Seit 20:03 Uhr Konzert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
 
 

Kompressor | Beitrag vom 21.08.2015

5. Todestag von Christoph SchlingensiefSeine Kunst war einzigartig

Michael Laages im Gespräch mit Timo Grampes

Christoph Schlingensief  (picture alliance / dpa / Foto: Karlheinz Schindler)
Theaterregisseur und Künstler Christoph Schlingensief im Dezember 2009. (picture alliance / dpa / Foto: Karlheinz Schindler)

In den 90ern wurde er mit dem Film "Das deutsche Kettensägenmassaker" bekannt, sein letztes Projekt war das "Operndorf" in Afrika. Vor fünf Jahren starb Regisseur Christoph Schlingensief. Heute werden seine künstlerischen und politischen Interventionen vermisst.

Aber setzen andere Akteure wie das Zentrum für politische Schönheit, Rimini Protokoll, Milo Rau oder Andcompany & Co seine Arbeit nicht fort, gibt es keine Nachfolger? Unser Theaterkritiker Michael Laages sieht keine. 

So habe Christoph Schlingensief für den Zusammenklang der Künste gelebt. "Deswegen hat er, glaube ich, Zum Ende auch nicht ganz ohne Grund sich mit Richard Wagner beschäftigt." Er wollte nichts dem Zufall überlassen. Es werde auch von einem "Gesamtkunstwerk" gesprochen, weil er Autor, Komponist und Einrichter seiner eigenen Produktionen gewesen sei.  

Alle Künste liefen parallel

Sein bunter Lebenslauf hatte ihn zur Musik geführt aber auch zu hochgelehrten Studien an der Düsseldorfer Kunstakademie. All die Künste seien parallel und durcheinander gelaufen bei Schlingensief.

"Und in diesem Parallel und Durcheinander ist etwas entstanden, das tatsächlich, ja, muss man, glaube ich, so sagen, ziemlich einzigartig in der jüngeren deutschen Vergangenheit gewesen und geblieben ist."  

Mehr zum Thema

Schlingensief-Opernprojekt in Burkina Faso - "Das Dorf ist eine Verrücktheit"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 28.12.2014)

Schlingensief-Ausstellung - Erst Trash-Ecke, jetzt Museum
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 29.11.2013)

"Am Samstag ist die Schlingensief-Republik gestorben"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 23.08.2010)

"Am Samstag ist die Schlingensief-Republik gestorben"
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 23.08.2010)

Fazit

Wiesbaden BiennaleWenn Europa fröhlich beerdigt wird
Der niederländische Künstler Dries Verhoeven posiert am 26.07.2016 in Wiesbaden (Hessen) vor der Aussage des Sonderprojekts der Wiesbaden Biennale 2016, "Asyl des müden Europäers", für den Fotografen. Auf der Wiesbadener Biennale (25.08.-04.09.2016) entwerfen internationale Künstlerinnen und Künstler eine utopische Gemeinschaft mit Kunstprojekten an verschiedenen Orten in der Innenstadt. (picture alliance / dpa /  Andreas Arnold)

Installationen, Performances und Projekte: Die neuen Kuratoren der Wiesbaden Biennale haben sich vom bühnenliterarischen Ansatz weit entfernt. Für die hessische Landeshauptstadt ist das neu - überregional betrachtet allerdings wenig überraschend.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur