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Donnerstag, 26. Mai 2016MESZ04:46 Uhr

Kulturnachrichten

Freitag, 4. März 2016

Gedenkfeier zum 100. Todestag von Franz Marc

Der Maler fiel 1916 im ersten Weltkrieg in der Nähe von Verdun

Bayerns Kunststaatssekretär Bernd Sibler hat am 100. Todestag des expressionistischen Malers Franz Marc (1880-1916) dessen Lebenswerk gewürdigt. Wie kaum ein anderer Künstler symbolisiere Marc die Einbettung der Klassischen Moderne in Bayern, sagte Sibler bei einer Gedenkfeier in Kochel am See. Marc war am 4. März 1916 im Ersten Weltkrieg in der Nähe von Verdun gefallen. Aus diesem Anlass widmet das Franz-Marc-Museum seinem Namensgeber ein eigenes Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr. Die Trilogie "Franz Marc - Zwischen Utopie und Apokalypse" wird Leben und Werk des bedeutenden Künstlers neu reflektieren. Sibler verwies auf den "ausgezeichneten Ruf" des Museums. Es vermittle auf hervorragende Weise Leben und Schaffen dieses Ausnahmekünstlers und bewahre zugleich "unser wertvolles kulturelles Erbe".

Kunstaktion: Vermeintlicher Pottwal am Rheinufer

Nach der vermeintlichen Strandung untersuchten Künstler die Skulptur im Stil von Biologen

Künstler haben anlässlich eines Kulturfestivals eine täuschend echte Skulptur aus Aluminium und Kunststoff am Ufer abgesetzt. Nach der vermeintlichen Strandung untersuchten sie die Skulptur im Stil von Biologen und Wissenschaftlern. Die Idee stammt von der Performance-Gruppe "Captain Boomer" aus Belgien, die so bei der 37. "Duisburger Akzente" auf die Verschmutzung der Weltmeere und die Bedrohung der Wale aufmerksam machen will. Auf der anderen Rheinseite, der Mühlenweide in Duisburg-Ruhrort, soll die Aktion fortgesetzt werden und noch bis Sonntag zu sehen sein, wie ein Sprecher der Stadt Duisburg mitteilte.

Wissenschaftler wollen Identität von Banksy kennen

Kriminalwissenschaftliche Methode für Suche genutzt

Wissenschaftler der Londoner Queen Mary Universität wollen mit Hilfe kriminalwissenschaftlicher Methoden herausgefunden haben, wer sich hinter dem berühmten Straßenkünstler Banksy verbirgt. In ihrer in der Fachzeitschrift "Journal of Spatial Science" veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass es sich um einen gewissen Robin Gunningham aus Bristol handelt. Sein Name war 2008 erstmals von der "Daily Mail" mit Banksy in Verbindung gebracht worden. Für ihre Suche nutzten die Wissenschaftler das sogenannte geographic profiling: Dafür glichen sie die Standorte von 140 Banksy-Werken in London und Bristol mit gewissen "neuralgischen Punkten" wie Bars oder Sportplätzen in der Nähe sowie den Adressen von "Banksy-Verdächtigen" ab. Diesen Orten war gemein, dass sie von Gunningham aufgesucht worden waren. Banksy gilt als einer der größten Meister der Street Art, seine oftmals politischen Graffiti können hunderttausende Euros wert werden.

Deutschland gibt antikes Gefäß an Ägypten zurück

Das wertvolle Raubkunstobjekt war vom Zoll beschlagnahmt worden

Schon 2009 hatten Zollbeamte ein mehr als 5000 Jahre altes ägyptisches Gefäß beschlagnahmt. Jetzt gab die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, das wertvolle Stück an den ägyptischen Botschafter Badr Abdelatty zurück. Das sogenannte Schür-Ösen-Gefäß stammte nach Angaben des Außenamts aus einer Raubgrabung und war zusammen mit anderen Kulturgütern an der deutsch-schweizerischen Grenze in einem Lastwagen entdeckt worden. Einige Stücke hatte Deutschland bereits vor zwei Jahren zurückerstattet. Bei dem jetzigen Gefäß musste zunächst das Landgericht Freiburg Ägypten zur Eigentümerin erklären. Es handelt sich um ein Gebrauchsgeschirr, das seinen Namen den seitlichen Ösen zum Durchziehen einer Trageschnur verdankt.

Isabel Ostermann wird Operndirektorin in Braunschweig

Zuletzt arbeitete die Braunschweigerin an der Berliner Staatsoper

Die gebürtige Braunschweigerin Isabel Ostermann wechselt von der Staatsoper in Berlin ans Staatstheater Braunschweig und wird neue Operndirektorin. Ihre neuen Aufgaben werde die 41-Jährige ab der Spielzeit 2017/18 übernehmen, teilte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit. Ostermann sang bereits früh im Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters und machte ein Praktikum in der Regie. "Ich liebe das Theater in Braunschweig. Es hat meine Berufswahl entscheidend beeinflusst", sagte sie. In den vergangenen zehn Jahren arbeitete Ostermann für die Berliner Staatsoper, wo sie als persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als künstlerische Produktionsleiterin der Werkstatt tätig war.

NS-Dokumentationszentrum zählt 200.000 Besucher

Unter den Besuchern waren mehr als 400 Schulklassen

Noch bevor das Münchner NS-Dokumentationszentrum im Mai ein Jahr geöffnet hat, konnte der 200.000. Besucher begrüßt werden. Das sei ein "schöner Erfolg" für den Lern- und Erinnerungsort zur Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte Münchens und den Folgen der Diktatur, teilte die Einrichtung mit. Unter den Besuchern der vergangenen zehn Monate seien mehr als 400 Schulklassen gewesen, die die Ausstellung, das Bildungsprogramm und das Medienangebot intensiv genutzt hätten, sagte Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers. Die Beschäftigung mit der NS-Zeit schärfe das Bewusstsein für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Auch Gründungsdirektor Winfried Nerdinger freut sich über den Zuspruch. Dieser sei auch ein Auftrag für die Zukunft. "Als offener Lern- und Erinnerungsort wollen wir immer neue Impulse für die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen setzen." So eröffne das Haus in diesem Jahr drei neue Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Aspekten der NS-Geschichte.

R2D2-Erfinder auf Malta gestorben

Dyson entwickelte auch Roboter für große Elektronik-Firmen

Tony Dyson, einer der Erfinder des berühmten Roboters R2D2 aus der "Star Wars"-Saga, ist im Inselstaat Malta tot aufgefunden worden. Die Leiche des 68-Jährigen sei in seinem Haus auf der Insel Gozo entdeckt worden, nachdem Dyson mehrere Tage nicht mehr gesehen worden war, teilte die Polizei mit. Es sollte eine Autopsie durchgeführt werden, um die Todesursache festzustellen. Der kleine Droide R2D2 gilt als eine der beliebtesten Figuren der Filmserie von George Lucas, seit er dort 1977 erstmals auftauchte. Dyson, ein Meister der Spezialeffekte, war unter anderem für den Emmy nominiert und hat auch an Filmen wie "James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim" mitgearbeitet. Zudem entwarf er Roboter für einige der größten Elektronikfirmen der Welt, etwa Sony, Philips und Toshiba.

Claus von Wagner erhält Dieter-Hildebrandt-Preis

Preis wird am 10. Mai in München überreicht

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Dieter-Hildebrandt-Preis der Stadt München geht an den Kabarettisten Claus von Wagner ("Die Anstalt"). Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt nach Angaben der Stadt München anspruchsvolles politisches Kabarett. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem umfassenden Schaffen von Wagners. Mit seiner ZDF-Politsatire habe er an der Seite von Max Uthoff einen Beitrag zur Renaissance des Ensemble-Kabaretts geleistet. Der Preis wird am 10. Mai durch den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter überreicht. Er ist nach dem 2013 gestorbenen Kabarettisten Dieter Hildebrandt benannt.

Nachlass von Dirigent Abbado geht nach Berlin

Nachlass soll in einem Lesesaal zugänglich gemacht werden

Berlin erhält den musikalischen Nachlass des italienischen Dirigenten Claudio Abbado. Die Schenkung an die Staatsbibliothek umfasse Partituren, Notizen, Audioaufnahmen, Videos oder auch Briefe, teilten die Berliner Philharmoniker mit. Abbado war viele Jahre Chefdirigent des Orchesters: 1990 war er nach dem legendären Herbert von Karajan an die Spitze gewählt worden, er blieb bis 2002 bei der Philharmonikern. Der Nachlass soll in einem geplanten Lesesaal zugänglich gemacht werden. "Außerdem ist geplant, große Teile des Archivs zu digitalisieren", heißt es in der Mitteilung. Die Vereinbarung, dass der Nachlass des Dirigenten nach Berlin kommt, hatten die von Abbados Erben gegründete Stiftung, die Staatsbibliothek und die Stiftung Berliner Philharmoniker unterzeichnet.

Bibelwissenschaftler Franz Mußner gestorben

Bahnbrecher moderner Bibelwissenschaft wurde 100 Jahre alt

Im Alter von 100 Jahren ist der katholische Theologieprofessor und Bibelwissenschaftler Franz Mußner gestorben. Wie das Bistum Passau mitteilte, starb der älteste Priester in der Diözese Passau am Donnerstag in einem Caritas-Seniorenheim. Bischof Stefan Oster würdigte den Verstorbenen als einen der wichtigsten deutschsprachigen Bibelforscher der nachkonziliaren Ära sowie Mittler zwischen Christentum und Judentum. Kriegserfahrungen und Nationalsozialismus hätten Mußner "hellsichtig" gemacht für den Völkermord an den Juden, hieß es. Für sein Engagement im christlich-jüdischen Dialog und sein Buch "Traktat über die Juden" erhielt er 1985 die Buber-Rosenzweig-Medaille. Der frühere Papst Benedikt XVI., der eng mit dem Dogmatikprofessor befreundet war, verlieh ihm für sein theologischen Wirken den Ehrentitel Apostolischer Protonotar.

Experten fordern mehr Authentizität in Museen

Museumsbesucher bekommen vielfach einen falschen Eindruck von der Wirklichkeit

Vertreter führender deutscher Museen haben bei einem Fachkongress dazu aufgerufen, die hohen wissenschaftlichen Ansprüche nicht abzusenken. "Man muss aufpassen, dass Museen sich nicht allzu sehr in Erlebnisparks verwandeln", sagte der Generaldirektor der Frankfurter Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde, Volker Mosbrugger, in Mainz. An der zweitägigen Tagung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und der Leibniz-Gemeinschaft über die Authentizität von Museumsobjekten haben rund 200 Fachleute aus dem In- und Ausland teilgenommen. Trotz einer Vielzahl von neuen Präsentations-Möglichkeiten durch die Digitalisierung sei die Echtheit der ausgestellten Dinosaurier-Fossilien für Besucher seines Museums entscheidend, sagte Mosbrugger: «Jeder fragt als erstes: Ist der echt?» Der Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, Ulrich Großmann, hatte bereits zum Auftakt der Tagung bedauert, vielen Museen sei der Eindruck bei den Besuchern wichtiger als die wissenschaftliche Genauigkeit. Dadurch werde bei Museumsbesuchern vielfach ein falscher Eindruck von der Wirklichkeit erweckt.

Bürger halten Medien für informativ, aber unehrlich

Meinungen hängen von der Parteipräferenz ab

Die Mehrheit der Bürger hält die Berichterstattung in den deutschen Medien laut einer Umfrage zwar für informativ und interessant - viele haben aber Zweifel an der Ausgewogenheit und Ehrlichkeit. Befragt nach ihrer Einschätzung zur Berichterstattung in Fernsehen, Hörfunk, Zeitungen und Zeitschriften, antworteten 72 Prozent bei "informativ" mit "trifft zu", wie das Institut TNS Emnid für das Magazin "Focus" herausgefunden hat. Auch in den Kategorien "interessant" und "ausgewogen" überwog die Zustimmung mit 71 beziehungsweise 50 Prozent. Einzig beim Punkt "ehrlich" stimmten nur 44 Prozent zu, 47 Prozent antworteten "trifft nicht zu". Erwartungsgemäß ergeben sich deutliche Unterschiede, wenn man die Parteipräferenz der Befragten betrachtet. So bezeichneten in der Umfrage nur 13 Prozent der AfD-Sympathisanten die Berichterstattung der Medien in Deutschland als ehrlich. Am höchsten war der Wert in dieser Kategorie bei Anhängern der Grünen mit 68 Prozent.

