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Kulturnachrichten

Mittwoch, 9. April 2014

Staatsanwaltschaft hebt Beschlagnahme der Gurlitt-Sammlung auf

Cornelius Gurlitt bekommt seine Kunstsammlung zurück.

Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat die Beschlagnahme der Gemälde aufgehoben. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens hätten sich neue Erkenntnisse ergeben, teilte die Behörde mit. Die rechtliche Situation sei neu bewertet worden. Das Ermittlungsverfahren selbst sei jedoch noch nicht beendet, hieß es weiter. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende Februar 2012 insgesamt 1.280 Bilder aus der Wohnung des heute 81-Jährigen beschlagnahmt. Mehrere hundert stehen im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein.

Anfang der Woche hat Gurlitt einen Vertrag mit der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern unterzeichnet. Darin erklärte er sich bereit, seine Sammlung von Experten untersuchen zu lassen und unter Raubkunstverdacht stehende Werke gegebenenfalls zurückzugeben.

Tina Hassel wird neue Chefin des ARD-Hauptstadtstudios

Erstmals seit 1963 wird eine Frau das Hauptstadtstudio der ARD leiten.

Tina Hassel soll im Juni 2015 als Nachfolgerin von Ulrich Deppendorf die Leitung des Berliner Studios übernehmen. Das teilte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor zum Abschluss der Intendantensitzung in München mit. Er hob Hassels Auslandserfahrung und ihre Führungsqualitäten hervor. Seit 2012 ist die Journalistin Chefin des ARD-Studios in Washington.

Die ARD hat außerdem beschlossen, dass NDR-Intendant Marmor auch 2015 Vorsitzender bleiben, also drei statt wie üblich zwei Jahre lang amtieren soll. 2016 übernimmt dann die MDR-Intendantin Karola Wille das Amt.

Intendant der Oper Halle tritt aus Protest gegen Kürzungen zurück

Dieser Rücktritt ist als Protest gedacht.

Der Intendant der Oper Halle, Axel Köhler, gibt sein Amt auf. In einem Brief an Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand schreibt er, die geplanten Strukturanpassungen und Stellenstreichungen könne er nicht mittragen. Die Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt für die Oper sind in diesem Jahr von bislang 12 auf 9 Millionen Euro gesenkt worden.

Wiener Burgtheater schreibt Intendantenposten aus

Intendant mit Sinn für Sparsamkeit gesucht:

Das Burgtheater in Wien schreibt den Posten des künstlerischen Geschäftsführers neu aus. Die Ausschreibung soll morgen in mehreren österreichischen und internationalen Zeitungen erscheinen. Darin wird ein "auch die wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigendes künstlerisches Konzept" als Anforderung genannt. Der bisherige Intendant der "Burg", Matthias Hartmann, war vor etwa einem Monat fristlos entlassen worden. Er wird für den Finanzskandal an der renommierten Bühne mitverantwortlich gemacht.

Birgit-Nilsson-Preis geht an die Wiener Philharmoniker

Mit einer Million Dollar ist der Birgit-Nilsson-Preis eine der höchstdotierten Auszeichnungen in der klassischen Musik.

In diesem Jahr geht er an die Wiener Philharmoniker. Das Orchester werde für seine außerordentlichen Leistungen im Opern- und Konzertbereich und für seinen enormen internationalen Einfluss auf die Klassikwelt ausgezeichnet, teilte die Stockholmer Stiftung mit, die wie der Preis nach der 2005 verstorbenen Opernsängerin Birgit Nilsson benannt ist. Verliehen wird die Auszeichnung im Oktober in der schwedischen Hauptstadt. Frühere Preisträger waren der Dirigent Riccardo Muti und der Tenor Plácido Domingo.

Mitarbeiter von Al-Dschasira in Ägypten festgenommen

Die ägyptischen Behörden gehen weiter gegen Mitarbeiter des Fernsehsenders Al-Dschasira vor.

Wie die Tageszeitung "Al-Shorouk" in ihrer Internetausgabe meldet, hat die Polizei in einem Postamt in Suez den Journalisten Abderrahman Schahin festgenommen. Er werde beschuldigt, an gewaltsamen Protesten teilgenommen zu haben. Schahin hat auch für die Zeitung der Partei der Muslimbruderschaft gearbeitet. Sie wird von den Behörden in Ägypten mittlerweile als Terrororganisation eingestuft.

Morgen wird in Kairo der Prozess gegen drei Mitarbeiter von Al-Dschasira International fortgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, absichtlich falsche Informationen verbreitet und die Muslimbruderschaft unterstützt zu haben.

3.300 Jahre alter ägyptischer Sarkophag in Israel entdeckt

Er wurde bei Bauarbeiten für eine Gas-Pipeline im Norden Israels entdeckt -

ein gut 3.000 Jahre alter Sarkophag im ägyptischen Stil. Wie die israelische Altertumsbehörde mitteilte, handelt es sich um einen zylinderförmigen Tonsarg mit dem Relief eines Menschen. Darin habe man ein menschliches Skelett und mehrere Grabbeigaben aus Keramik und Bronze gefunden, unter anderem einen Dolch und einen Siegelring. Archäologen gehen davon aus, dass es sich bei dem Bestatteten um einen Bewohner Kanaans handelt, der für die ägyptische Regierung gearbeitet haben könnte. Damit belege der Fund die Vorherrschaft Ägyptens in der Region in der späten Bronzezeit, hieß es.

Priesterkandidaten in Süditalien müssen Mafia-Kurse besuchen

Keine zwei Wochen ist es her, dass Papst Franziskus die Mafia mit deutlichen Worten angegriffen hat.

In Kalabrien im Süden Italiens müssen sich jetzt auch schon angehende Priester mit der Verbrecherorganisation auseinandersetzen. Wie die Italienische Bischofskonferenz mitteilte, soll ein spezieller Ausbildungskurs "Kirche und 'Ndrangheta" eingerichtet werden. Zudem arbeite man an einem pastoralen Konzept gegen das organisierte Verbrechen, hieß es. Die 'Ndrangheta, die kalabrische Mafia, gilt mittlerweile als einflussreichste Verbrecherorganisation Italiens.

Galerist und Trainer Ben Kaufmann über Ästhetik im Fußball

"Die Verschiebung eines Viererriegels im Raum kann formvollendeter Fußball sein."

Das sagt der Galerist, Kunsthändler und Fußballtrainer Ben Kaufmann. Im "Spiegel Online"-Interview betont er, Ästhetik liege in der Wahrnehmung des Betrachters, also des Zuschauers. Und der liebe vor allem das offensive, spektakuläre Fußballspiel nach vorne. Doch das Hässliche sei ein ebenso wichtiger Bestandteil, meint Kaufmann. So habe sich Manchester United im Champions-League-Hinspiel gegen Bayern München vor dem eigenen Strafraum erfolgreich zur "geballten Faust" formiert. Für den Experten steht aber auch fest: Das Empfinden von Schönheit im Fußball ist eng mit Erfolg verknüpft. Heute Abend findet das Rückspiel der Bayern gegen Manchester statt.

Skulptur von Richard Serra in der Wüste von Katar eingeweiht

Eine riesige Skulptur aus Stahl mitten in der Wüste.

Im Emirat Katar ist ein Kunstwerk des amerikanischen Bildhauers Richard Serra enthüllt worden. In Auftrag gegeben hat das Werk Scheicha al-Majassa, die Schwester des Emirs und einflussreiche Leiterin der Museumsbehörde. Serra sagte, er habe zusammen mit einem Beduinen mehrere mögliche Standorte für seine Skulptur in der Wüste besichtigt und sich dann für den Ort etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt Doha entschieden.

Die Skulptur mit dem Titel "East-West/West-East" besteht aus vier bis zu 17 Meter hohen Stahlplatten, die symbolisch die Meere im Osten und Westen der Wüstengegend verbinden sollen, wie der Künstler erläuterte.

