Dienstag, 2. September 2014MESZ01:49 Uhr

Interview

Angst vor KriegWächst die Bedrohung für uns?
Ein russischer Panzer (hier auf der Krim) - die Ukraine bezichtigt Russland mehrer Grenzverletzungen.

Die Konflikte rücken gefühlt näher an Deutschland heran: Der Ukraine-Konflikt spielt sich vor der eigenen Haustür ab, viele der IS-Kämpfer kommen aus Deutschland – auch wenn sie die Kämpfe selbst im Irak austragen. Erleben wir eine neue Dimension der Bedrohung?Mehr

Landtagswahl Kritik am sächsischen Nichtwähler
Der Spitzenkandidat der sächsischen CDU für die Landtagswahl, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, spricht am 31.08.2014 in Dresden (Sachsen) zu den Parteianhängern.

Sachsen hat gewählt. Ganz Sachsen? Nein, nicht einmal die Hälfte der Wähler ging zur Urne. Was das für ein demokratisches Gemeinwesen bedeutet, analysiert der Politologe Werner Patzelt - und geht hart mit den Nichtwählern ins Gericht.Mehr

Ukraine-Krise"Die NATO wird von Russland nicht bedroht"
Ein ukrainischer Soldat ruht sich während einer Patrouille im Grenzgebiet aus.

NATO-Generalsekretär Rasmussen hat Pläne der Allianz bekräftigt, angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Der SPD-Politiker Walther Stützle hält die derzeitige Nato-Politik für unklug.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 04.07.2012

Wolf von Lojewski: Ich bin glücklich, dass ich bessere Zeiten erlebt habe

Langjähriger Moderator des "heute-journals" zweifelt an der Zukunft des Journalistenberufs

Wolf von Lojewski
Wolf von Lojewski (AP)

Wolf von Lojewski, langjähriger Moderator des "heute-journals" im ZDF, sieht durch die Entwicklung der Kommunikationstechnik und der Social Media den Journalistenberuf bedroht. Irgendwo hinzufahren, "bloß" um einen "Weltspiegel"-Beitrag zu machen, "das war noch wirklich journalistisches Erleben", sagte von Lojewski.

Heute dagegen müsse der Journalist auf mehreren Klavieren spielen, ständig twittern sowie über Handy und Internet erreichbar sein, so dass es theoretisch sein könne, "dass der Journalist irgendwann keine Zeit mehr hat, seinen Platz am Computer zu verlassen", bedauerte der langjährige ZDF-Moderator.

"In der Sekunde, in der irgendwo etwas passiert, haben schon die ersten versucht, herauszufinden, wer sind bei diesem Konflikt die Guten, wer sind die Bösen? Es sind schon Zehntausende von Clicks dagewesen: gefällt mir, gefällt mir nicht, so dass dem Journalisten also nicht viel mehr bleibt, als hinterher zu hecheln."

Von Lojewski warf die Frage auf, ob angesichts des "sich immer mehr in Schwärmen zusammenfassende(n) Internet(s)" der klassische Journalist, der "diesen ungeheuren Strom, dieses Feuerwerk von Ereignissen, die auf uns einprasseln, noch irgendwie ein wenig ordnen kann", überhaupt noch gebraucht werde: "Ich hoffe sehr, dass es diesen Journalistenberuf, wie ich ihn kenne, noch sehr, sehr lange geben wird, aber sicher bin ich nicht."

Die technische Entwicklung lasse sich allerdings nicht zurückdrehen, sondern alles werde immer schneller. "Es ist so, das werden wir nicht ändern", sagte von Lojewski. "Aber ich bin so ein bisschen glücklich, dass ich bessere Zeiten erlebt habe."

Sie können das vollständige Gespräch mit Wolf von Lojewski mindestens bis zum 04.12.2012 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.