Sonntag, 25. Januar 2015MEZ15:20 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsEin Leben ohne Freiheit ist möglich
Der französische Autor Michel Houellebecq im November 2014 in einem Pariser Restaurant, eine Zigarette in der Hand.

Ein Leben in Unfreiheit muss gar nicht so schlecht sein - meinte zumindest der Schriftsteller Michel Houellebecq im Gespräch mit der "Zeit". Selbst wenn wir die Aufklärung hinter uns ließen, blieben noch Kathedralen und die Musik von Bach.Mehr

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Fazit

NachwuchsförderungMax-Ophüls-Preis geht an "Chrieg"
Der Schweizer Regisseur Simon Jaquemet nach der Verleihung des 36. Max Ophüls Preises im E-Werk Saarbrücken.

Der Max-Ophüls-Preis für den besten deutschsprachigen Nachwuchsfilm geht an den Film "Chrieg" des Schweizer Regisseurs Simon Jaquemet. Das Werk überzeugte durch "Wucht, Klarheit und Authentizität", so die Jury. Insgesamt wurden 15 Preise vergeben.Mehr

Tangerine DreamMusikpionier Edgar Froese ist tot
Der Gründer der 1967 in Berlin gegründeten Electronic-Band "Tangerine Dream", Edgar Froese, aufgenommen am 07.07.2006 in Berlin. Die Gruppe hat in den nahezu 40 Jahren ihres Bestehens weltweit rund 130 Platten veröffentlicht. Mit etlichen, wie der Debüt-LP "Electronic Meditation" (1970) und "Force Mayeur" (1979), schrieb sie Musikgeschichte.

Er war einer der Pioniere der deutschen elektronischen Musik - jetzt ist Edgar Froese im Alter von 70 Jahren gestorben. 1967 hatte er Tangerine Dream gegründet und mit der Band immer wieder wichtige Impulse für verschiedene Musikgenres gegeben.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.02.2013

"Das ist unwürdig"

Vizepräsidentin der Akademie der Künste rügt Berlins Umgang mit Sasha Waltz

Sasha Waltz
Sasha Waltz (dpa / picture alliance / Barbara Gindl)

Weil es am Geld fehlt und an einem festen Spielort, sieht die renommierte Choreografin Sasha Waltz für ihre Compagnie keine Zukunft mehr in Berlin. Verantwortlich dafür sei vor allem die Berliner Kulturpolitik, sagt Nele Hertling, Vizepräsidentin der Akademie der Künste.

Wegen des möglichen Rückzugs der Choreografin Sasha Waltz aus Berlin hat die Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Nele Hertling, die Berliner Kulturpolitik scharf kritisiert. Waltz müsse in der Stadt als Bittstellerin auftreten und habe für große Tanzprojekte noch immer keinen festen Ort. "Das ist unwürdig", sagte Hertling im Interview mit Deutschlandradio Kultur. Dabei sei die Situation lange bekannt, die Politik hätte längst gegensteuern müssen.

Nach dem Scheitern von Gesprächen mit der Kulturverwaltung über Fragen der Finanzierung und des Spielorts hatte Waltz am Dienstag angekündigt, sie wolle sich mit ihrer Compagnie möglicherweise aus Berlin zurückziehen. Ihre Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests sei inzwischen an die Grenze der Belastbarkeit gekommen.

Kritik übte Hertling auch an der möglichen Nachfolgelösung für den scheidenden Intendanten des Berliner Staatsballetts, Vladimir Malakhov. Dieser hatte kürzlich angekündigt, er werde seinen Vertrag nicht über die Spielzeit 2013/2014 hinaus verlängern. Am Donnerstag will sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu dem Thema äußern. Laut Medienberichten ist der spanische Choreograf Nacho Duato ein aussichtsreicher Kandidat für den Posten.

Hertling äußerte sich angesichts dieser Personalie skeptisch. "Das ist für mich keine künstlerische Lösung, mit der Berlin irgendwie Furore machen könnte", sagte sie. Duato allein könne nicht für eine Erneuerung des Balletts stehen.

Hören Sie das vollständige Interview mit Nele Hertling mindestens bis zum 6. Juli 2013 als mp3-Audio.

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