Studie: Durchschnittlich fast fünf Bibeln in jedem US-Haushalt

In den USA finden sich in jedem Haushalt im Schnitt fast fünf Bibeln.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der amerikanischen Bibel-Gesellschaft. Knapp die Hälfte der gut 2.000 Befragten gab allerdings an, das Buch höchstens einmal im Jahr aufzuschlagen. 15 Prozent lesen täglich in der Bibel, 13 Prozent mehrmals in der Woche. Knapp ein Viertel der Befragten erklärte, die Texte des Alten und Neuen Testaments wörtlich zu nehmen.

F.A.Z: Grimme-Institut droht Unabhängigkeit zu verlieren

Wird das Grimme-Insitut bei der Preisvergabe eigenständig bleiben oder seine Unabhängigkeit verlieren?

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, ist unter Geheimhaltung ein Vertrag ausgehandelt worden, der eine Zusammenarbeit des Grimme-Instituts mit der Landesanstalt für Medien regeln könnte - vorausgesetzt die Aufsichtsgremien beider Institutionen würden dem Vertrag noch zustimmen. Sollte dies eintreten, hätte die Landesmedienanstalt das Recht, geeignete Personen für die Nomminierungskommission des Grimme-Preise und des Grimme Online Awards vorzuschlagen. Der F.A.Z. zufolge hätte die Landesmedienanstalt guten Grund, auf diesen Bereich Einfluss zu nehmen - immerhin unterstützt sie das finanziell klamme Grimme-Institut jährlich mit gut 850.000 Euro.

Datenschutzverein "digitalcourage": EuGH-Urteil gegen Vorratsdatenspeicherung ist großer Erfolg

Das Urteil ist ein Riesenerfolg für die Zivilgesellschaft.

Das sagte Rena Tangens vom Datenschutzverein "digitalcourage" nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung. Mit der Entscheidung des Gerichts sei deutlich geworden, dass eine anlasslose allgemeine Speicherung der Daten ohne gezielte Ermittlung nicht mit den Grundrechten vereinbar sei. Während der Anhörung habe zudem kein europäisches Land belegen können, dass mit den gesammelten Informationen eine Straftat oder ein terroristischer Anschlag hätte verhindert werden können.

Tangers betonte, der Richterspruch sei auch wegweisend für die Bundesregierung. Sie müsse sich an europäisches Recht halten.

Ayaan Hirsi Ali erhält doch nicht Ehrendoktorwürde der Brandeis University

Die Brandeis University hat dem Druck der muslimischen Studenten nachgegeben.

Die US-Hochschule bei Boston verleiht der niederländischen Frauenrechtlerin und Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali nun doch nicht die Ehrendoktorwürde. Ihre Äußerungen über den Islam seien nicht vereinbar mit den Grundwerten der Universität, heiß es in einer Erklärung. Zuvor hatten vor allem muslimische Studenten, aber auch 85 der 350 Fakultätsmitglieder gegen die geplante Verleihung des Ehrentitels protestiert. Dieser dürfe nicht an jemanden gehen, der die Islamophobie befördere, sagte eine Sprecherin der muslimischen Studentengemeinde in den USA. Ayyan Hirsi Ali stammt aus Somali und kritisiert die Unterdrückung der Frauen und das Ritual der Genitalverstümmelungen in manchen islamischen Staaten.

NRW verdoppelt Zuschuss für Jüdisches Museum in Köln

Das Land Nordrhein-Wesfalen verdoppelt seinen Zuschuss für das geplante Jüdische Museum in Köln.

Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters teilte mit, er sei rundum glücklich über die Zusage. Den Eigenanteil der Stadt bezifferte er auf rund 30 Millionen Euro. Das Museum soll auf dem Rathausplatz entstehen. Dort hatten Archäologen 2007 das mittelalterliche Judenviertel Kölns entdeckt, mit Ruinen der Synagoge, eines Krankenhauses und einer Bäckerei. Außerdem wurden zahlreiche Artefakte gefunden. Das Museum wird vom Landschaftsverband Rheinland betrieben.

