Sonntag, 23. November 2014MEZ23:02 Uhr

Zeitfragen

Deutsches Literaturarchiv Was vom Dichter bleibt
Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach am Neckar (Baden-Württemberg).

Angekommen im Olymp der Literaten: Schriftsteller, deren Nachlässe im Deutschen Literaturarchiv in Marbach aufbewahrt werden, zählen zu den ganz Großen. Rund 1400 Arbeitsarchive von Autoren lagern dort – übrigens auch von solchen, die noch sehr lebendig sind.Mehr

KryonikEiskalt in die Zukunft
Ärzte präparieren im Labor der Firma Alcor, der "Stiftung für Lebensverlängerung" in Scottsdale, Arizona, eine Leiche für die Konservierung.

Es gibt Menschen, die den Tod nicht als das Ende akzeptieren wollen. Sie lassen sich einfrieren und lagern in flüssigem Stickstoff bei Minus 196 Grad. Und hoffen, in der Zukunft wieder aufgetaut zu werden, wenn die Medizin Fortschritte gemacht hat.Mehr

Zentrum für verletzte TiereFledermäuse in Gefahr
Eine Fledermaus der Art Großes Mausohr wird in der Hand gehalten.

Viele Fledermäuse wiegen weniger als fünf Gramm, aber leicht haben sie es nicht. Bei Baumfällungen werden sie Opfer der Kettensägen oder sie wachen aus dem Winterschlaf auf und erfrieren. Ein neues Fledermauszentrum hilft den Tieren.Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 16.01.2012

Die Welt ist nackt

Wie sich unser Begriff von Privatsphäre verändert hat

Von Michael Meyer

Über seine Onlineaktivitäten gibt man heute mehr von sich preis als früher.
Über seine Onlineaktivitäten gibt man heute mehr von sich preis als früher. (Stock.XCHNG / Brad Martyna)

Die Privatsphäre, der nicht-öffentliche Bereich, in dem ein Mensch unbehelligt von äußeren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung wahrnimmt, galt vielen einmal als hohes, schützenswertes Gut.

Ob Staat oder privat - durchs Schlüsselloch gucken, an der Tür lauschen, das war verpönt. Doch nach und nach hat sich unsere Vorstellung von Privatsphäre verändert. Der technologische Fortschritt, allen voran das Internet, scheint uns direkt und rasend schnell in das Zeitalter der"postprivacy" zu führen. Lassen wir uns zu sehr darauf ein, aus Bequemlichkeit oder Naivität? Können wir unsere Privatsphäre überhaupt noch verteidigen, wenn wir meinen: Das geht keinen etwas an.

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Literaturtipp:
Christian Schertz / Dominik Höch: "Privat war gestern"
Ullstein Verlag, 2011

Joachim Güntner: "Privatsphäre"
Essay zu beziehen über: www.vontobel-stiftung.ch

Links:

Kunstprojekt "Ich bin keiner- das Ende der Privatheit"
www.publicisthenewprivate.com

Sicherheit im web
www.watchyourweb.de


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