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Feature / Archiv | Beitrag vom 23.06.2012

Blutschlamm

Die Flutkatastrophe im westungarischen Kolontár

Von Christian Lerch

Ein verendeter Hund im Giftschlamm von Kolontar in Ungarn, drei Tage, nachdem im nahen Ajka der Damm einer Aluminiumhütte gebrochen war.
Ein verendeter Hund im Giftschlamm von Kolontar in Ungarn, drei Tage, nachdem im nahen Ajka der Damm einer Aluminiumhütte gebrochen war. (AP)

Am 4. Oktober 2010 bricht der Damm des Auffangbeckens einer Aluminiumhütte im westungarischen Kolontár. Binnen weniger Minuten ergießen sich unter lautem Getöse über 800.000 Kubikmeter hochgiftigen Schlamms über Dörfer und Felder.

Die Medien veröffentlichen apokalyptische Bilder des roten, hochtoxischen Schlicks, wie er sich durch die Gegend frisst. Doch das Medieninteresse lässt nach, die ungarische Regierung scheint überfordert, die Prozesse um Entschädigungen dauern monatelang an.

Im Oktober 2011 konnte der Autor in Ungarn beobachten, wie die Folgen noch immer das Leben der Bewohner prägen.


Regie: der Autor
Mit: Michael Dangl, Isabella Fritdum, Nikolaus Kinsky, Michael Köppel, Hans Piesbergen, Elisa Seydel, Barbara Sotelsek
Ton: Elmar Peinelt
Produktion: ORF/SWR 2011
Länge: 53‘46


Christian Lerch, geboren 1978 in Bregenz. 2008 Åke-Blomstroem-Award der EBU. 2010 2. Platz FEATUREPREIS der Stiftung Basel. Lebt als Feature-Autor in Wien. Demnächst: 'Viva la muerte! Mexicos tödliche Musik' (WDR/ORF 2012).