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Interview / Archiv | Beitrag vom 19.01.2016

Deutsche Wohnzimmer Die neue Spießigkeit liegt im Trend

Friederik Frede im Gespräch mit Christopher Ricke und Anke Schäfer

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Ein Model sitzt auf einem Sofa in der Modefarbe rosa: Gesehen auf der Internationalen Modemesse in Köln im Januar 2016 (picture alliance / dpa)
Ein Model sitzt auf einem Sofa in der Modefarbe rosa: Gesehen auf der Internationalen Modemesse in Köln im Januar 2016 (picture alliance / dpa)

Das Hirschgeweih habe schon wieder einen Retro-Effekt, sagt Frederik Frede. Er ist Geschäftsführer der Online-Plattform "Freude von Freunden", die einen Blick in die Wohnzimmer von internationalen Kreativen erlaubt.

"Die Leute wollen es wieder gemütlich haben", sagte Frederik Frede, Geschäftsführer der Online-Plattform "Freude von Freunden" über die deutschen Wohnwünsche anlässlich des Starts der Kölner Möbelmesse. Es gebe eine Besinnung auf alte Traditionen.


Hören Sie dazu auch den Beitrag von Moritz Küpper über die Internationale Möbelmesse in Köln 2016:


"Viele nennen es auch die neue Spießigkeit", sagte er. Das gelte allerdings nicht für sein Forum der Kultur- und Kreativszene, denn die Website zeige verschiedene Stile und porträtiere inspirierende Persönlichkeiten in einem internationalen Kontext. "Es gibt natürlich bei jedem ein Sofa", sagte Frede. "Jeder versucht sich da natürlich auf seine eigene Weise darzustellen."

Weinkisten als Regal liegen im Trend

Er finde es gut, dass schwedisches Design inzwischen Mainstream sei und den Gelsenkirchener Barock abgelöst habe, sagte Frede. Für manche Leute lägen gerade Weinkisten als Regale im Trend. "Dem einen ist der Status wichtig und dann ist natürlich wichtig, dass andere Leute sehen, wie viel der Tisch gekostet hat." Andere wollten nur ihre Gäste an den Tisch platzieren können, um ein schönes Abendessen zu zelebrieren. Wegwerfmöbel seien vom Marketing und von der Industrie gewünscht, aber viele Kunden zögen nachhaltige Möbel vor. Andere verzichteten heute sogar ganz darauf.

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