Freitag, 31. Juli 2015MESZ15:27 Uhr

Feature

HeimatAuf der Usedomer Straße
Farbenfroh ist die Fassade von Wohnhäusern Am Nordufer in Berlin-Wedding gestaltet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seit knapp 40 Jahren leben Yevsi und seine Eltern in Berlin, in ein und derselben Straße. Sie erzählen, was es für sie bedeutet hat, in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu bewahren. Mehr

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Hörspiel

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 28.07.2012

Der Makel

Ein deutsch-jüdisches Familienstück (Ursendung)

Der Großvater verschwindet in Palästina (Deutschlandradio - Daniela Kurz)
Der Großvater verschwindet in Palästina (Deutschlandradio - Daniela Kurz)

"Erst mit 67 offenbarte mir meine Mutter, dass mein Großvater nicht mein Großvater ist. Ein anderer Mann hätte die Großmutter mit ihrem Kind "über Nacht" verlassen. Ein weißer Fleck in der Geburtsurkunde: Vater unbekannt.

Vielleicht hätte ich es dabei belassen, wäre da nicht noch lange Zeit dieses Flüstern meiner Mutter geblieben, wenn wir darüber sprachen, und wäre da nicht das Datum seines Verschwindens: 1933, Ziel Palästina.

Im Januar 2011, nach 17-jähriger Suche, erhielt ich aus England eine E-Mail, lapidar überschrieben: "Welcome to the family!" Meine Mutter hatte, neben einer Cousine in London, eine Schwester in Israel. Wie würden sie sich begegnen?" (Andreas F. Müller).


Von Andreas F. Müller
Regie: der Autor
Mit: Nurit, Dorothea, Dorothee, Jonathan, Vera und Jutta Wachowiak, Uta Hallant, Carsten Hueck und der Autor
Ton: Nikolaus Löwe
Produktion: RBB/DKultur/WDR 2012
Länge: 54'30


Andreas F. Müller, geboren 1956, lebt in Berlin. Veröffentlichte Anthologien, Erzählungen, Literaturübersetzungen. Seit 1993 Hörfunkautor. Zuletzt: "Die unbeerdigten Toten - Kampf um die Erinnerung in Italien" (RBB/DLF/WDR 2011).