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Feature

HeimatAuf der Usedomer Straße
Farbenfroh ist die Fassade von Wohnhäusern Am Nordufer in Berlin-Wedding gestaltet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seit knapp 40 Jahren leben Yevsi und seine Eltern in Berlin, in ein und derselben Straße. Sie erzählen, was es für sie bedeutet hat, in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu bewahren. Mehr

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Hörspiel

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 03.10.2012

Der Unbelehrbare

Transitraum: Warum Mackie Messer aus dem Fenster sprang - Eine Wendegeschichte

Von Helmut Kopetzky

Ein Mann steckt anlässlich des 18. Jahrestages der Maueröffnung in Berlin eine Rose in einen Mauerschlitz (AP)
Ein Mann steckt anlässlich des 18. Jahrestages der Maueröffnung in Berlin eine Rose in einen Mauerschlitz (AP)

In Gestalt des Schauspielers Wolf Kaiser war der Gentleman-Gangster Mackie Messer jahrelang eine Gallionsfigur des Brecht-Theaters. Doch zwei Jahre nach der deutschen Vereinigung, am 22. Oktober 1992, stürzte sich der 76-Jährige aus dem Fenster seiner Wohnung.

Die 'neue Zeit' brauchte ihn nicht mehr, und das Wendeverhalten mancher Mitglieder der DDR-Führungsschicht verabscheute er. Bis zu seinem Freitod verließ der Star ohne Engagement jeden Morgen die Wohnung mit der Aktentasche, mit der er als Brecht-Schauspieler und Mitglied des DDR-Fernsehensembles immer zur Arbeit gegangen war - es war sein letzter Auftritt.


Regie und Ton: der Autor
Mit: Tom Vogt
Produktion: Autorenprod. für den NDR 2010
Länge: 54"31


Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mähren, begann als Zeitungsjournalist und ist heute einer der wichtigsten deutschen Feature-Autoren. Zahlreiche Preise. 2008 erhielt er den Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk. Zuletzt: "Liebe und andere Zwischenfälle" (DKultur/ RBB 2011).


Transitraum <br> Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur