Freitag, 31. Oktober 2014MEZ21:09 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSein und Online
Ein Internetnutzer hat ein Tablet auf dem Schoß, darauf ist eine Facebook-Illustration zu sehen. Seine Beine sind über eine Sofalehne geschwungen. 

Im Computer gibt es keine große Pause wie im Theater: Der Besucherschwund der Analog-Bühnen beschäftigt heute mehrere Feuilletonisten. Sind Twitter und Facebook schuld oder gar die "Blogwarte", von denen einer schreibt? Mehr

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Fazit

Goethe 2.0Das Leben eines Universalgenies digital
Auf dem Bild "Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein liegt Goethe hingebettet vor einer italienischen Landschaft

Es ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik: "Propyläen. Forschungsplattform zu Goethes Biographica", nennt es sich. Wird der moderne Mensch den alten Dichter durch die digitalen Medien besser verstehen? Mehr

Filme der WocheSolidarität in den 80ern und heute
Die belgischen Brüder Jean-Pierre (l) and Luc Dardenne (r) bei der Vorstellung ihres Films "Zwei Tage, eine Nacht" beim Valladolid International Film Festival in Spanien, aufgenommen am 18.10.2014

Engagement, Kooperation und Mitgefühl auf der Leinwand: Das mitreißende britische Sozialdrama "Pride" punktet mit Spaß und Pointen; "Zwei Tage, eine Nacht" der Gebrüder Dardenne zeigt den Kampf einer Angeschlagenen in einem Klima sozialer Kälte.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.09.2012

Die EU vor der sprachlichen Zerreißprobe

Hohe Übersetzungskosten machen Behörden zu schaffen

Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber.
Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber. (Stock.XCHNG / Andrej Sevelin)

In der Europäischen Union gibt es 23 offizielle Amtssprachen und 60 bis 90 Regional- oder Minderheitensprachen. Eine Gemeinschaft zu organisieren, fällt unter diesen Bedingungen schwer, warnt der Linguist Peter J. Weber.

Die Minderheitensprachen würden in der Union "jetzt eine größere Bedeutung gewinnen", da sie den Anspruch erheben, Amtssprachen zu werden, sagt Weber, der ab 1. Oktober als Rektor an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw tätig ist. "Damit verbunden ist sicherlich auch ein wachsendes Identitätsgefühl." Allerdings würden dadurch auch die Kosten für Übersetzungen steigen. Die Kommission brauche schon heute "ein Siebtel ihres Haushaltes für diese Übersetzungen und nicht zu vergessen auch das Dolmetschen".

Sich auf Englisch als einzige Amtssprache zu einigen, sei jedoch auch keine Lösung, meint Weber: "Eine Sprache führt wiederum auch zu starker Vereinfachung." Ideal wäre daher, sich auf drei Sprachen wie Englisch, Französisch und Deutsch zu beschränken. Das sei "eigentlich das, was wir benötigen", so Weber. Durch die Begrenzung könne man auf "zu hohe Übersetzungs- und Dolmetschkosten" reagieren.

Sie können das vollständige Gespräch mit Peter J. Weber mindestens bis zum 26.02.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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