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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 12.08.2009

"Ein Augenblick Freiheit"

Jörg Taszman über ein mitreißendes Immigrationsdrama

In der mit vielen Filmpreisen bedachten österreichisch-französischen Koproduktion geht es um eine Gruppe von Iranern, die in die Türkei flüchtet. Dort angekommen, müssen sie die Abschiebung fürchten.

Österreich / Frankreich 2008, Regie: Arash T. Riahi, Darsteller: Navid Akhavan, Fares Fares, Behi Djanati Ataï, Payam Madjlessi, ab 12 Jahren, 110 Minuten

Ein autobiografisch angehauchter Film des in Österreich aufgewachsenen iranischstämmigen Regisseurs Arash T. Riahi, der bereits mit seinem Dokumentarfilm "Exile Family Movie" 2006 zu gefallen wusste und beim Leipziger DOK-Filmfestival mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde.

Sein Spielfilmdebüt ist ein mitreißendes Flüchtlings- und Immigrationsdrama und erzählt von einer handvoll Iranern, die flüchten, in der Türkei stranden und hoffen und bangen, um als politische Flüchtlinge anerkannt zu werden.

Dabei gelingt es dem Filmemacher, eindringlich zu schildern, wie lebensgefährlich eine Flucht aus dem Iran ist. Aber auch in der Türkei sind die seelischen und emotionalen Probleme enorm. So muss man sich nicht nur vor der türkischen Polizei in Acht nehmen, sondern riskiert auch, vom ziemlich unbedrängt agierenden iranischen Geheimdienst verschleppt und erpresst zu werden.

Arash T. Riahi hat dabei einen Film gedreht, der ebenso unter die Haut geht wie nachdenklich macht, wie wir im "freien" Westen mit dem Schicksal von Menschen umgehen, die ihr Leben riskieren, um Willkür und Unterdrückung zu umgehen.

Die bereits mit 21 internationalen Filmpreisen ausgezeichnete österreichisch-französische Koproduktion ist dabei voller Humor und Poesie und weit davon entfernt, nur ein bedrückender Politfilm zu sein.

Filmhomepage: "Ein Augenblick Freiheit"

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