Norwegen: Großrazzia bei Verlagen

Kritiker in Norwegen sprechen von einer "Buchmafia".

Gemeint ist damit, dass sich vier Verlage einen Großteil des gesamten Buch- und Zeitschriftenmarkts mitsamt Vertrieb untereinander aufteilen. Dagegen geht jetzt das Kartellamt in Oslo vor und hat eine Razzia gegen die vier Häuser durchgeführt. Karin Stakkestad Laastad, juristische Direktorin der Wettbewerbsbehörde, erklärte, man gehe dem Vorwurf nach, die Unternehmen hätten ihre Marktposition genutzt, um Konkurrenzprodukte von Verkaufsstellen fernzuhalten. Außerdem bestehe der Verdacht einer Kartellbildung inklusive Preisabsprachen.

Der Autor und Literaturkritiker Vidar Kvalshaug lobte die Aktion. Arve Juritzen, Leiter eines kleineren Verlages, ergänzte, es sei ein täglicher Kampf, um auf dem Markt einen Fuß auf den Boden zu bekommen.

Die Verlage selbst bestätigten die Razzien, gaben aber keine weiteren Kommentare ab.

Kubanischer Anwalt rügt Darstellung von Kuba in westlichen Medien

Der kubanische Anwalt Rene Gomez beklagt ein falsches Bild des Karibikstaates in den westlichen Medien.

Gomez sagte der Katholischen Nachrichtenagentur, viele Journalisten hätten viel Sympathie für Kuba. Die Diktatur erscheine allenfalls als "Schönheitsfehler". Zugleich kritisierte westliche Politiker, vor allem aus dem linken Lager. Sie wetterten einerseits gegen Rassismus, Ungleichheit und Diskriminierung in ihren eigenen Ländern. Andererseits bejubelten sie die vermeintlichen Vorteile der kubanischen Diktatur ungeprüft als soziale Errungenschaften.
Unverständlich sei Gomez auch, warum das Konterfei des früheren kubanischen Zentralbankchefs Ernesto "Che" Guevara in Jugendclus oder Schulen hänge. Guevara sei in Wahrheit ein brutaler Machtmensch mit stalinistischen Attitüden gewesen - aber das scheine in Europa kaum jemanden zu interessieren.

Hongkong: Gemälde nach Auktion verschwunden

Erst wurde das Gemälde für umgerechnet 2,7 Millionen Euro versteigert - dann landete es womöglich auf dem Müll.

Wie die Zeitung "South China Morning Post" berichtet, ist das Bild "Verschneiter Berg" des Chinesen Cui Ruzhuo nach einer Auktion in Hongkong abhanden gekommen. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera legten nahe, dass Reinigungskräfte das Gemälde unbeabsichtigt entsorgt hätten, schreibt das Blatt. Die Polizei schließe aber auch einen Diebstahl nicht aus. Wo das wertvolle Bild abgeblieben ist, ist nicht bekannt.

Britische Kulturministerin tritt wegen Spesenaffäre zurück

Die britische Kulturministerin Maria Miller ist wegen einer seit Tagen schwelenden Spesenaffäre zurückgetreten.

In einem Brief an Premierminister David Cameron erklärte sie, die gegenwärtige Situation lenke zu sehr von der Arbeit der Regierung ab. Die konservative Politikerin stand wegen hoher Spesenausgaben auch in ihrer eigenen Partei zunehmend unter Druck. Eine unabhängige Kommission hatte festgestellt, dass Miller umgerechnet 54.600 Euro zurückzahlen muss, die sie für eine Zweitwohnung ihrer Eltern erhalten hat. Mehr als 140.000 Menschen unterzeichneten eine Onlinepetition, in der Miller aufgefordert wurde, ihren Ministerposten aufzugeben oder das Geld zu zurückzuzahlen.

