeld-Wolfen eine zweite Pleitewelle verkraften. Im April hat das Solarunternehmen Q-Cells Insolvenz angemeldet, im Mai Sovello, ein anderer Betrieb aus der Solarbranche, die sich in der Region in Sachsen-Anhalt im sogenannten Solar Valley angesiedelt hatte.

Noch hat Q-Cells, der früher weltweit größte Hersteller von Solarzellen, keinen Investor für den ganzen Betrieb gefunden, am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen stehen über 1000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Bei Sovello sind es 1200 Mitarbeiter, die um ihre Jobs bangen. Einziger Lichtblick bisher: ein chinesischer Solarkonzern hat die Tochter von Q-Cells - Solibro gekauft und will die 430 Beschäftigten übernehmen.

Trotz der Insolvenzen im Solar Valley bleibt der Ortsbürgermeister des Stadtteils Thalheim, Manfred Kressin, optimistisch. Er rührte Ende der 90er-Jahre bei den Solarunternehmern erfolgreich die Werbetrommel für den Standort Bitterfeld-Wolfen. "Die Region ist gestählt", sagt er nun mit Blick auf die Insolvenz. Es sei eine Güte der Region, mit den "Schmerzen" eines Strukturwandels umzugehen. Das habe man aus der Vergangenheit gelernt.


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