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Kompressor | Beitrag vom 07.12.2015

300. Demo gegen Stuttgart 21Das Geheimnis der Montagsdemos

Dieter Rink im Gespräch mit Timo Grampes

Stuttgart 21-Gegner demonstrieren in Stuttgart vor einem Bautor, im Hintergrund ist der Südflügel des Hauptbahnhofes zu sehen. (picture alliance / dpa / ranziska Kraufmann)
Stuttgart 21-Gegner demonstrieren in Stuttgart vor einem Bautor, im Hintergrund ist der Südflügel des Hauptbahnhofes zu sehen. (picture alliance / dpa / ranziska Kraufmann)

Die Gegner des Tiefbahnhof-Projekts "Stuttgart 21" trugen ihren Protest immer montags auf die Straße - heute zum 300. Mal. Auch Pegida in Dresden marschiert jeden Montag auf. Der Kulturwissenschaftler Dieter Rink erklärt, wie sich dieser Tag zu einer Art Markenzeichen für Unmut und Widerstand entwickelte.

Zum 300. Mal gehen am heutigen Montag in der baden-württembergischen Stadt Gegner des Tiefbahnhof-Projekts "Stuttgart 21" auf die Straße. In Dresden marschieren gleichzeitig Pegida-Anhänger auf. Man könnte sagen: Der Montag ist der Sonntag des deutschen Protestkalenders, der Tag, der für Unmutsbekundungen und Widerstandsäußerungen aus der Bevölkerung wie eine Art Markenzeichen funktioniert.

Die Ursprünge der Montagsdemo liegen in Leipzig im Herbst 1989. Der Leipziger Kulturwissenschaftler Dieter Rink erklärt im Interview Vor- und Nachteile der Montagsdemo und wie dieses Modell zu einem Paradigma werden konnte. 

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