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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 17.10.2010

"Wohl denen, die da wandeln vor Gott"

Heinrich Schütz zum 425. Geburtstag

Von Pfarrer Roland Spur, Stuttgart

Blick auf den Markusplatz in Venedig: Hier wirkte Heinrich Schütz im 17. Jahrhundert. (AP)
Blick auf den Markusplatz in Venedig: Hier wirkte Heinrich Schütz im 17. Jahrhundert. (AP)

Wie kam es eigentlich, dass ein Sohn eines Gastwirts aus Köstritz aufsteigen konnte zu einem Musiker von Rang? Und in Europas aufregendster Musikszene, damals Venedig, reüssiert und Meisterschüler wird bei Giovanni Gabrieli, Organist und Kapellmeister am Markus-Dom? Die Schlüssel zum Geheimnis von Heinrich Schütz‘ nachhaltigem Erfolg bis heute - der anhaltende Charme seines Œuvres in dieser Spannung von Wort und Melodiegestus, von Bibel und Musik, von Glaube und Klangwelt - die liegen in Venedig. Und wo sind sie heutzutage? Eine Spurensuche.

"Wohl denen, die ohne Wandel leben,
die im Gesetze des Herren wandeln!
Wohl denen, die seine Zeugnis halten,
die ihn von ganzem Herzen suchen!
Denn welche auf seinen Wegen wandeln,
die tun kein Unrecht.
Du hast geboten,
fleißig zu halten deine Befehl,
O dass mein Leben deine Rechte
mit ganzem Ernst hielte!"


So beginnt der Schwanengesang von Heinrich Schütz. Das letzte Werk eines der größten Musiker seines Jahrhunderts. Darin nimmt allein die Vertonung des 119. Psalms mit seinen 176 Versen 80 Minuten ein. Dieser Psalm wurde in der lutherischen und in der alten Kirche wie eine "kleine Bibel", also als Essenz des Alten und Neuen Testaments gedeutet.

Schütz setzte unter die letzte Zeile der zweiten Bassstimme das lateinische Wort FINIS. Der Beschluss seines Lebenswerks. Sein Schwanengesang erscheint in seinem Todesjahr 1672. Im Werkverzeichnis trägt er die Nummer 494.

Fast 500 Werke umfasst sein Œuvre. Und nach 400 Jahren immer noch in den Charts! Nicht nur, weil dieser Heinrich Schütz einen vierhundertfünfundzwanzigsten Geburtstag feiert.

Geboren am 18. Oktober 1585. Ein erstaunliches, ein bewegtes Leben – die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges fällt da mit rein – ein Leben, bei dem vieles wie Wunder und Zufall erscheint.

Wie kam es, dass Heinrich Schütz Meisterschüler werden konnte bei Giovanni Gabrieli, dem Organisten und Kapellmeister am Markus-Dom, der bestbezahlten und angesehensten Musikerstelle des Kontinents? Wie kam es überhaupt, dass der Sohn eines einfachen Gastwirts aus dem sächsischen Köstritz in Europas aufregendster Musikszene reüssiert?

Die Antwort klingt wie aus einem Kitschroman. Der junge Heinrich Schütz wurde entdeckt. Er konnte sehr schön singen. Entdeckt hat ihn Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel, mit dem Beinamen der Gelehrte. Moritz sprach fünf oder acht Sprachen – welcher Ministerpräsident könnte da mithalten? Moritz ist umfassend gebildet, im Sinne eines Philipp Melanchthons erzogen. Er ist naturwissenschaftlich interessiert. Er schuf den ersten eigenständigen Theaterbau im deutschsprachigen Raum, das Ottoneum in Kassel, nach seinem Sohn benannt. Und Landgraf Moritz war ein kundiger Musiker und ernst zunehmender Komponist.

