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Länderreport

QuerfeldeinWillkommen bei den Windbeuteln
Windbeutel mit Fähnchen, die ein Foto des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und die Aufschrift "Horst Seehofer Windbeutel" tragen, aufgenommen am Freitag (29.10.2010) in München (Oberbayern) bei einer Presseaktion der SPD. Mit ihrer Aktion möchte die bayerische SPD ihre Unzufriedenheit mit den Führungspersonen der Regierungskoalition zum Ausdruck bringen. (picture alliance / dpa / Tobias Hase)

Trocken, hart, unnachgiebig: Mancher meint, die Deutschen seien wie ihre Landesspezialität, das Schwarzbrot. Doch es gibt ein Gericht, das unsere Mentalität viel besser spiegelt. Was wir mit Windbeuteln gemeinsam haben, ist eines unserer Themen in "Querfeldein".Mehr

So klingt HannoverWo die Probenräume billig sind
Blick auf die Innenstadt von Hannover  (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.07.2012

Eine Region mit ungewisser Zukunft

Solar Valley in Sachsen-Anhalt

Von Katrin Weller

Der Solarkonzern Q-Cells ist insolvent. (picture alliance / dpa - Jan Woitas)
Der Solarkonzern Q-Cells ist insolvent. (picture alliance / dpa - Jan Woitas)

Nach der Wende ging es bergab mit der Chemie- und Braunkohleindustrie, nun muss Bitterfeld-Wolfen eine zweite Pleitewelle verkraften. Im April hat das Solarunternehmen Q-Cells Insolvenz angemeldet, im Mai Sovello, ein anderer Betrieb aus der Solarbranche, die sich in der Region in Sachsen-Anhalt im sogenannten Solar Valley angesiedelt hatte.

Noch hat Q-Cells, der früher weltweit größte Hersteller von Solarzellen, keinen Investor für den ganzen Betrieb gefunden, am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen stehen über 1000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Bei Sovello sind es 1200 Mitarbeiter, die um ihre Jobs bangen. Einziger Lichtblick bisher: ein chinesischer Solarkonzern hat die Tochter von Q-Cells - Solibro gekauft und will die 430 Beschäftigten übernehmen.

Trotz der Insolvenzen im Solar Valley bleibt der Ortsbürgermeister des Stadtteils Thalheim, Manfred Kressin, optimistisch. Er rührte Ende der 90er-Jahre bei den Solarunternehmern erfolgreich die Werbetrommel für den Standort Bitterfeld-Wolfen. "Die Region ist gestählt", sagt er nun mit Blick auf die Insolvenz. Es sei eine Güte der Region, mit den "Schmerzen" eines Strukturwandels umzugehen. Das habe man aus der Vergangenheit gelernt.


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