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Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsRedeverbot in Köln
(picture alliance / dpa / Markku Ulander)

Der australische Bioethiker Peter Singer ist für seine harte Thesen zur Embryonenforschung bekannt. Dass die Phil.Cologne-Macher ihn nun kurzfristig ausgeladen haben, erstaunt die Feuilletons deshalb umso mehr. Eine verpasste Chance?Mehr

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Fazit

Neuer ZDF-Staatsvertrag "Das ist TTIP hoch Drei"
Der Schatten des Intendanten des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), Thomas Bellut (links), und der Schatten des Vorsitzenden des Fernsehrates, Ruprecht Polenz (CDU), sind auf einer ZDF-Logowand zu sehen. (dpa / picture alliance / Fredrik von Erichsen)

2009 hatten Politiker in einem ZDF-Aufsichtsgremium dafür gesorgt, dass der Vertrag des Chefredakteurs Nikolaus Brender nicht verlängert wurde. Das war illegal, urteilte das höchste deutsche Gericht. Auch der neue ZDF-Staatsvertrag stößt auf Kritik bei Kennern des Senders.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.02.2013

"Das ist unwürdig"

Vizepräsidentin der Akademie der Künste rügt Berlins Umgang mit Sasha Waltz

Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)
Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)

Weil es am Geld fehlt und an einem festen Spielort, sieht die renommierte Choreografin Sasha Waltz für ihre Compagnie keine Zukunft mehr in Berlin. Verantwortlich dafür sei vor allem die Berliner Kulturpolitik, sagt Nele Hertling, Vizepräsidentin der Akademie der Künste.

Wegen des möglichen Rückzugs der Choreografin Sasha Waltz aus Berlin hat die Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Nele Hertling, die Berliner Kulturpolitik scharf kritisiert. Waltz müsse in der Stadt als Bittstellerin auftreten und habe für große Tanzprojekte noch immer keinen festen Ort. "Das ist unwürdig", sagte Hertling im Interview mit Deutschlandradio Kultur. Dabei sei die Situation lange bekannt, die Politik hätte längst gegensteuern müssen.

Nach dem Scheitern von Gesprächen mit der Kulturverwaltung über Fragen der Finanzierung und des Spielorts hatte Waltz am Dienstag angekündigt, sie wolle sich mit ihrer Compagnie möglicherweise aus Berlin zurückziehen. Ihre Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests sei inzwischen an die Grenze der Belastbarkeit gekommen.

Kritik übte Hertling auch an der möglichen Nachfolgelösung für den scheidenden Intendanten des Berliner Staatsballetts, Vladimir Malakhov. Dieser hatte kürzlich angekündigt, er werde seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2013/2014 hinaus verlängern. Am Donnerstag will sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu dem Thema äußern. Laut Medienberichten ist der spanische Choreograf Nacho Duato ein aussichtsreicher Kandidat für den Posten.

Hertling äußerte sich angesichts dieser Personalie skeptisch. "Das ist für mich keine künstlerische Lösung, mit der Berlin irgendwie Furore machen könnte", sagte sie. Duato allein könne nicht für eine Erneuerung des Balletts stehen.

Hören Sie das vollständige Interview mit Nele Hertling mindestens bis zum 6. Juli 2013 als mp3-Audio.

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