Er kehrte bei einer Reise im Gasthof von Schütz‘ Vater ein. Es wird musiziert, es wird gesungen. Moritz entdeckt das Potenzial dieses 13-jährigen. Will ihn gleich mitnehmen und ausbilden lassen. Trennung und Ende der Kindheit? Den Eltern ist das nicht geheuer, sie lehnen ab.

So ein Vorgang ist ungewöhnlich: der Landgraf schreibt ein Jahr später einen Brief an die Eltern Schütz. Jetzt stimmen sie zu, der Vater begleitet seinen Sohn Heinrich ans Collegium Mauritianum, der Kasseler Hofschule 1599. Heinrich wird zum Sängerknaben ausgebildet. Ab 1607 konnte er in Marburg Jura studieren, er erlernt das Orgelspiel und Komposition.

Landgraf Moritz fördert Heinrich Schütz weiter. Er bezahlt ihm ein dreijähriges Auslands-Musikstudium an erster Adresse: Venedig. Schütz wird Schüler bei Giovanni Gabrieli, dem Kapellmeister und Organist an San Marco. So kam der junge Sachse und Schankwirtssohn, Jurist und Musiker, 1609 in die Weltstadt Venedig.

Venedig, Hafenstadt, Hauptstadt, Handelsplatz. Bankplatz. Menschen aus aller Herren Länder. Spuren davon noch heute in den Namen der Straßen und Gassen: Armenier, Albaner, Griechen, Deutsche, Spanier, Slowenier, Perser aus Isfahan. Multikulti in höchster Kultur. Levantinische, sephardische Juden siedeln sich in Venedig sich an. Evangelische fanden freundliche Aufnahme in dieser katholischen Stadt, Augsburger Patrizier schickten ihre Söhne nach Venedig, die Welser, die Fugger. Jakob Fugger hat dort italienische Buchhaltung gelernt.

Der "Fondaco dei Tedeschi" am Rialto, in erster Lage, das Warenhaus und Wohnhaus für die deutschen Kaufleute; heute ist dort in dem großen Kasten die Hauptpost untergebracht. Der Fóndaco – übrigens ein arabisches Fremdwort im Venezianischen – der Fondaco ist das größte Haus der Stadt. Sie ließ es mit Bildern der großen Meister Giorgione und Tizian ausschmücken. Und Venedig stellte auch am Canal Grande ein "Fondaco dei Turchi" genauso zur Verfügung, mit türkischen Bädern und eingebauter Moschee. Auch nach der Seeschlacht von Lépanto, dem Zusammenstoß zwischen der Osmanischen Flotte und der der Heiligen Liga. In Venedig sind Ausländer nicht nur geduldet. Ausländer sind in Venedig willkommen! Der Stadt ist an guten Beziehungen gelegen. Kapitalinteressen sorgen für ein Maß an Religionsfreiheit, die seinesgleichen auf dem Kontinent suchte.

Es wohnten damals nicht nur die Söhne deutsche Patrizier und Groß-Kaufleute in Venedig, sondern auch deutsche Zimmerleute, Schreiner, Schuster, Schmiede und deutsche Bäcker. Zu Tausenden. Metall, Holz, Leder und Brot – Schiffsbau, Ausrüstung und Bewaffnung, und Zwieback: Deutsche als Gastarbeiter für Venedigs Seemacht mit seiner großen Handels-Flotte. Das Arsenal, das Werftgelände der Stadt, war damals die größte Industrie-Zone Europas. Man war in Venedig in der Lage, aus vorgefertigten Teilen am Morgen den Kiel einer Galeere zu legen und sie abends vom Stapel laufen zu lassen. Technik, Präzision und high-end-Organisation mit internationalen Arbeitern.

Keine 100 Schritte von der Rialto-Brücke und dem Fondaco der Deutschen entfernt: "Aquila Nera" - dieses Gasthaus gibt es noch heute. "Zum Schwarzen Adler", ein typisch deutsche Wirtshausname, ins Italienische übersetzt, auch der hat sich gehalten. Dürer kehrte nachweislich dort ein. Sicher auch Heinrich Schütz.

Die deutschen Handwerker hatten sich in Genossenschaften organisiert, sozial und fromm eingestellt. In den großen Kirchen hatten diese Bruderschaften eigene Altäre. Deutsche waren willkommen. Sogar wenn sie einer anderen Konfession angehörten, wenn sie evangelisch waren. Nur wenn es Provokationen gab, die dann zu Schlägereien führten, schritt der Staat ein, wenn der Friede und die öffentliche Ordnung gefährdet wurden. Sonst keine Diskriminierung, keine Inquisition, keine Verfolgung Andersgläubiger in Venedig. Fremde waren eine Bereicherung für die Stadt.

Und darin der junge Heinrich Schütz. Wie sprach er? Sein Lehrer Giovanni Gabrieli hatte mit Deutsch keine Probleme, hatte selbst jahrelang in Deutschland gelebt. Heinrich Schütz, oder eher Enrico Sagittario hatte mit der italienischen Sprache keine Probleme. Das beweist seine erste Veröffentlichung, wie er den Sinn des italienischen Textes mit musikalischen Mittel auslegt. 1612 erscheint von Henricus Sagittarius im Druck "Il primo libro dei madrigali". Verlegt bei Angelo Gardano & Fratelli

Fertevi, feriti, viperette mordaci,
dolci guerriere ardite
del dilett’ e d’amor bocche sagaci
saettatevi pur’ vibrat’ ardenti,
l’arme vostre pungenti,
ma le morti sien vite,
ma le guerre sien paci,
sien saette le lingue,
e piagh’ i baci.


Übersetzung:
Beißt zu, mörderische Schlangen,
süße Amazonen voll Kühnheit
geschickte Zungen der Liebeslust
stecht zu und zittert vor Glut,
und zieht eure spitzen Waffen,
doch statt Toten macht Lebende,
statt Kriegen macht Frieden,
ohne Stechen die Zungen
und Wunden die Küsse.


Sein Madrigal-Buch – Lust und Liebe, Schmerz und Sehnsucht, alles drückt die Musik aus, in Rhythmik und Gestus, in Disharmonie, Reibung, Spannung und Harmonie. Und immer der Sprache folgend. 19 Stücke, fünfstimmig fast alle. Beim letzten Stück schrieb Heinrich Schütz selbst den Text und widmet ihn Mauritio, seinem großzügigen Gönner, den hessischen Landgraf Moritz. Als ein "Dialogo a 8" komponiert, ein Doppelchor für acht Stimmen.

Landgraf Moritz, ihm widmet er sein meisterhaftes Gesellenstück, sein opus eins. Dies achtstimmig-doppelchörige Stück "Vasto mar"

"Weites Meer, in dessen Busen einträchtige Winde
aus Hoheit und Tugend sanfte Harmonien bilden."

Vasto mar nel cui seno / Fan soave armonia /
D’Altezza e di Virtù concordi venti.

"Diese demütigen Klänge" - was für eine Untertreibung! - "bringt Dir meine Muse dar."
Quell devoti accenti / T’offre la Musa mia. /
Tu, Gran Mauritio, lor gradisci, e in tanto / farai di rozo armonioso’l canto.
"Du, großer Moritz, mögest ihnen gewogen sein."


Heinrich Schütz bekommt vom altgewordenen Giovanni Gabrieli einen Ring geschenkt. Sieht sein Lehrer in ihm einen Kandidaten für seine Nachfolge? Ein Ausländer als Kapellmeister an San Marco? Die Stadt hat damit keine Probleme. Im Gegenteil. Adrian Willaert aus Brügge, als der nach 35 Dienstjahren stirbt, holt man sich Cyprian de Rore aus Ronse in Flandern nach Venedig. Schütz wird nach Gabrielis Tod seine Studien fortsetzen und ein Jahr später wieder nach Deutschland zurückgehen, 1613. Er wird in seiner Muttersprache Musik schreiben. In Kassel, in Weißenfels, und später dann in Dresden.

Sein Lehrer Giovanni Gabrieli hatte ihm einen entscheidenden Rat gegeben: "Enrico, wenn Du hören willst, wie man Psalmen aussingt, dann geh ins Ghetto. Am besten an den hohen Feiertagen. Höre dort in der levantinischen, in der sephardischen große Synagoge den Kantoren im Gottesdienst zu. Hör, wie sie die hebräischen Psalmen singen."

Der Musiker Salamone Rossi war von Mantua nach Venedig gekommen, hat dort seine Kompositionen veröffentlich, Madrigalbücher, und geistliche Musik. Selbstbewusst betitelt er in Anspielung auf das Hohelied in der Bibel seine Sammlung geistlicher Musik mit "Lieder Salomos": "Ha-shirim asher lish‘lomo", verlegt bei Lorenzo Pietro Bragadin (1622). – Venedig ist auch für Musik ein Verlagszentrum. Auch wenn uns Dokumente fehlen, ich will mir vorstellen, Schütz wird ihm bei seinem zweiten Venedig-Besuch ebenso begegnet sein wie Monteverdi. Synagogale Musik aus Venedig.

Heinrich Schütz wird leicht erkannt haben, dass die altkirchliche Weise, die Gregorianik aus der synagogalen Musik kommt. Evangelisch, katholisch, jüdisch – in seinem Schwanengesang ist alles aufgehoben. Kulturen bekämpfen sich nicht, sondern fließen zusammen. So bietet der alte Schütz uns Zukunftsmusik an.

Und diese venezianische Mehrchörigkeit ist mehr als reines "Stereo", als Raumklang, mehr als Prachtentfaltung. Sie ist beheimatet im Psalmensingen selbst. Denn hebräische Psalmen leben vom Reim der Gedanken. Eine Aussage wird wiederholt aus anderer Perspektive, ein anderer Aspekt kommt hinzu. Ein Vers wie "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte" klingt weiter mit: "und ein Licht auf meinem Wege." (Psalm 119, 105). Oder "Singet dem HERRN ein neues Lied" bekommt ein "Singet dem HERRN, alle Welt!" (Psalm 96,1). "Doppelchörigkeit" steht schon in der Poesie der Bibel.

Dieses Dialogprinzip greifen die Musiker auf. In Venedig springt es dann über aufs allgemeine Musizieren. Und die Markuskirche mit ihren Emporen lädt praktisch dazu ein, mit geteilten Chören das im ganzen Raum umzusetzen. Kein Endreim, kein Stabreim – der Inhalt reimt sich in der jüdischen Poesie. Heinrich Schütz begreift es und wird meisterlich umsetzen, wie Psalmen vertont werden. Alle hat er vertont. Dies ist der rote Faden in seinem Œuvre.

Herr, unser Herrscher,
wie herrlich ist dein Nam’ in allen Landen,
wie herrlich ist dein Nam’ in allen Landen!

Da man dir danket im Himmel.
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge
hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen,
dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.


Heinrich Schütz, der große Komponist, hat ganze Gattungen geschaffen, die uns noch heute beschäftigen und bewegen. Heinrich Schütz gilt als "Erfinder" der musikalischen Weihnachtsgeschichte, der Historia der Auferstehung Christi, der Komponist von Passionen – so macht er Bach möglich, der hundert Jahre nach ihm auf die Welt kommen wird. Im Evangelischen Gesangbuch stehen heute einige seiner mehrstimmigen Choral-Sätze.

Der 425. Geburtstag, ganz schön alte Musik. Und Heinrich Schütz‘ Vermächtnis? Wo lebt sein Erbe heutzutage? Überall dort, wo Künstler mit ihrer Musik Menschen die Welt der biblischen Psalmen so nahebringen, dass die berührt werden. Verzaubert. Verwandelt. Belebt.

