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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 17.06.2012

Boom und Krise

Griechenland verliert Touristen an die Türkei

Von Luise Sammann und Fatih Kanalici

Meer, Sand und Sonne sind für viele Urlauber austauschbar - sie kehren Griechenland den Rücken. (Deutschlandradio - Daniela Kurz)
Meer, Sand und Sonne sind für viele Urlauber austauschbar - sie kehren Griechenland den Rücken. (Deutschlandradio - Daniela Kurz)

Krise hin oder her - wer an Griechenland denkt, der hat schnell auch türkises Meer, weiß-blaue Bungalows und traditionelle Tavernas mit Tintenfischringen und Ouzo vor Augen. Vor allem die griechischen Inseln standen auf der Favoritenliste deutscher Urlauber jahrzehntelang ganz oben. Doch Streiks an griechischen Flughäfen und Fähranlegern, Ausschreitungen bei Demonstrationen und antideutsche Töne in den Medien zeigen ihre Wirkung.

Das griechische Tourismusgeschäft brach im Frühjahr 2012 um etwa die Hälfte ein. Vor allem die großen Städte wie Athen und Thessaloniki, aber auch die zahlreichen Inseln sind betroffen. Gerade die Deutschen sonnen sich in diesem Jahr lieber anderswo und nehmen den krisengeschüttelten Griechen damit nicht selten ihren letzten Strohhalm: das Tourismusgeschäft.

Luise Sammann (Luise Sammann)Luise Sammann (Luise Sammann)Luise Samman: "Wenn Griechenland in den Medien auftaucht, dann geht es ja tatsächlich um nichts anderes als Krise und Krawalle. Und das war schon richtig schockierend auf der Insel Samos zu sehen, wie sehr das den Tourismus und damit die Menschen dort zerstört! Umso krasser ist es dann natürlich, wie gleich gegenüber, in der Türkei, alles boomt."

Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat

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