Dienstag, 21. Oktober 2014MESZ17:06 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter kommen in Halle auf ihre Kosten und es gibt eine Ehrung für den Komponisten der Winnetou-Musik.Mehr

OperDie Verehrer sind allesamt Trottel
Das Gebäude des Nationaltheaters in München, einer der Spielorte der Bayerischen Staatsoper. Vor dem Gebäude steht das Reiterdenkmal des ersten Königs von Bayern, Max I. Joseph.

In "Die Sache Makropulos" lebt die Hauptfigur Emilia Marty ohne zu Altern, umschwärmt von Liebhabern mehrerer Generationen, und fragt sich: Weiterleben oder doch endlich sterben? Musikalisch gelingt diese tragikomische Oper, doch hapert es bei der Regie.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.02.2013

"Das ist unwürdig"

Vizepräsidentin der Akademie der Künste rügt Berlins Umgang mit Sasha Waltz

Sasha Waltz
Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)

Weil es am Geld fehlt und an einem festen Spielort, sieht die renommierte Choreografin Sasha Waltz für ihre Compagnie keine Zukunft mehr in Berlin. Verantwortlich dafür sei vor allem die Berliner Kulturpolitik, sagt Nele Hertling, Vizepräsidentin der Akademie der Künste.

Wegen des möglichen Rückzugs der Choreografin Sasha Waltz aus Berlin hat die Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Nele Hertling, die Berliner Kulturpolitik scharf kritisiert. Waltz müsse in der Stadt als Bittstellerin auftreten und habe für große Tanzprojekte noch immer keinen festen Ort. "Das ist unwürdig", sagte Hertling im Interview mit Deutschlandradio Kultur. Dabei sei die Situation lange bekannt, die Politik hätte längst gegensteuern müssen.

Nach dem Scheitern von Gesprächen mit der Kulturverwaltung über Fragen der Finanzierung und des Spielorts hatte Waltz am Dienstag angekündigt, sie wolle sich mit ihrer Compagnie möglicherweise aus Berlin zurückziehen. Ihre Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests sei inzwischen an die Grenze der Belastbarkeit gekommen.

Kritik übte Hertling auch an der möglichen Nachfolgelösung für den scheidenden Intendanten des Berliner Staatsballetts, Vladimir Malakhov. Dieser hatte kürzlich angekündigt, er werde seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2013/2014 hinaus verlängern. Am Donnerstag will sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu dem Thema äußern. Laut Medienberichten ist der spanische Choreograf Nacho Duato ein aussichtsreicher Kandidat für den Posten.

Hertling äußerte sich angesichts dieser Personalie skeptisch. "Das ist für mich keine künstlerische Lösung, mit der Berlin irgendwie Furore machen könnte", sagte sie. Duato allein könne nicht für eine Erneuerung des Balletts stehen.

Hören Sie das vollständige Interview mit Nele Hertling mindestens bis zum 6. Juli 2013 als mp3-Audio.

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