Montag, 28. Juli 2014MESZ18:29 Uhr

Länderreport

Wendezeit"Die Fenster aufgestoßen"
Berlin erlebt am 4. November 1989 die größte Demonstration für eine andere DDR. Eine halbe bis eine Million Demonstranten ziehen durch die Innenstadt, vorbei am Palast der Republik mit dem Sitz der Volkskammer und am Staatsratsgebäude zu einer Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz. "Wende", "Wer ewig schluckt stirbt von Innen" oder "Krenzmann" steht auf Transparenten der Demonstranten.

Berlin, 4. November 1989, Alexanderplatz. Die größte Wende-Demonstration und wohl auch die bunteste. Demonstranten überreichten Blumen an Polizisten, Transparente mit Sprüchen und Forderungen bestimmten das Bild.Mehr

Schleswig-Holstein"Wanke nicht, mein Vaterland"
Blick auf die Eckernförder Bucht und die Schlei

Gehören Schleswig und Holstein wirklich zusammen? Darüber diskutieren die Bewohner auch 170 Jahre nach der Uraufführung ihrer Hymne "Wanke nicht, mein Vaterland". Ein Blick auf den Liedtext und mit ihm verbundene Befindlichkeiten.Mehr

weitere Beiträge

Länderreport / Archiv | Beitrag vom 25.05.2012

Die Macht von Tornados und Erlassen

Gefällte Bäume und ein Rechtsstreit in Dresden

Von Annegret Faber

Ein Waldarbeiter bei der Arbeit im Wald
Ein Waldarbeiter bei der Arbeit im Wald (AP Archiv)

In Dresden streiten Bürger und Verwaltung um viele Bäume. Der Anlass: Zum Schutz der Deiche sollen Tausende Bäume gefällt werden. Anwohner und Naturschützer aber können den Sinn und den Nutzen nicht erkennen und warnen vielmehr vor dem Schaden für die Umwelt.

Da fallen Bäume einfach so um. Erst durch die Macht eines Tornados, dann auf Weisung von Menschen.

Im Freistaat Sachsen sorgen diese seit Monaten anhaltenden "Baumfällungen auf menschliche Weisung" zu einem neuen Begriff im Volksmund: Tornadoerlass.

Die Grüne Liga (Sachsen) klagte beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Fällerlass, der vom Sächsischen Umweltministerium Deichsicherungserlass genannt wird. So oder so, zehntausende Bäume mussten sich dem Erlass beugen, nicht aber so viele Bürger vor Ort.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat