Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 12.07.2014

DenkmalLeipzig gab "entscheidenden Anstoß" zur Revolution

CDU-Politiker sieht keine Alternative zum Standort Leipzig für Einheitsdenkmal

Christoph Bergner im Gespräch mit Christopher Ricke

Der ursprüngliche Siegerentwurf für das Einheitsdenkmal in Leipzig: 70.000 bunte Alu-Würfel  (dpa / picture alliance / Hendrik Schmidt)
Ursprünglicher Siegerentwurf "Siebzigtausend" für das Einheitsdenkmal in Leipzig (dpa / picture alliance / Hendrik Schmidt)

Eigentlich sollte das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal zum 25. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR fertig sein. Doch nach juristischen Querelen und Unmut in der Bevölkerung über den Siegerentwurf will der Leipziger Stadtrat nun den Wettbewerb beenden und hat sich eine Denkpause verordnet.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Christoph Bergner, äußerte im Deutschlandradio Kultur Verständnis für diese Entscheidung: "Für Nachdenken muss man immer Geduld haben." Er würde es allerdings "sehr bedauern", wenn die Entscheidung zum endgültigen Aus für das Denkmal führen würde. Man könne unmöglich nur in Berlin ein Denkmal nationaler Bedeutung zur Erinnerung an friedliche Revolution und deutsche Einheit bauen, ohne Leipzig dabei zu bedenken, betonte er. "Denn das ist nun die historische Wahrheit: Der entscheidende Anstoß zur friedlichen Revolution wurde nicht in Berlin, sondern in Leipzig gegeben und in der Provinz überhaupt in der DDR."

Keine Alternative zu Leipzig

Ein Alternativstandort kommt für den Hallenser Politiker offenbar nicht in Frage: Zwar hätten die Städte der DDR alle ihre eigene Geschichte in der friedlichen Revolution. Aber in der "Gesamtwirkung, in dem Umstand, dass am 9. Oktober dann plötzlich die Situation umkippte" sei die friedliche Revolution in der DDR doch untrennbar mit der Demonstration in Leipzig verbunden "Insofern wäre Leipzig schon der Ort, an dem das zweite nationale Erinnerungsprojekt realisiert werden sollte."

Mehr zum Thema:

Denkmal - Erinnern nicht vorschreiben lassen (Deutschlandfunk, DLF-Magazin, 09.07.2014)

Entwürfe für Leipziger Einheitsdenkmal (Deutschlandradio Kultur, Fazit, 13.07.2012)

"Wo die Freiheit Geschichte schrieb" (Deutschlandradio Kultur, Deutschlandrundfahrt, 01.12.2012) 

Interview

GlobalisierungDer "große Schub" ist vorbei
Chinesische Arbeiter bauen eine Smart-Watch zusammen. (AFP)

Die Globalisierung schreitet immer weiter voran. Wer würde daran zweifeln? Stefan Bielmeier beispielsweise. Der Chefvolkswirt der DZ Bank erklärt, warum die Globalisierung kein zwangsläufiger Prozess ist - und auch kein aktueller Trend mehr.Mehr

Tod im "Bio-Krebszentrum"Was ist seriöse Krebstherapie?
Kolorierte Aufnahme eines Lungen-Tumors unter dem Rasterelektronenmikroskop (imago stock&people)

Der Tod von Patienten eines alternativen Krebszentrums am Niederrhein hat die Debatte um die Wirksamkeit von alternativen Therapien gegen den Krebs neu entfacht. Der anthroposophische Krebsspezialist Friedemann Schad plädiert für ein integratives onkologisches Konzept.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur