Freitag, 22. August 2014MESZ04:01 Uhr

Feature

UrsendungDas Menopausending
Blick auf ein Feld mit Johanniskraut am 15.07.2010 nahe dem thüringischen Ort Löbichau.

Die Menopause ist Gegenstand der neoliberalen Selbstoptimierung geworden. Durch den medizinischen Diskurs geistert sie als Risiko, das die menopausale Frau managen soll.Mehr

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Hörspiel

Das rote Gras
Kathrin Angerer hält am 20.01.2014 in Berlin zu der Verleihung des Kulturpreises der Boulevardzeitung BZ die Laudatio auf Frank Castorf. Mit der Bronze-Figur werden traditionell deutsche und internationale Persönlichkeiten ausgezeichnet, die zur kulturellen und künstlerischen Vielfalt in Berlin beitragen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Saphir Lazuli lebt mit Folavril zusammen, der Ingenieur Wolf mit Lil. Das Gras ist rot, und die Liebe kompliziert, denn immer sind störende Gäste dabei. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 23.06.2012

Blutschlamm

Die Flutkatastrophe im westungarischen Kolontár

Von Christian Lerch

Ein verendeter Hund im Giftschlamm von Kolontar in Ungarn, drei Tage, nachdem im nahen Ajka der Damm einer Aluminiumhütte gebrochen war.
Ein verendeter Hund im Giftschlamm von Kolontar in Ungarn, drei Tage, nachdem im nahen Ajka der Damm einer Aluminiumhütte gebrochen war. (AP)

Am 4. Oktober 2010 bricht der Damm des Auffangbeckens einer Aluminiumhütte im westungarischen Kolontár. Binnen weniger Minuten ergießen sich unter lautem Getöse über 800.000 Kubikmeter hochgiftigen Schlamms über Dörfer und Felder.

Die Medien veröffentlichen apokalyptische Bilder des roten, hochtoxischen Schlicks, wie er sich durch die Gegend frisst. Doch das Medieninteresse lässt nach, die ungarische Regierung scheint überfordert, die Prozesse um Entschädigungen dauern monatelang an.

Im Oktober 2011 konnte der Autor in Ungarn beobachten, wie die Folgen noch immer das Leben der Bewohner prägen.


Regie: der Autor
Mit: Michael Dangl, Isabella Fritdum, Nikolaus Kinsky, Michael Köppel, Hans Piesbergen, Elisa Seydel, Barbara Sotelsek
Ton: Elmar Peinelt
Produktion: ORF/SWR 2011
Länge: 53‘46


Christian Lerch, geboren 1978 in Bregenz. 2008 Åke-Blomstroem-Award der EBU. 2010 2. Platz FEATUREPREIS der Stiftung Basel. Lebt als Feature-Autor in Wien. Demnächst: 'Viva la muerte! Mexicos tödliche Musik' (WDR/ORF 2012).