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Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.09.2012

Die EU vor der sprachlichen Zerreißprobe

Hohe Übersetzungskosten machen Behörden zu schaffen

Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber. (Stock.XCHNG / Andrej Sevelin)
Man sollte sich auf drei Sprachen beschränken, meint Weber. (Stock.XCHNG / Andrej Sevelin)

In der Europäischen Union gibt es 23 offizielle Amtssprachen und 60 bis 90 Regional- oder Minderheitensprachen. Eine Gemeinschaft zu organisieren, fällt unter diesen Bedingungen schwer, warnt der Linguist Peter J. Weber.

Die Minderheitensprachen würden in der Union "jetzt eine größere Bedeutung gewinnen", da sie den Anspruch erheben, Amtssprachen zu werden, sagt Weber, der ab 1. Oktober als Rektor an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw tätig ist. "Damit verbunden ist sicherlich auch ein wachsendes Identitätsgefühl." Allerdings würden dadurch auch die Kosten für Übersetzungen steigen. Die Kommission brauche schon heute "ein Siebtel ihres Haushaltes für diese Übersetzungen und nicht zu vergessen auch das Dolmetschen".

Sich auf Englisch als einzige Amtssprache zu einigen, sei jedoch auch keine Lösung, meint Weber: "Eine Sprache führt wiederum auch zu starker Vereinfachung." Ideal wäre daher, sich auf drei Sprachen wie Englisch, Französisch und Deutsch zu beschränken. Das sei "eigentlich das, was wir benötigen", so Weber. Durch die Begrenzung könne man auf "zu hohe Übersetzungs- und Dolmetschkosten" reagieren.

Sie können das vollständige Gespräch mit Peter J. Weber mindestens bis zum 26.02.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


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