Dienstag, 1. September 2015MESZ18:13 Uhr

Hörspiel

MustersiedlungFöhrenwald
Das Gelände von Föhrenwald, ca. 1956 (Stadtarchiv Geretsried / Günther Fechner)

Die Mustersiedlung Föhrenwald diente von 1940 bis 1945 als Lager für die Zwangsarbeiter der Rüstungsfabrik in Geretsried. Nach dem Krieg wurde Föhrenwald zum Auffanglager für "displaced persons", heimatlose Ausländer. Mehr

Sammlung PrinzhornDer geteilte Blick
Der Heidelberger Kunsthistoriker und Arzt Hans PRINZHORN hat Zeit seines Lebens Kunstwerke von psychisch Kranken gesammelt (imago)

Zusammen mit dem Basler Hörspielregisseur Claude Pierre Salmony erarbeitete Herbert Fritsch mit Texten aus der Sammlung eine mehrteilige Serie, die in diesem Remix zu einem "akustischen Panoptikum" verdichtet wurde.Mehr

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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 01.08.2012

Die Nacht allein

Von Wolfgang Graetz

Klaus Kinski (1971)
Klaus Kinski (1971)

Reinhold Bunge, Kunsthändler in New York, 39 Jahre alt, ein Kind, noch verheiratet, doch getrennt von seiner Frau. Auf einer Geschäftsreise steigt er im Hotel Metropol ab, nur 150 km von seiner Frau entfernt. Tags ist er agil. Nachts spürt er die Einsamkeit.

Er ruft seine Frau an, um sie zu einem Treffen im Hotel zu bewegen, er will mit ihr reden. Sie aber hat Angst vor neuen Enttäuschungen. Schließlich willigt sie ein. Während er auf das Eintreffen seiner Frau wartet, eilt er rastlos hin und her - zwischen der Telegraphistin, der Bardame und den Gesprächen mit dem Nachtportier, der Medizin und Theologie studiert.

Regie: Mathias Neumann
Mit: Klaus Kinski, Johanna Wichmann, Günter Schramm u.v.a.
Ton: Reinhard Krawulski
Produktion: HR 1962
Länge: 40"22

In der Hauptrolle des zerrissenen Mannes sehr eindrucksvoll Klaus Kinski.


Wolfgang Graetz (1926-1999) war ein deutscher Schriftsteller, Hörspiel- und Fernsehautor. Graetz war mehrfach als Straftäter inhaftiert. In der JVA Butzbach begann er sein schriftstellerisches Schaffen.

Anschließend: Panik von Raymond Queneau aus: "Vom Nutzen und Nachteil der Beruhigungsmittel" aus dem Französischen von Hans Thill