Donnerstag, 3. September 2015MESZ04:30 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWie die "taz" die Einwanderung regeln will
Im Rahmen der Erstsemester-Begrüßung der Johannes Gutenberg-Universität warnt am 15.04.2015 ein Aufsteller von einem studentischen Infostand in Mainz (Rheinland-Pfalz) mit der Aufschrift "Vorsicht Abschiebung". Die Medizinische Vermittlungsstelle für Flüchtlinge, Migrant/inn/en und Menschen ohne Papiere macht so auf sich aufmerksam. (picture-alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Nicht mehr und nicht weniger: Einen "Entwurf für ein liberales Einwanderungsgesetz" stellt die "taz" zur Diskussion. Abschiebungen sind in diesem ausdrücklich ausgeschlossen. In der "FAZ" wird erklärt, warum sich Deutschland in der Flüchtlingsfrage nicht wegducken kann.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.02.2013

"Das ist unwürdig"

Vizepräsidentin der Akademie der Künste rügt Berlins Umgang mit Sasha Waltz

Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)
Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)

Weil es am Geld fehlt und an einem festen Spielort, sieht die renommierte Choreografin Sasha Waltz für ihre Compagnie keine Zukunft mehr in Berlin. Verantwortlich dafür sei vor allem die Berliner Kulturpolitik, sagt Nele Hertling, Vizepräsidentin der Akademie der Künste.

Wegen des möglichen Rückzugs der Choreografin Sasha Waltz aus Berlin hat die Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Nele Hertling, die Berliner Kulturpolitik scharf kritisiert. Waltz müsse in der Stadt als Bittstellerin auftreten und habe für große Tanzprojekte noch immer keinen festen Ort. "Das ist unwürdig", sagte Hertling im Interview mit Deutschlandradio Kultur. Dabei sei die Situation lange bekannt, die Politik hätte längst gegensteuern müssen.

Nach dem Scheitern von Gesprächen mit der Kulturverwaltung über Fragen der Finanzierung und des Spielorts hatte Waltz am Dienstag angekündigt, sie wolle sich mit ihrer Compagnie möglicherweise aus Berlin zurückziehen. Ihre Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests sei inzwischen an die Grenze der Belastbarkeit gekommen.

Kritik übte Hertling auch an der möglichen Nachfolgelösung für den scheidenden Intendanten des Berliner Staatsballetts, Vladimir Malakhov. Dieser hatte kürzlich angekündigt, er werde seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2013/2014 hinaus verlängern. Am Donnerstag will sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu dem Thema äußern. Laut Medienberichten ist der spanische Choreograf Nacho Duato ein aussichtsreicher Kandidat für den Posten.

Hertling äußerte sich angesichts dieser Personalie skeptisch. "Das ist für mich keine künstlerische Lösung, mit der Berlin irgendwie Furore machen könnte", sagte sie. Duato allein könne nicht für eine Erneuerung des Balletts stehen.

Hören Sie das vollständige Interview mit Nele Hertling mindestens bis zum 6. Juli 2013 als mp3-Audio.

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