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Feature / Archiv | Beitrag vom 03.10.2012

Der Unbelehrbare

Transitraum: Warum Mackie Messer aus dem Fenster sprang - Eine Wendegeschichte

Von Helmut Kopetzky

Ein Mann steckt anlässlich des 18. Jahrestages der Maueröffnung in Berlin eine Rose in einen Mauerschlitz (AP)
Ein Mann steckt anlässlich des 18. Jahrestages der Maueröffnung in Berlin eine Rose in einen Mauerschlitz (AP)

In Gestalt des Schauspielers Wolf Kaiser war der Gentleman-Gangster Mackie Messer jahrelang eine Gallionsfigur des Brecht-Theaters. Doch zwei Jahre nach der deutschen Vereinigung, am 22. Oktober 1992, stürzte sich der 76-Jährige aus dem Fenster seiner Wohnung.

Die 'neue Zeit' brauchte ihn nicht mehr, und das Wendeverhalten mancher Mitglieder der DDR-Führungsschicht verabscheute er. Bis zu seinem Freitod verließ der Star ohne Engagement jeden Morgen die Wohnung mit der Aktentasche, mit der er als Brecht-Schauspieler und Mitglied des DDR-Fernsehensembles immer zur Arbeit gegangen war - es war sein letzter Auftritt.


Regie und Ton: der Autor
Mit: Tom Vogt
Produktion: Autorenprod. für den NDR 2010
Länge: 54"31


Helmut Kopetzky, geboren 1940 in Mähren, begann als Zeitungsjournalist und ist heute einer der wichtigsten deutschen Feature-Autoren. Zahlreiche Preise. 2008 erhielt er den Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk. Zuletzt: "Liebe und andere Zwischenfälle" (DKultur/ RBB 2011).


Transitraum <br> Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur

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