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Kompressor | Beitrag vom 01.09.2016

Ein Popmusiker als RomanautorHendrik Otremba macht es spannend

Hendrik Otremba im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Rauch einer Filterzigarette (picture alliance / ZB / Robert Schlesinger)
"Ich faulenze auch oft und habe nicht das Gefühl, wahnsinnig gestresst zu sein", sagt Otremba. (picture alliance / ZB / Robert Schlesinger)

Ein Musiker, der außerdem noch als Journalist arbeitet, an einer Hochschule Studenten das kreative Schreiben beibringt und dann auch noch malt: Das ist Hendrik Otremba. Im Interview erzählt er etwas über seinen neuen Roman. Aber er lässt ebenso viel darüber auch offen.

Wenn ein Musiker seine Liedtexte derart kunstfertig mit Literaturreferenzen spickt und wenn er sich nebenbei auch noch als Maler und Kulturjournalist verdingt, dann ist klar, dass da noch mehr kommt. Hendrik Otremba hat als Sänger und Texter der Gruppe "Messer" bereits zwei durch die Bank weg von der Kritik geschätzte Alben veröffentlicht. Nun aber kommt ersteinmal ein Roman. 

"Über uns der Schaum" ist der Titel des im kommenden Jahr erscheinenden Werkes. Die Referenzen zum Film Noir in der Story seines Werks seien beabsichtigt, aber nicht sehr strikt, erklärt Otremba. "Es ist aber ein Roman, der in einer unbestimmten Zeit spielt: Also es gibt keine Mobilfunktelefone und keine Computer. Das habe ich absichtlich entschieden, um eine gewisse Spannung hier zu erzeugen. Denn: Wenn man ein Handy hat, dann kommt man aus bestimmten Situationen besser raus. Es ist nur klar: Irgendetwas ist auf der Erde gerade passiert und es ist alles nicht so ganz in Ordnung."

Otremba Geschichte ist eine Story mit einem Detektiv und einer geheimnisvollen Frau, aber es ist kein Kriminalroman, darauf legt Otremba wert. 

"Ich faulenze auch oft und habe nicht das Gefühl, wahnsinnig gestresst zu sein", sagt Otremba als Reaktion auf die Aufzählung all seiner kreativen Tätigkeiten. "Ich habe irgendwie mein Leben so gestaltet, dass ich eben die Möglichkeit habe, in meinem Leben viel auszuprobieren und die Dinge zu machen, die mir gefallen." 

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