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Thema / Archiv | Beitrag vom 23.03.2011

"Bankrott-Erklärung der westlichen Politik"

Jürgen Todenhöfer über die Bombardements in Libyen

Buchautor Jürgen Todenhöfer (picture alliance / ZB)
Buchautor Jürgen Todenhöfer (picture alliance / ZB)

Der Autor und frühere CDU-Abgeordnete Jürgen Todenhöfer ist froh, dass sich Deutschland nicht an den Militärschlägen gegen Libyen beteiligt.

Der Autor Jürgen Todenhöfer hat von der internationalen Politik gefordert, in Libyen "auch die allerletzte Chance der Diplomatie" zu nutzen. Die Diplomaten sollten Gaddafi klar machen, dass das Spiel aus sei, sagte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete, der gerade aus Libyen zurückgekehrt ist, im Deutschlandradio Kultur.

Todenhöher sagte weiter, er sei froh, dass sich Deutschland an den internationalen Militärschlägen gegen das Gaddafi-Regime nicht beteilige: "Dieses Bombenwerfen, dass das die einzige Option sein soll, ist ja eine Bankrott-Erklärung der westlichen Politik." Es bedrücke ihn, wenn nun die gleichen Politiker, die Militärschläge gegen Gaddafi führten, noch vor wenigen Monaten mit ihm "getafelt" hätten. Todenhöfer sprach sich stattdessen dafür aus, den Aufständischen Verteidigungswaffen zur Verfügung zu stellen.

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Jürgen Todenhöfer mindestens bis zum 23. August 2011 als mp3-Audio.

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