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Literatur / Archiv | Beitrag vom 27.05.2012

Zornig, zärtlich, leidenschaftlich: Algerien erzählt

Eine literarische Erkundung zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit

Von Martina Sabra

Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal bei der Verleihung des Friedenspreises in der Frankfurter Paulskirche. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal bei der Verleihung des Friedenspreises in der Frankfurter Paulskirche. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

"Wir haben uns vom französischen Kolonialismus befreit, aber nicht von der Diktatur", sagt der algerische Romanautor Boualem Sansal in einem Interview zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Algeriens. Wie konnte der Traum von Freiheit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit so gnadenlos scheitern?

Algerien scheint politisch zu stagnieren. Um so überraschender wirkt die Dynamik der algerischen Literatur. Ob in französischer oder arabischer Sprache: Tabus werden gebrochen, Brüche und Widersprüche offen thematisiert, die erzählten Geschichten knistern vor Spannung und Energie. Sogar Krimis gibt es, eine Ausnahme in der Region.

Die algerischen Literaturschaffenden sind leidenschaftlich und skeptisch, mutig und nachdenklich, augenzwinkernd und todernst. Eine literarische Erkundung aus aktuellem Anlass mit Maissa Bey, Boualem Sansal, Habib Tengour, Bouzid Herzallah, Ahlam Al Mustaghanmi, Waciny Laaredsch, Kaouther Adimi und anderen.

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Programmhinweis:
Allein mit dem inneren Feind Junge französische Schriftsteller erinnern an den Algerienkrieg

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