Seit 21:30 Uhr Kriminalhörspiel
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 21:30 Uhr Kriminalhörspiel
 
 

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 15.01.2016

Deutschland zum Jahresbeginn 2016Das Ende der Willkommenskultur?

Moderation Monika van Bebber

Eine Frau und ein Mann mit einem Regenschirm mit der Aufschrift "Refugees welcome" nehmen in der Innenstadt in Hamburg an einer Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen teil. (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)
Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen in Hamburg: Sind strengere Gesetze nötig? Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? (Daniel Bockwoldt, dpa picture-alliance)

Nach den Übergriffen an Silvester in Köln, Hamburg und anderen Städten kippt die Stimmung in Deutschland – meinen unisono der frühere Verfassungsgerichts-Präsident Papier und die New York Times. Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?

In aller Eile bereitet die Bundesregierung schärfere Gesetze gegen kriminelle Ausländer und Asylbewerber vor. Und die Gesellschaft diskutiert über rechtsfreie Räume, muslimische Frauenbilder und angebliches Vertuschen der Herkunft von Tätern durch Behörden und Medien. Mancherorts patrouillieren selbsternannte Bürgerwehren, werden fremdländisch aussehende Menschen gezielt angegriffen.

Sind wir am Neujahrsmorgen in einem anderen Land aufgewacht?
Nähert sich die deutsche Willkommenskultur ihrem Ende?
Waren wir blauäugig beim Öffnen unserer Grenzen für hunderttausende Schutzsuchende?
Hat in Köln und anderswo der Staat beim Schutz seiner Bürger versagt? 
Sind strengere Gesetze nötig, und was bringen sie? 
Brauchen wir Obergrenzen bei der Einwanderung? 
Schlägt jetzt die Stunde der Populisten – oder besteht nun die Chance auf mehr Ehrlichkeit bei der Debatte über Migration und Integration?

Darüber diskutieren im Wortwechsel auf Deutschlandradio Kultur:

Stephan Mayer (CSU), Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag
Sevim Dağdelen (Linke), Beauftragte für Migration und Integration der Fraktion Die Linke im Bundestag
Prof. Jürgen Friedrichs, Soziologe, Universität Köln
Stephan Detjen, Leiter Hauptstadtstudio Deutschlandradio

Moderation: Monika van Bebber

 

Mehr zum Thema

Absage an Residenzpflicht - "Das Etikett Ghetto bleibt nicht folgenlos"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 13.01.2016)

Aus den Feuilletons - Wurde der Dom als Kulisse gewählt?
(Deutschlandradio Kultur, Kulturpresseschau, 12.01.2016)

Flüchtlinge im Dorf Sumte - 100 hier, 1000 da
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 12.01.2016)

Wortwechsel

Innere UnsicherheitWas bringen schärfere Gesetze?
Muss die Sicherheitsarchitektur umgebaut werden? (imago stock&people)

Gesetze verschärfen, mehr Videoüberwachung, Verfassungsschutzämter zusammenlegen? Die Diskussion um die Sicherheitspolitik in Deutschland nach dem Anschlag in Berlin dreht sich weiter. Muss die Sicherheitsarchitektur umgebaut werden?Mehr

Wahlkampf 2017Wie positionieren sich die Parteien?
Tausende demonstrierten im März 2016 in Berlin gegen die Kanzlerin und ihre Flüchtlingspolitik.  (picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)

Viele sind unzufrieden mit der Kanzlerin und ihrer Flüchtlingspolitik, auch die SPD verliert in Umfragen weiter an Boden. Nutznießer ist vor allem die rechtspopulistische AfD. Das lässt einen polemischen Wahlkampf erwarten. Wie wollen die etablierten Parteien den Höhenflug der AfD stoppen?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur