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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 24.11.2010

"Bon Appetit"

Kulinarische Komödie mit Knisterpotenzial

Gesehen von Hannelore Heider

Nora Tschirner in "Bon Appetit" (2010 Warner Bros. Ent.)
Nora Tschirner in "Bon Appetit" (2010 Warner Bros. Ent.)

Das Kochen ist inzwischen nicht nur im Fernsehen für Zuschauer attraktiv, sondern auch auf der großen Kinoleinwand: In "Bon Appetit" verstrickt sich Nora Tschirner als Sommelière in einem Schweizer Nobelrestaurant in ein pikantes Beziehungsgeflecht.

Dass Kochen nicht nur auf der kleinen Mattscheibe im Fernsehen für Zuschauer attraktiv ist, sondern längst auch auf der großen Kinoleinwand, bewies der Erfolg von "Bella Martha", dessen Zauber sich auch Hollywood mit einer nur halb so gelungenen Neuverfilmung hingab. "Bon Appetit" mischt nun dieselben Zutaten zusammen, wenn auch nicht ganz so üppig wie in "Bella Martha", und das zielt nicht nur auf die beiden Hauptdarstellerinnen Martina Gedeck und Nora Tschirner.

Nora Tschirner spielt Hanna und sie kocht auch nicht, sondern ist Sommelière in einem Schweizer Nobelrestaurant, dessen verheirateter Chef (Herbert Knaupt) sie sich auch noch als Geliebte hält.

Es geht also eigentlich wieder einmal um eine attraktive Kulisse für Liebesbeziehungen, die im Stress aber auch im appetitlichen Geruch einer Sterneküche besonders hoch kochen. Doch man muss gerecht sein – der dritte im Bunde, der spanische Koch Daniel (Unax Ugalde) will wirklich die Welt der Spitzenköche erobern, und wenn einem beim Zusehen wirklich mal das Wasser im Munde zusammen läuft, dann hat man das seinen fantasievollen Kreationen zu verdanken. Daniel möchte mit Hanna ein Paar sein und wird doch von ihrem Geliebten und beider Chef hofiert, was zu Konflikten führt.

Wie aus einer Freundschaft mit Knisterpotenzial Liebe wird, in dem sich zwei Menschen um die Probleme des anderen kümmern, darum geht es hier. Mit zwei sympathischen und glaubwürdigen Hauptdarstellern wird anekdotisch erzählt, wie sich die Protagonisten zwischen Ehrgeiz, Karriere und Herzenswünschen aufreiben.

Das ist nicht sonderlich aufregend, aber angenehm anzusehen, was an den attraktiven Originalschauplätzen Bilbao, Zürich und München liegt, besonders aber an der für deutsche Zuschauer überraschenden Entdeckung des spanischen Shootingstars Unax Ugalde und einer die ernsthafte junge Frau glaubwürdig spielenden Nora Tschirner.

Deutschland, Spanien, Schweiz 2010; Regie: David Pinillos; Hauptdarsteller: Nora Tschirner, Unax Ugalde, Giulio Beruti, Herbert Knaup; Länge: 97 Minuten; FSK: ab 6

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