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"Rimini Protokoll"Hitzewelle auf der Hinterbühne
Die Umweltexperten Florian Rauser, Satya Bhowmik, Schirin Fahti, Kenneth Gbandi, Sabine Hain, Bernd Hezel und Ana Soliz Landivar Stange (l-r) agieren am 18.11.2014 in Hamburg auf der Fotoprobe von "Welt-Klimakonferenz". Das Projekt von Rimini Protokoll, bei dem die Zuschauer die Rollen der Teilnehmer einer internationalen Klimakonferenz übernehmen, feiert seine Uraufführung am 21.11.2014 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Foto: Markus Scholz

"Rimini Protokoll" gab mit der "Welt-Klimakonferenz" in Hamburg eine große Rollenspiel-Party, die zumindest anfangs sehr faszinierte. Wer sich einen Abend wie ein engagierter Delegierter gefühlt hat, wird die echten Klima-Verhandlungen künftig mit ganz anderen Augen sehen.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.09.2012

Die EU vor der sprachlichen Zerreißprobe

Hohe Übersetzungskosten machen Behörden zu schaffen

Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber.
Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber. (Stock.XCHNG / Andrej Sevelin)

In der Europäischen Union gibt es 23 offizielle Amtssprachen und 60 bis 90 Regional- oder Minderheitensprachen. Eine Gemeinschaft zu organisieren, fällt unter diesen Bedingungen schwer, warnt der Linguist Peter J. Weber.

Die Minderheitensprachen würden in der Union "jetzt eine größere Bedeutung gewinnen", da sie den Anspruch erheben, Amtssprachen zu werden, sagt Weber, der ab 1. Oktober als Rektor an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw tätig ist. "Damit verbunden ist sicherlich auch ein wachsendes Identitätsgefühl." Allerdings würden dadurch auch die Kosten für Übersetzungen steigen. Die Kommission brauche schon heute "ein Siebtel ihres Haushaltes für diese Übersetzungen und nicht zu vergessen auch das Dolmetschen".

Sich auf Englisch als einzige Amtssprache zu einigen, sei jedoch auch keine Lösung, meint Weber: "Eine Sprache führt wiederum auch zu starker Vereinfachung." Ideal wäre daher, sich auf drei Sprachen wie Englisch, Französisch und Deutsch zu beschränken. Das sei "eigentlich das, was wir benötigen", so Weber. Durch die Begrenzung könne man auf "zu hohe Übersetzungs- und Dolmetschkosten" reagieren.

Sie können das vollständige Gespräch mit Peter J. Weber mindestens bis zum 26.02.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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