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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 29.08.2015

Eine Recherche in acht FolgenMehr als ein Mord - Das Ende einer Flucht aus Eritrea

Von Jenni Roth

Khaled Idris Bahray (Deutschlandradio / Anemi Wick)
Khaled Idris Bahray (Deutschlandradio / Anemi Wick)

Der 20-jährige Asylbewerber Khaled Idris Bahray überlebt die Flucht aus Eritrea. Vier Monate nach seiner Ankunft wird er im Januar 2015 in Dresden ermordet. Der Fall hat die Journalistin Jenni Roth nicht losgelassen. Vor dem Hintergrund des Prozessbeginns am 31. August geht sie in acht Folgen in den Sendungen Breitband und Echtzeit auf Spurensuche.

Khaled Idris Bahray stirbt am 12. Januar 2015, im Innenhof einer Plattenbausiedlung in Dresden-Leubnitz, durch drei Messerstiche in Brust und Hals. Es ist der Montagabend nach den Anschlägen in Frankreich. Ein Montag, an dem die Pegida-Demonstranten mehr Zulauf denn je haben.

Auf der Suche nach AntwortenDiese Anwohnerin fand den toten Khaled Idris Bahray in Dresden-Leubniz.Straßenszene in Dresden-LeubnizTrauernde begleiten am 24.01.2015 bei der Beerdigung von Khaled Idris Bahray auf einem Friedhof in Berlin den Sarg zur Grabstätte. Trauernde tragen am 24.01.2015 bei der Beerdigung von Khaled Idris Bahray auf einem Friedhof in Berlin den Sarg. Trauernde stehen am 24.01.2015 bei der Beerdigung von Khaled Idris Bahray auf einem Friedhof in Berlin. Flüchtlinge, Migranten und Deutsche demonstrieren am 17.01.2015 in der Innenstadt in Dresden (Sachsen), um auf den gewaltsamen Tod von Khaled Idris Bahray aus Eritrea aufmerksam zu machen.Flüchtlinge, Migranten und Deutsche demonstrieren am 17.01.2015 in der Innenstadt in Dresden (Sachsen), um auf den gewaltsamen Tod von Khaled Idris Bahray aus Eritrea aufmerksam zu machen.Flüchtlinge, Migranten und Deutsche demonstrieren am 17.01.2015 in der Innenstadt in Dresden (Sachsen), um auf den gewaltsamen Tod von Khaled Idris Bahray aus Eritrea aufmerksam zu machen.

Das Landeskriminalamt beginnt erst 30 Stunden nach dem Mord mit der Spurensicherung. Immer wieder tauchen Hinweise auf, die für eine ausländerfeindliche Tat zu sprechen scheinen. Zehn Tage nach dem Mord wird ein Tatverdächtiger festgenommen: Hassan S., der wie das Mordopfer aus dem ostafrikanischen Eritrea stammt und die Tat gesteht.

Am 31. August beginnt der Prozess. Die Autorin Jenni Roth, die die Sendung aus der Ich-Perspektive präsentiert, nimmt die Hörer mit auf die Rekonstruktion dieses Mordes. Sie interviewt Zeugen, wertet Beweise aus und beobachtet ab dem 31. August den Prozessverlauf. Es ist ein Work-in-Progress. Das Ende ist offen.

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