In der vergangenen Woche hatte sie sich im Parlament für ihr Verhalten in der Affäre entschuldigt.

Holocaust-Gedenken: Buenos Aires baut Mahnmal

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires soll ein Mahnmal an den Holocaust erinnern.

Die Regierung hat den Bau jetzt in Auftrag gegeben. Das Denkmal soll innerhalb der nächsten acht Monate fertig sein. Eigentlich war schon vor fast 30 Jahren beschlossen worden, dass es ein Holocaust-Mahnmal geben soll, der Bau hatte sich aber immer wieder verzögert. In Argentinien leben eine Viertelmillion Juden. Die jüdische Gemeinde in Buenos Aires ist die größte außerhalb von Israel nach New York. Nach Argentinien sind allerdings nicht nur Juden ausgewandert - auch viele Nationalsozialisten flohen dorthin, um nicht bestraft zu werden.

Proteste gegen Bau von Nazi-Besatzungsdenkmal in Budapest

Die Pläne sind umstritten.

In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben mehrere hundert Menschen gegen den Bau eines Denkmals protestiert, das an die deutsche Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg erinnern soll. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, versammelten sich die Demonstranten vor der Baustelle und rissen den Zaun ein. Einige Protestierende waren mit gelben Sternen erschienen. Über die Medien waren Pläne zum Denkmal durchgesickert. Demnach soll im Zentrum ein Reichsadler stehen, der einen Engel angreift. Dieser wiederum solle Ungarn verkörpern. Historiker und jüdische Verbände wehren sich seit längerem gegen die Geschichtsdeutung eines unschuldigen Ungarns. Ihrer Ansicht nach ist das Land mit für den Holocaust verantwortlich.

Frankreich: Hauptfernsehnachrichten wegen Demo im Studio abgebrochen

Die Hauptnachrichtensendung des französischen Fernsehsenders France 2 "JT20" hat gestern Abend ein vorzeitiges Ende gefunden.

Etwa 20 bis 30 Demonstranten gelangten ins Studio und protestierten gegen eine Regierungsentscheidung zur Neuberechnung der Arbeitslosenversicherung. Es sei unmöglich gewesen, die Sendung fortzusetzen, sagte ein Verantwortlicher des öffentlich-rechtlichen Senders der Nachrichtenagentur AFP. Man habe versucht, mit den Demonstranten zu diskutieren, sie seien jedoch erst nach etwa zehn Minuten wieder gegangen.

Iran will weniger Frauen zum Medizinstudium zulassen

Der Iran will weniger Frauen für ein Medizinstudium zulassen.

Der Grund dafür ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mangel an männlichen Ärzten. Mittlerweile seien fast 70 Prozent der Medizinstudenten Frauen, sagte der stellvertretende Ressortchef Amir Hussein Siaei der Tageszeitung "Schargh". Das Land brauche aber auch Ärzte in Dörfern, wo keine Frauen arbeiten würden. Daher müsse das System geändert werden.

Frauen stellen inzwischen über 60 Prozent aller Studierenden im Iran. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass sie an mindestens 36 Universitäten und in über 75 Fächern, insbesondere Ingenieurfächern, nicht mehr studieren dürfen.

Online-Magazin "Eutopia" will europäische Fragen diskutieren

"Eutopia" - so heißt ein Online-Magazin, das ab heute in mehrere Sprachen erscheint.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, soll es sich gesamteuropäischen Fragen widmen und als ein kontinentales Forum für Intellektuelle fungieren. Vier Verlagshäuser wollen dafür miteinander kooperieren, darunter der Fischer-Verlag aus Deutschland. Für die erste Ausgabe ist den Angaben zufolge unter anderem ein Essay des britischen Ökonomen Paul Collier angekündigt, in dem es um Immigration in Europa geht. Das Magazin soll einmal im Monat erscheinen, jeweils an einem Mittwoch.

Hollywood-Studios verklagen "Megaupload"-Gründer auf Schadenersatz

Der Schaden soll mehr als 350 Millionen Euro betragen.

