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Interview / Archiv | Beitrag vom 02.01.2015

BildungWarum alle Kinder Programmieren lernen sollten

Hendrik Speck im Gespräch mit Sonja Gerth

Schulkinder beim Informatikunterricht (Imago)
Jung und wissbegierig: Grundschüler gehen spielerisch an Lerninhalte heran. (Imago)

Schon in der Grundschule sollte Kinder Kenntnisse im Programmieren erwerben, fordert die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost. Der Medienwissenschaftler Hendrik Speck hält den Vorschlag für richtig - und ihr junges Alter könne den Schülern dabei sogar helfen.

Wie arbeitet eine Suchmaschine? Wie funktionieren Algorithmen? Was passiert mit meinen Daten im Netz? Mit diesen und ähnlichen Fragen sollten sich Kinder schon in der Grundschule beschäftigen, fordert Hendrik Speck, Professor für digitale Medien an der FH Kaiserslautern.

In unserer Gesellschaft gebe es einen grundsätzlichen Wandel "zu mehr und mehr Informationstechnologien, die sich durch unser tägliches Leben ziehen", sagte er im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Die notwendigen Kompetenzen dafür sollten Kinder möglichst frühzeitig erwerben. "Dafür spricht, dass sie sich diesen Medien in dem Alter noch spielerisch und ohne Berührungsängste nähern können", sagte Speck.

"Nicht nur marktgerechtes Wissen vermitteln"

Zuvor hatte die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost (SPD), die Vermittlung von Programmierkenntnissen bereits im Grundschulalter gefordert. Andernfalls drohten die deutschen Schüler international ins Hintertreffen zu geraten.

Medienwissenschaftler Speck hält den Vorschlag im Grundsatz für richtig. Allerdings dürfe die Vermittlung entsprechender Kenntnisse nicht auf Kosten anderer Fächer erfolgen. Außerdem dürfe es nicht das Ziel sein, "nur marktgerechtes Wissen zu vermitteln, da muss es eine Balance geben".

Mehr zum Thema:

Vergleichstest - Tschechische Schüler können am besten mit Computern umgehen
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 02.12.2014)

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