Dienstag, 4. August 2015MESZ17:52 Uhr

Zeitfragen

Pflegealltag Zwischen Empathie, Erschöpfung und Ökonomie
Eine junge Frau reicht einem bettlägerigen alten Mann einen Löffel mit Essen. (dpa / Klaus Rose)

Der Personalschlüssel in den meisten Pflegeheimen ist zu knapp für immer älter werdende, gebrechliche und demenzkranke Bewohner. Das wissen eigentlich alle. Dennoch wird in Politik und Pflegeökonomie mit Planzahlen gearbeitet, die diesen Zustand festschreiben.Mehr

Kita-Alltag in MecklenburgDie Lärm-Ampel steht auf Rot
Ausschnitt einer Lärmampel, die in Kindergärten und Schulen den Geräuschpegel sichtbar macht.Rotes Licht an der Ampel bedeutet: Es ist lauter als 85 Dezibel, also lauter als im Straßenverkehr. Aufgenommen am 06.03.2009 im Kindergarten in Kirchheim bei Erfurt. (picture-alliance / dpa / Martin Schutt)

Die Befragung von Erziehern und Sozialarbeitern zum Schlichtungsergebnis endet. Sind sie zufrieden mit 2,4 bis 4 Prozent Gehaltserhöhung? Gefordert war eine Höhergruppierung, die aber die Kita-Arbeit nicht hergebe, meinen Kommunen. Wir machen den Praxistest vor Ort.Mehr

HaftpflichtversicherungGeburten sind für Hebammen zu teuer
Eine Hebamme im Geburtshaus in Oldenburg  (picture alliance / dpa / Foto: Thorsten Helmerichs)

Freiberufliche Hebammen können sich eine Geburt oft nicht mehr leisten. Für Geburtshilfe müssen sie inzwischen 500 Euro pro Monat an die Berufshaftpflichtversicherung zahlen. Die springt im Schadensfall ein. Bleibt die Regierung untätig, haben Eltern ein Problem.Mehr

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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 16.01.2012

Die Welt ist nackt

Wie sich unser Begriff von Privatsphäre verändert hat

Von Michael Meyer

Über seine Onlineaktivitäten gibt man heute mehr von sich preis als früher. (Stock.XCHNG / Brad Martyna)
Über seine Onlineaktivitäten gibt man heute mehr von sich preis als früher. (Stock.XCHNG / Brad Martyna)

Die Privatsphäre, der nicht-öffentliche Bereich, in dem ein Mensch unbehelligt von äußeren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung wahrnimmt, galt vielen einmal als hohes, schützenswertes Gut.

Ob Staat oder privat - durchs Schlüsselloch gucken, an der Tür lauschen, das war verpönt. Doch nach und nach hat sich unsere Vorstellung von Privatsphäre verändert. Der technologische Fortschritt, allen voran das Internet, scheint uns direkt und rasend schnell in das Zeitalter der"postprivacy" zu führen. Lassen wir uns zu sehr darauf ein, aus Bequemlichkeit oder Naivität? Können wir unsere Privatsphäre überhaupt noch verteidigen, wenn wir meinen: Das geht keinen etwas an.

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

Literaturtipp:
Christian Schertz / Dominik Höch: "Privat war gestern"
Ullstein Verlag, 2011

Joachim Güntner: "Privatsphäre"
Essay zu beziehen über: www.vontobel-stiftung.ch

Links:

Kunstprojekt "Ich bin keiner- das Ende der Privatheit"
www.publicisthenewprivate.com

Sicherheit im web
www.watchyourweb.de


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