Seit 11:00 Uhr Nachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 11:00 Uhr Nachrichten
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 16.02.2011

"Dschungelkind"

Bestseller-Adaption von Roland Suso Richter

Von Jörg Taszman

Papua-Neuguinea wird in "Dschungelkind" zum Event-Kino-Schauplatz. (AP)
Papua-Neuguinea wird in "Dschungelkind" zum Event-Kino-Schauplatz. (AP)

Basierend auf dem Bestseller von Sabine Kuegler und ihrer Kindheit in einem Eingeborenendorf mitten im Urwald Papua-Neuguineas, versucht sich das deutsche Eventkino nach Filmen wie "Nirgendwo in Afrika" oder "Die weisse Massai" wieder am exotischen Kultur-Clash.

Der vor allem durch Event-Mehrteiler im deutschen Fernsehen bekannte Regisseur Roland Suso Richter kann auf gute Schauspieler zurückgreifen, erzählt die Abenteuer einer politisch, korrekten, deutschen Familie im Dschungel aber dramaturgisch zu ungeschickt. Immerhin bewahrt der Film eine Sprachenvielfalt und wirkt durchaus authentisch.

Aber die überflüssige Kapitelstruktur nimmt dem Film viel an Spannung und führt den Zuschauer etwas schulmeisterlich an der Hand. Vor allem Nadja Uhl als eine "Mutter Courage" im Urwald hat sehr starke Momente und erstaunlicherweise sind es vor allem die Bilder von einem winterlichen Besuch der Familie Kuegler in Deutschland, die exotisch wirken.

So bleibt "Dschungelkind" ehrenwert, annehmbar aber leider ein wenig betulich.

Deutschland 2010, Regie: Roland Suso Richter, Darsteller: Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Sina Tkotsch, Michael Baral, John Keogh, Claes Bang, Isolde Barth, Tom Hoßbach, ab 12 Jahren, 132 Minuten

Filmhomepage

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Filmfest MünchenGroße Träume kleiner Leute
(picture alliance / dpa / Balkis Press)

Auf dem Filmfest München gibt es in diesem Jahr einen Schwerpunkt "Arabische Welt". Noemi Schneider über drei besonders beeindruckende Filme, die etwas gemeinsam haben: Es wird in ihnen jede Menge geträumt.Mehr

Filmemacher in SpanienKampf um grundlegende Werte
Die spanische Regisseurin Iciar Bollaín (r) posiert mit der Schauspielerin Anna Castillo während einer Präsentation ihres Films "El Olivo" für die Fotografen. (imago / Agencia EFE)

Spanien befindet sich seit neun Jahren in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Wie der spanische Film die vielen Probleme verarbeitet, wird auf der Exportfilmmesse "Madrid de Cine" sichtbar - zum Beispiel in "El Olivo" von der Regisseurin Iciar Bollaín. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur