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Interview / Archiv | Beitrag vom 14.07.2016

Zum Schutz des PersonalsDeutsche Bahn testet Einsatz von Körperkameras

Klaus-Dieter Hommel im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke

Eine Bundespolizistin trägt eine Körperkamera des Typs ZEPCAM T1 XT.  (dpa/picture-alliance/Klaus-Dietmar Gabbert)
Eine Bundespolizistin trägt eine Körperkamera. Der Einsatz dieser Geräte wird derzeit von Sicherheitskräften der Deutschen Bahn auf Berliner Bahnhöfen getestet. (dpa/picture-alliance/Klaus-Dietmar Gabbert)

Körperkameras könnten potentielle Täter abschrecken und auch einer besseren Aufklärung dienen, meint Klaus-Dieter Hommel, Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Bahn.

Man unterstütze das Pilotprojekt, das derzeit bei der bahneigenen "DB Sicherheit" eingesetzt werde, sagte Klaus-Dieter Hommel im Deutschlandradio Kultur. Er ist als Arbeitnehmervertreter Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn und stellvertretender Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG):

"Wir testen, wie sich die Dinge entwickeln und dann werden weitere Entscheidungen getroffen, ob sich das bewährt hat oder nicht."

Hoffnung auf effektivere Aufklärung von  Straftaten

Die Körperkameras, die noch bis zum Jahresende getestet werden sollen, könnten sowohl der Abschreckung potentieller Täter als auch der besseren Aufklärung dienen, meinte Hommel. Darüber gebe es bisher allerdings noch keine gesicherten Erkenntnisse:

"Man geht davon aus, dass Straftäter zurückgeschreckt werden, wenn eine Kamera vorhanden ist. Aber in jedem Fall kann man im Fall eines Angriffes dann die Aufklärung aufgrund der vorhandenen Video-Aufzeichnungen effektiver betreiben als ohne eine solche Kamera."

Verhindern Körperkameras eine Deeskalation?

Können Körperkameras möglicherweise auch konfliktsteigernd wirken und eine mögliche Deeskalation von Gewalt verhindern? Hommels Einschätzung lautet:

"Wir setzen sehr stark auf Deeskalation und Prävention. Seit Jahren ist die EVG mit den Arbeitgebern, mit der Politik unterwegs, um hier Regelungen zu finden. Da ist viel getan worden, aber die die Situation ist schwieriger geworden: Die Gewaltbereitschaft auf Bahnhöfen, in Bussen, in Zügen ist eben leider gestiegen."

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