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Länderreport

Querfeldein Esel, Wölfe und das Herdenverhalten
Ein Wolf im Zoo in Eberswalde/Brandenburg (picture alliance / dpa / Foto: Patrick Pleul)

Pegida und Politiker haben mehr mit der Tierwelt zutun, als wir denken. In unserem Streifzug durchs Land schauen wir nach Thüringen, wo einem NPD-Mann der Handschlag verweigert wurde und zu einer Pressekonferenz, wo es Schleswig-Holstein auf einmal nicht mehr gibt.Mehr

Literarischer StreifzugDer schwäbische Parnass
Denkmal des Dichters und Historikers Friedrich Schiller in Marbach  (picture alliance / dpa / Inga Kjer)

Die Dichterdichte im alten Württemberg war Ende des 18. und während des 19. Jahrhunderts sehr groß: Schiller, Hölderlin, Mörike oder viele andere wären zu nennen. Unsere Autorin Uschi Götz hat sich auf deren Spuren begeben.Mehr

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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Ein kühles Helles unter Kastanien

200 Jahre Biergärten in Bayern

Von Michael Watzke

Seit 200 Jahren gibt es Biergärten in Bayern. (AP)
Seit 200 Jahren gibt es Biergärten in Bayern. (AP)

1812 erließ der bayerische König Max I. ein Edikt. Damit erlaubte er den Brauereien, direkt über ihren Lagerkellern einen Ausschank zu eröffnen. Im Sommer durfte damals wegen Brandgefahr kein Bier hergestellt werden. Daher wurde das Bier für die warme Jahreszeit vorgebraut und in riesigen Kellergewölben gelagert.

In der Regel hatten die Brauer über den Kellergewölben Kastanien gepflanzt, damit das Bier auch im Sommer schön kühl blieb und nicht schlecht wurde. Heute müssen die Kastanien nicht mehr zum Kühlen herhalten, das Bier wird ganzjährig gebraut, aber die Biergartenbesucher sitzen nach wie vor gern im Schatten der Bäume. Mit dem Edikt hat König Max I. vor zweihundert Jahren ein bayerisches Nationalgut begründet - den Biergarten. Allein in München gibt es davon mehr als 100.

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