Mir geht es so in der Komposition "Tehillim" von Steve Reich. Er nimmt sich den Psalm 19 vor, den Schöpfungspsalm:

2 Die Himmel rühmen die Ehre Gottes,
und seiner Hände Werk verkündigt das Himmelsgewölbe.
3 Ein Tag sagt’s dem andern,
und eine Nacht tut’s kund der andern.
4 Ohne Sprache noch Worte,
kein Laut ist zu hören.
5 Und doch geht ihr Schall aus in alle Lande,
und ihr Reden bis an das Ende der Welt. (Psalm 19, 2 – 5)


Eine Herausforderung für den Komponisten, den Gesang von Zeit und Raum hörbar zu machen. Wie vertont man, wie "die Sonne tönt nach alter Weise / In Brudersphären Wettgesang"? Steve Reich nimmt nun die Original-Sprache, hebräisch, - "yom le-yom", ein Tag sagt’s dem andern, – und eine Nacht tut’s kund der anders, "Welailah lelailah". Da ist es wieder, das Dialogprinzip! Und Steve Reich komponiert "kreisförmig" so, dass die Sänger nacheinander versetzt einsetzen und Klangsphären entstehen.

So modern und so amerikanisch und so fremd nach Minimal-Music klingend es zunächst scheint – unter Steve Reichs Hand verwandelt sich der schnelle Gesang des 19. Psalms in große Ruhe, wird altehrwürdig, klingt archaisch. Auf einmal ist man versetzt in Zeit und Raum, versetzt in den ersten Tempel von Jerusalem. Der ist zwar zerstört, aber die Musik baut ihn wieder auf, in uns. Die Himmel. Ha-shamáyim. Die Himmel! Ha-shamáyim mesapperim kavôd-el. Die Himmel rühmen die Ehre Gottes.

Musikangaben:

Musik 1 – Schütz Opus ultimum Aleph und Beth SWV 482
Für zwei Gemischter Chöre (SATB+SATB) und Basso continuo
The Hilliard Ensemble, Knabenchor Hannover, London Barock, Heinz Hennig
Veritas Virgin edition
Opus ultimum (Der Schwanengesang)

Musik 2 – Renaissancemusik:
Heinrich Isaak (1445 - 1517): "Innsbruck, ich muss dich lassen"
Text aus Georg Fosters "Frische Teutsche Liedlein" Nürnberg 1539
Hier Fassung Chor, 4 Gamben, Solo Armin Hofmockel, Sopran, Mitglied im Windsbacher Knabenchor. Aus: "All‘ Lust und Freud‘" – von Isaac bis Hassler – Lied- und Tanzsätze der deutschen Renaissance. Windsbacher Knabenchor, Ulsamer Collegium.
Hier die Strophe mit "Groß Leid muss ich jetzt tragen"
mit dem deutlich hörbaren Knaben-Sopran ("der junge Hinrich")

Musik 3
"An hellen Tagen, Herz, welch ein Schlagen". Text nach einem italienischen Tanzlied. Das Original: "A lieta vita amor c’in vita", Text und Musik stammen von Giovanngiacomo Gastoldi. Das Kneipenlied lebt als geistliche Kontrafaktur im Evangelischen Gesangbuch bis heute fort und wird öfters gesungen: "In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ", EG 398; geistlich Erfurt 1598]. Von der CD "All’ Lust und Freud’ – Von Isaac bis Hassler. Lied- und Tanzsätze der deutschen Renaissance" track 1 – 0’40”. Windsbacher Knabenchor, Ulsamer Collegium, Ltg. Josef Ulsamer.

Musik 4 – Giovanni Gabrieli, Festliche Bläser-Musik
Canzon Septimi toni à 8
Empire Brass

Musik 5 – Callinoe, Musik für drei Lauten
Aus: "Love is strange"
Ensemble " La Poème Harmonique "
ALPHA

Musik 6 – Schütz: "Fertevi, feriti, viperette mordaci”
Aus: Il primo libro dei madrigali
Text: Giambattista Marino.
Originaltitel: II primo libro de Madrigali di Henrico Sagittario Allemanno.
In Venetia MDCXI.
Appresso Angelo Gardano & Fratelli.
Gewidmet: AI Serenissimo Prencipe Signore,
II Signor Mavritio Landtgravio d'Hassia, cet.
Die italienische Vorrede datiert:
Di Vinetia il di primo di Maggio, 1611.
Heinrich Schütz: "Madrigaux italiens" SWV 1 – 19
Cantus Köln, Dir. Konrad Junghänel
Harmonia mundi 1999

Musik 7 – Aus "Il primo libro dei madrigali" einblenden
"Vasto mar", SWV 19
Text: Heinrich Schütz
CAPELLA LIPSIENSIS
Leitung: DIETRICH KNOTHE
Aufnahme: Leipzig, Versöhnungskirche, 11/1971

Musik 8 – Salamone Rossi: Eftach na sefatài...
Auf Deutsch: "Herr, tu meine Lippen auf,"
dass mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)
Hebräisch gesungene geistliche Musik Mantua/Venedig.
The Boston Camerata, Joël Cohen.
Musique Judeo-Baroque, Harmonia Mundi, Arles.

Musik 9 – Heinrich Schütz (1585-1672): "Herr, unser Herrscher", SWV 27 (Psalm 8)
Heinrich Schütz (1585-1672): Herr, unser Herrscher, SWV 27 (Psalm 8)
Aus: Psalmen Davids, 1619. SWV 22 – 47
Mieke van der Sluis: Sopran; David Cordier: Altus; Kammerchor Stuttgart; Musica Fiata: Köln; Leitung: Frieder Bernius. Vivarte Sony Classical S2K 48 042;

Musik 10 – EG 295 "Wohl denen die da wandeln vor Gott in Heiligkeit"
Ein vierstimmiger Gemeindegesang – Schallarchiv vom SWR Stuttgart.
Archiv-Nummer MOO33171, Take 4,
Heinz Göttsche, Ltg., Kleiner Chor des Mannheimer Bachchors
Aufnahme vom 14. 3. 1961 (früher: EKG 190)

Musik 11 – Steve Reich: Tehillim, Part I: Fast, Erster Satz , rasch.
Steve Reich: Tehillim for Voices and Ensemble (Psalmen), New York 1981.
Psalm 19, 2 – 5 hebräisch und Umschrift
Schönberg Ensemble with Percussion Group The Hague
Reinbert de Leeuw, conductor
Elektra Entertainment 1994, a division of Warner Communications Inc.
Time Warner Company, Rockefeller Plaza, New York 10019

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrerin Petra Schulze, evangelische Senderbeauftragte der EKD für Deutschlandradio und Deutsche Welle.

Feiertag

Bei den Dresdner Kapellknaben zu HauseVerkündigung direkt ins Herz
Die Dresdner Kapellknaben stehen am 19.12.2013 in der Staatskanzlei in Dresden (Sachsen) beim Adventssingen nebeneinander. Foto: Sebastian Kahnert/dpa | (dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert)

"Wer singt, betet doppelt", sagt Augustinus. Die Dresdner Kapellknaben folgen diesem Rat seit mehr als 300 Jahren. An Sonn- und Feiertagen erklingt ihr Gotteslob in der Dresdner Kathedrale, der einstigen Hofkirche. Durch seinen exzellenten Gesang schaffte es der Knabenchor sogar auf die Welterbeliste. Ebenso gepflegt wird ein christliches Gemeinschaftsleben, das Kinder und Jugendliche nachhaltig prägt. Ein Porträt.Mehr

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