Forschung und Gesellschaft / Archiv /

Die Dynamik des Krieges

Eine Diskussion mit Harald Welzer und Jan Philipp Reemtsma

Jan Philipp Reemtsma, Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Jan Philipp Reemtsma, Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung. (AP)

Wie kam es, dass Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg so getötet und gequält haben, wie sie das taten? Diese Frage stellt sich schon seit langem, nicht nur in der historischen Forschung. In diesem Jahr hat eine Studie für Aufsehen gesorgt, weil sie erstmals aus der unmittelbaren Perspektive der Soldaten selbst berichtet.

Harald Welzer und Sönke Neitzel sind Autoren dieser Studie mit dem Titel "Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben". Harald Welzer und der Hamburger Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma sprachen im September im Literaturforum im Brecht-Haus Berlin über die Forschungsergebnisse.

In unserer Reihe "Forschung und Gesellschaft" hören Sie einen gekürzten Mitschnitt dieser Veranstaltung. Zuerst spricht Harald Welzer über die Frage, inwiefern die Studie ein neues Licht auf den gut erforschten Zweiten Weltkrieg wirft.

Sie können das vollständige Gespräch mit Harald Welzer und Jan Philipp Reemtsma mindestens bis zum 08.05.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.

Literaturhinweis:
Das zugrunde liegende Buch ist unter dem Titel "Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben" im S. Fischer Verlag erschienen.

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