Montag, 20. Oktober 2014MESZ06:30 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Jede neue App macht ein bisschen unfreier"
Der Programmierer, Künstler und Schriftsteller Jaron Lanier

Die Feuilletons lobten Jaron Lanier, den amerikanischen Informatiker, der den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten hat. Die "FAZ" unterstrich, dass Lanier für freie Sicht auf die Sozialstrukturen hochentwickelter Gesellschaften sorgt - der Kulturpresseschau-Wochenrückblick.Mehr

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Fazit

BühneNummerngirls im Opernhaus
Ein Bühnenbild aus dem Stück "Verlobung im Traum" von Hans Krása während einer Probe im Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Bekannt ist Hans Krása für seine Kinderoper "Brundibár", die im KZ Theresienstadt aufgeführt wurde. Seine Oper "Verlobung im Traum" hat nun das Staatstheater Karlsruhe inszeniert: pointiert, voll Wärme – und mit Varieté-Flair.Mehr

TheaterZufluchtsort Küche
Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin Sibylle Berg im Haus der Berliner Festspiele in Berlin bei dem Auftakt der Veranstaltung "Ein Tag mit ... Sibylle Berg und Freunden".

Der Job bedroht, die Ehe-Frau gelangweilt, der Sohn in der Pubertät: Im neuen Bühnentext von Sybille Berg flüchtet sich ein IT-Profi in die Kochkunst. Trotz Klischees ein witzig-melancholisches Stück – wenn da nicht die Inszenierung wäre.Mehr

ARD und ZDFJugendkanal kann starten
Schüler schreiben SMS und telefonieren am 22.04.2013 auf einem Schulhof in Braunschweig (Niedersachsen). 

Grünes Licht für den Jugendkanal von ARD und ZDF, allerdings nur im Internet. Das haben die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Konferenz in Potsdam beschlossen. Ein eigenes Angebot in Radio und Fernsehen soll es nicht geben. Doch wie sinnvoll ist das? Und wie erfolgreich kann das sein? Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 13.09.2012

Abschied eines Mobbing-Opfers

Dokumentarfilmer Ulf Eberle über seinen Film "Lucas' letzter Brief"

Große Pause auf einem Schulhof
Große Pause auf einem Schulhof (AP)

Ein 16-jähriger Schüler wird ständig verspottet, bedroht und attackiert. Vor einem misslungenen Selbstmordversuch schreibt er über das Mobbing - später tötet er sich tatsächlich. Ulf Eberle hat für den Dokumentarfilm "Lucas' letzter Brief" Spuren gesucht.

"Er wollte eigentlich ein problemloses Kind sein, ein Kind, das keine Probleme macht, das keine Sorgen macht" - doch Lucas fand keinen Ausweg mehr, sich gegen den Hass zu wehren, der ihm in der Schule entgegenschlug. Seinen Eltern öffnete er sich nur selten, und auf ihrer Seite gab es nur wenig Problembewusstsein. Auch die Schule schien nichts bemerkt zu haben. "Ein großes Klima der Sprachlosigkeit" hat Ulf Eberle an Lucas' ehemaliger Realschule im Kölner Umland entdeckt. Besonders perfide wurde der zwei Meter große, schwere und grobmotorische Junge im Internet gemobbt - nach dem Motto: "Sogar zum Selbstmord bist du zu blöd." Ein Irrtum.

Das vollständige Gespräch mit Ulf Eberle können Sie mindestens bis zum 13. Februar 2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.