Seit 15:30 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 15:30 Uhr Tonart
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.04.2011

"Diese alltägliche Diskriminierung, darum geht es"

Choreografin Macras über "Berlin Elsewhere" an der Schaubühne

Die Choreographin Constanza Macras nach der Verleihung des Theaterpreises "Faust" in Essen. (picture alliance / dpa)
Die Choreographin Constanza Macras nach der Verleihung des Theaterpreises "Faust" in Essen. (picture alliance / dpa)

Die argentinische Choreografin Constanza Macras befasst sich in "Berlin Elswhere" an der Schaubühne damit, wie Menschen ausgegrenzt oder diskriminiert werden. "Wir untersuchen, wie wir selbst andere diskriminieren", sagt Macras.

Susanne Burkhardt: Sehen Sie in Berlin – eine Stadt, die einst geteilt war – eine eingesperrte Stadt?

Constanza Macras: Für mich ist Berlin eher eine Metapher für einen Ort, an dem Diskriminierung stattfindet. Deutschland hatte ja nicht so viele Kolonien wie Frankreich oder England, sodass diese Diskriminierung hier nicht die betrifft, die aus den Kolonien kommen. Die Ausgrenzung betraf die eigenen Nachbarn. Menschen, die gemeinsam in der Stadt wohnten - in den Dreißigerjahren unter Hitler, später gegen die Vietnamesen in der DDR.

Im Stück geht es nicht direkt darum, sondern wir untersuchen, wie wir selbst andere diskriminieren, ohne es vielleicht selbst zu bemerken, aber auch, wie wir selbst diskriminiert werden – und auch das nicht mehr. Immigranten aus China in den United States, die haben keine Rechte. Selbst die türkischen Arbeiter, die nach Deutschland kamen, hatten anfangs keine zivilen Rechte. Sie sollten kommen, arbeiten und dann wieder abhauen. Diese alltägliche Diskriminierung, darum geht es in dem Stück. Wir realisieren sie manchmal kaum, und übergehen sie einfach.

(…)


Das vollständige Gespräch mit Constanza Macras können Sie bis zum 13.9.2011 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/04/13/drk_20110413_1918_f1b0e790.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

"Es ist gut, durch das Leben zu lernen"

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSind Museen wie Kinder im Sandkasten?
(Fredrik von Erichsen dpa/lhe (zu dpa-lhe 7137)

Im Umgang mit Raubkunst verhielten sich die Museen wie streitende Kinder im Sandkasten, sagt John Graykowski im Interview mit der "Zeit". Das Feuilleton der "FAZ" hat sich mit dem Hass auf alte Menschen beschäftigt - der sei eine Art neuer Rassismus, heißt es. Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Neu im KinoPure Perfektion aus China
Filmszene aus "The Assassin" des chinesisch-taiwanesischen Regisseurs Hou Hsiao-Hsien, der 2015 auf den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. Das Foto zeigt die Hauptdarstellerin Shu Qi (picture alliance/dpa/Cannes Film Festival)

Als berauschender Bilderreigen wurde "The Assassin" bereits 2015 in Cannes gefeiert. Jetzt läuft er in Deutschland an, und unser Filmkritiker lobt: Der Film sei reine Schönheit und könne es mit der Wucht eines Shakespeare-Dramas aufnehmen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur