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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 16.09.2009

"Das Massaker von Katyn"

Jörg Taszman über einen eindringlichen, sehr humanistischen Film

Die Katyn-Gedenkstätte auf einem Warschauer Friedhof. (AP Archiv)
Die Katyn-Gedenkstätte auf einem Warschauer Friedhof. (AP Archiv)

Andrzej Wajda hat mit seinem Alterswerk "Katyn" noch einmal einen ebenso wichtigen wie überzeugenden Film gedreht, der an das Massaker des NKWD an 20.000 polnischen Offizieren erinnert, die durch Genickschüsse in Katyn in der Nähe von Smolensk sinnlos ermordet wurden.

Aus diesem polnischen Trauma (zur Zeit der Kommunisten wurde das Massaker den Deutschen angehängt) macht Wajda einen eindringlichen, sehr humanistischen Film, der die Tragödie aus der Sicht der Frauen erzählt. Hoch anzurechnen ist Wajda, dass er keinen schablonenhaften Propagandafilm gedreht hat mit nationalistischen Untertönen, sondern in einer Nebenhandlung auch einen desillusionierten Rotarmisten zeigt, der selbstkritisch über die mehr als zwiespältige Rolle der Sowjetunion im Krieg gegen Polen referiert.

Polen 2007. Regie: Andrzej Wajda. Darsteller: Maja Ostaszewska, Artur Zmijewski, Andrzej Chyra, Jan Englert, Danuta Stenka, Pawel Malaszynski, Magdalena Cielecka, Joachim Paul Assböck. FSK: ab 16. Länge: 121 Minuten

Filmhomepage "Das Massaker von Katyn"

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