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Neonlicht

MetropolenphänomeneWeitermachen
Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010).

Das Neonlicht braust mit einem Motogirl durchs Verkehrschaos von Sao Paulo, probiert jüdische Speisen in der Gourmet-Version in New York und spürt der Faszination Zauberwürfel nach.Mehr

StadtalltagBesser leben geht immer
Blick am 03.08.2007 von der Wettsteibrücke über den Rhein auf den Baseler Stadtteil Grossbasel mit dem Münster der Stadt.

In New York greift fast niemand mehr zum Joint – Marihuana wird stattdessen lungenschonend gevaped mit teuren Luxusverdampfern. Während man in Basel die Pause im Rhein verbringt, greift der Berliner zunehmend zum kalorienarmen Onigiri statt zur Currywurst. Mehr

Boring ConferenceDie Kunst der Langeweile
Ein müder Student gähnt

Die passende Geisteshaltung zum Sommer kommt aus Großbritannien. Denn wo alle busy sind, ist für Hipster nichts attraktiver als Langeweile. Ein Niederländer hat leuchtende Autobahnen entwickelt. Und: Welches Selfie wird auch wirklich ein Hit? Mehr

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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 22.04.2011

Zwischen Stau und Überholspur

Über Mobilität in der Großstadt

Moderation: Katja Bigalke

Stau in der Stadt
Stau in der Stadt (AP)

Das Neonlicht widmet sich heute dem großen Thema: Stadt und Mobilität. Zwar stehen in immer mehr Städten immer mehr Menschen immer länger im Stau. Aber eigentlich gibt es keinen größeren Gegensatz zur Stadt als den Stillstand. Nur durch den Fluss, durch die Bewegung von Menschen und Gütern existiert Leben in Städten. Deshalb fragen wir hier heute. Wie bewegt man sich eigentlich in den urbanen Zentren dieser Welt? Welche Lösungswege führen aus dem Stau?

Der Boulevard, der teiltVon Annett Müller
Seit der Wende ist die Zahl der Fahrzeuge in Bukarest auf mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge gestiegen, zuvor waren es nur ein Sechstel so viele. Staus stehen auf der Tagesordnung - vor allem in der Innenstadt. Dort soll eine millionenteure, mehrspurige Straße nun das Verkehrsproblem lösen. Über 70 Häuser, teilweise denkmalgeschützt, wurden abgerissen, Hunderte Menschen umgesiedelt. Mancher fühlt sich deshalb an die Ceausescu-Zeit erinnert, denn schon der Diktator wollte in der Gegend einen großen Boulevard bauen lassen.

Fahrrad statt PferdestärkenVon Victoria Eglau
Buenos Aires zählt zur wenig schmeichelhaften Top Ten der weltweit chaotischsten Metropolen in Sachen Verkehr. Direkt hinter Johannesburg, Neu-Dehli, Mexiko und Sao Paulo taucht die argentinische Hauptstadt im internationalen Ranking auf. Aber auch zuhause findet man die Situation höchst unerfreulich: Mehr als die Hälfte der Autofahrer und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel haben den Eindruck, dass sich die Verkehrssituation in Buenos Aires von Jahr zu Jahr verschlechtert. Statt nun einfach weiterzumachen wie immer, setzt die Stadt nun auf ein Transportmittel, das in Südamerika wenig Tradition hat: Das Fahrrad.

Stadt als VersprechenVon Katja Bigalke
Für Andreas Knie, Verkehrsforscher und Leiter des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel in Berlin, gehört Mobilität zur Lebensgrundlage von Städten. Nur wenn man sich in einer Stadt auch gut fortbewegen kann, kann sie sich entwickeln. Statt auf immer mehr Hightech setzt Andreas Knie auf eine bessere Mischung aller Transportmittel. Für das Auto sieht der Forscher nur als Kollektivmobil eine Zukunft in Metropolen.

Helden des StillstandsVon Luise Sammann
Türkische Heldensagen von unbesiegbaren Herrschern, tapferen Kämpfern und schönen Sultanstöchtern gibt es viele. Wer heute türkische Helden sucht, der macht sich am besten auf den Weg nach Istanbul. Auch hier werden täglich Schlachten ausgetragen – auf der Straße! Es geht um Ehre, um Geschick und Intelligenz. Denn nur die Stärksten und Cleversten gewinnen im täglichen Verkehrschaos der 15-Millionen-Metropole. Ein wahrer Held ist hier, wer ohne Nervenzusammenbruch und ohne Unfall möglichst schnell durch den schier unendlichen Berufsverkehr kommt.