Viel zu hoch, finden sechs große Hollywood-Studios. Gemeinsam haben sie deswegen Klage gegen den Gründer der ehemaligen Internetplattform "Megaupload", Kim Dotcom, bei einem Bundesgericht in Virginia eingereicht. Wie der US-Branchenverband MPAA mitteilte, werfen sie ihm massive Urheberrechtsverletzungen vor. Die Plattform habe ihren Nutzern die Möglichkeit geboten, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dabei habe sie sich als "illegale Drehscheibe für die Massenverbreitung" von Musik, Filmen und Software entwickelt. Dotcom hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Brandenburg: Museumseröffnung für Passionsdarstellungen verschiebt sich wegen Bergrutsch

Eigentlich sollte das Museum für Passionsdarstellungen schon in diesem Jahr eröffnet werden.

Aber der Neubau im brandenburgischen Neuzell zieht sich noch einige Monate hin. Der Kulturmanager der Stiftung Stift Neuzell, Walter Ederer, sagte, das Museum solle in einem Berg entstehen. Bei den Bauarbeiten habe es allerdings einen Erdrutsch gegeben. In dem Museum sollen voraussichtlich vom nächsten Frühjahr an katholische Passionsdarstellungen gezeigt werden, wie sie im 16. Jahrhundert vor allem in Süddeutschland zu Ostern üblich waren - dazu zählen bis zu sieben Meter hohe Figuren, Figurengruppen und Kulissen.

Tunesien ruft zu Spenden für "Star Wars"-Filmset auf

Der Wüstenort Ong Jmel ist "Star Wars"-Fans besser unter dem Namen Mos Espa bekannt.

Dort wurden Szenen der "Episode 1" gedreht, die in der Heimat der Hauptfigur Anakin Skywalker spielen. Der Ort befindet sich im Süden Tunesiens - noch. Das nordafrikanische Land hat zu einer Spendenkampagne aufgerufen, um ihn und die Filmkulisse zu retten. Mos Espa liege in einer Region, in der der Wind Sanddünen rund 15 Meter pro Jahr fortbewege, heißt es von den Initiatoren. Eine Düne habe bereits zehn Prozent des Ortes unter sich begraben. Insgesamt brauche man umgerechnet mehr als 130.000 Euro, um ihn zu retten. Die tunesische Regierung hat ebenfalls Finanzhilfen zur Verfügung gestellt.

Komatrinken: Songs mit Alkoholmarken fördern offenbar Alkoholkonsum

Wenn Musiker in ihren Songs über Freunde wie Johnny Walker oder Jack Daniels singen, dann lässt das junge Menschen offenbar zu mehr Alkohol greifen.

Forscher aus den USA kommen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Songtexten und Fällen von Komatrinken gibt. In ihrer Untersuchung haben sie 2.500 Menschen im Alter zwischen 15 und 23 Jahren zu ihren Trinkgewohnheiten befragt. Davon hatten knapp 60 Prozent der Befragten schon einmal einen Vollrausch. Viele von ihnen konnten sich den Ergebnissen zufolge auch gut an Alkohol aus Songtexten erinnern. Nach Meinung der Forscher sollten weniger Alkoholmarken in Liedern genannt werden, um junge Menschen vom Trinken abzuhalten.

Die Wissenschaftler sehen in jeder Whiskymarke in einem Popsong Werbung für Alkohol, ob sie vom Hersteller bezahlt ist oder nicht. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Clinical & Experimental Research veröffentlicht.

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April 2014
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Fazit

KulturpolitikDrama um das Theater in Augsburg
Das Stadttheater in Augsburg (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Das Augsburger Theater muss Mitte Juni schließen wegen Sanierungsmaßnahmen. Das Theater ist geschockt, denn die Schließung wurde erst am Wochenende kurzfristig bekannt gegeben. Zugleich kämpft es gegen ein Volksbegehren, das die Sanierung stoppen will.Mehr

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