Seit 18:07 Uhr Wortwechsel
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 18:07 Uhr Wortwechsel
 
 

Radiofeuilleton - Kino und Film / Archiv | Beitrag vom 29.01.2012

"Die Summe meiner einzelnen Teile"

Kinofilm von Hans Weingartner über das Scheitern und den Neuanfang

Von Gesa Ufer

In Hans Weingartners Psychodrama "Die Summe meiner einzelnen Teile" steht eine gebrochene Figur im Zentrum: der Mathematiker Martin, der mit einem geheimnisvollen Jungen in den Wald flüchtet. Ein Film über Widerstand, Wut und den Traum von einem anderen Leben.

Martin, ein genialer Mathematiker auf Erfolgskurs, landet eines Tages mit Burn-Out-Syndrom in der Psychiatrie. Von da an geht es rapide bergab:

"Hallo, ja, ich bin´s Martin. Back in Reality…"

Nach einem halben Jahr in der Klinik, verliert er den Job, seine Freundin lässt ihn sitzen und bald steht sogar der Gerichtsvollzieher in seiner kleinen Berliner Plattenbau-Wohnung.

"Kann ihnen ihre alte Stelle nicht wieder anbieten, es gibt eben im Unternehmen starke Vorbehalte wegen ihrer Belastbarkeit. Und dieses Neurobion immer morgens..."

Martin – gespielt von Peter Schneider - trinkt, wird obdachlos, fällt durchs soziale Netz.

"Sieben, elf…da steckt das System dahinter."

Selbst die Zahlen, die dem Mathematiker bislang immer verlässliche Begleiter und Orientierungsgeber im Alltag waren, helfen ihm angesichts der kalten Realität nicht weiter. Erst als Martin dem russischen Jungen Victor begegnet, bekommt er wieder einen Halt. Die beiden freunden sich an, sie wollen ein neues Leben beginnen, flüchten in den Wald und bauen sich dort eine Hütte.

"Victor und du?"
"Martin."

Die Idylle währt nicht lange.

"Freunde."
"Wissen sie, wo ihr Sohn sich aufhält?"

Was bleibt, ist der Traum von einem anderen Leben in Portugal.

Mehr zum Thema auf dradio.de:
"Sozialkritik, das reicht mir einfach nicht"- - Hans Weingartner über seinen Film

Filmhomepage

Radiofeuilleton - Kino und Film

Dokumentarfilm"Die Alm is wie so a Sucht"
Die Sennerin Lisa Schlagbauer mit ihren Kühen auf einem Bergkamm auf der Rampoldalm in Oberbayern am 15.07.2004. (picture alliance / dpa / Matthias Schrader)

Es ist eine uralte Kultur, die langsam und weitgehend unbemerkt in Deutschland verschwindet: die kleinen Bauernhöfe. Regisseur Matti Bauer hat für seine Langzeitdokumentation eine bayerische Jungbäuerin zehn Jahre begleitet. Mehr

PorträtKünstlerin zwischen Orient und Okzident
Adnan Maral (l.) und Idil Üner in einer Szene des Films "Einmal Hans mit scharfer Soße". (picture alliance / dpa)

In der Multi-Kulti-Komödie "Einmal Hans mit scharfer Soße" spielt Idil Üner die Tochter einer türkischen Familie, deren Vater sie unbedingt verheiraten will. Doch Hatice hat weder Lust auf einen deutschen noch auf einen türkischen Mann.Mehr

weitere Beiträge

Filme der Woche

Neu im KinoAttraktive Chefin im tristen Büro
Der britische Schauspieler Nick Frost (dpa / picture alliance / Dan Himbrechts)

Bruce war drauf und dran, als 13-Jähriger die Salsa-Junioren-WM zu gewinnen. Dann hat er lange mit dem Tanzen nichts mehr am Hut - bis er eine neue Chefin bekommt. Um sie zu beeindrucken, fängt er wieder damit an.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur