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Interview / Archiv | Beitrag vom 22.07.2006

Zein Moussawi warnt vor weiterer Radikalisierung

Libanesischer Botschaftsangehöriger fordert Waffenstillstand

Überreste eines zerstörten LKW in Hadath, Libanon (AP)
Überreste eines zerstörten LKW in Hadath, Libanon (AP)

Der Geschäftsträger der libanesischen Botschaft in Deutschland, Zein Moussawi, hat darauf hingewiesen, dass die israelischen Angriffe die Radikalen sowohl im Libanon als auch in Israel stärken.

Die Radikalen säßen in der israelischen Regierung "in hohen Positionen", sagte Moussawi im Deutschlandradio Kultur. "Der israelische Premierminister ist ein Radikaler, auch der israelische Verteidigungsminister. Sie sind Radikale, und ihre Offensive gegen den Libanon wird den Radikalismus in Nahost, im Libanon, in Palästina und auch in Israel stärken." Die israelischen Angriffe auf sein Land schürten "die radikale Mentalität und den Hass gegen Israel. Die Radikalen werden gestärkt, auch in Israel".

Vor der Reise von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in den Nahen Osten rief Moussawi die Internationale Gemeinschaft dazu auf, seinem Land beizustehen. Man appelliere an das deutsche Volk, die deutschen Ministerien und die deutsche Regierung, dem Libanon zu helfen. "Wir rufen alle Menschen auf, humanitäre Hilfe zu leisten."

Der Geschäftsträger der libanesischen Botschaft in Deutschland forderte einen Waffenstillstand. Anschließend könne man über die Freilassung der israelischen Gefangenen verhandeln. Dazu käme man "durch die Entscheidung Israels, durch internationalen Druck auf die israelische Regierung", sagte Moussawi.

Zur Rolle der Hisbollah in seinem Land sagte er, dass sie eine politische Partei des Libanons sei, "die mit zehn Prozent der Abgeordneten im libanesischen Parlament vertreten ist. Sie stellt auch zwei Minister in der Regierung."

Interview

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