Dresdner Landesbibliothek erwirbt Schumann-Handschrift

Ankaufsumme wurde nicht genannt

Die Sächsische Landesbibliothek in Dresden hat eine originale Musikhandschrift des Komponisten Robert Schumann (1810-1856) erworben. Bei dem Autograph von 1847 handele es sich um Skizzen zum Klaviertrio op. 63, sagte Barbara Wiermann, Leiterin der Musikabteilung in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Mit dem Ankauf sei diese nun erstmals für die Wissenschaft zugänglich. Bisher befand sich die Handschrift ausschließlich in Privatbesitz, zuletzt bei einem Sammler in den USA. Die Landesbibliothek habe das Original auf einer Auktion erworben. Finanziert wurde es den Angaben zufolge aus Bundes- und Landesmitteln. Eine Ankaufsumme wurde nicht genannt. Die 25 Skizzenseiten des Trios hatte Schumann in nur 14 Tagen während seiner Dresdner Schaffenszeit geschrieben. Wegen zahlreicher Anmerkungen, Korrekturen und Streichungen könne gut nachvollzogen werden, wie der Komponist gedacht habe, sagte Wiermann.

Künstler protestieren - Anish Kapoor kauft Schwarz

Bildhauer sichert sich die Rechte am schwärzesten Schwarz

Der Künstler Anish Kapoor hat sich mit dem Aufkauf des schwärzesten Schwarz den Unmut anderer Künstler zugezogen. "Wir sollten es benutzen dürfen. Es ist nicht recht, dass es einem Mann gehört", sagte der Maler Christian Furr der Zeitung "Mail on Sunday", nachdem sich Kapoor die exklusiven Rechte an der Farbe Vantablack gesichert hatte. Die Farbe absorbiert 99,96 Prozent des Lichts."Kann ein Künstler wirklich eine Farbe besitzen?", fragte "The Guardian" skeptisch. Doch schrieb die Zeitung, der aus Indien stammende britische Bildhauer sei wegen seiner Liebe zu "tiefen, dunklen, sinnlichen Farben" "der ideale Künstler, um mit diesem freakigen Schwarz zu experimentieren". Die Firma NanoSystems, die Vantablack ursprünglich für den Einsatz in Militär und Luftfahrt entwickelt hatte, erklärte, der Gebrauch der Farbe sei künftig im Bereich der Kunst Kapoor vorbehalten, könne in anderen Bereichen aber weiter verwendet werden.

Dresdner Kreuzchor feiert 800-jähriges Bestehen

Geburtstagsfeier mit Festakt in der Semperoper

Der Dresdner Kreuzchor feierte am Freitag sein 800-jähriges Bestehen. Bei einem Festakt in der Semperoper brachten der Chor und die Sächsische Staatskapelle Dresden Werke von Georg Friedrich Händel, Carl Maria von Weber und Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Als Redner traten Bundestagspräsident Norbert Lammert und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich auf. Träger des Knabenchores, der als einer der ältetsten in Deutschland und Europa gilt, ist die Stadt Dresden. Ihre Heimat haben die rund 130 Kruzianer in der evangelischen Kreuzkirche.

Künftiges Magdeburger Museum bekommt Förderung

Kloster Bergesche Stifftung spendet 725 000 Euro

Für das künftige Dommuseum hat die Stadt Magdeburg Fördermittel in Höhe von 725 000 Euro erhalten. Oberbürgermeister Lutz Trümper nahm den Bescheid von der Kloster Bergeschen Stiftung entgegen. Das Geld solle sowohl in die Planung als auch in die Einrichtung des neuen Museums im früheren Gebäude der Staatsbank am Domplatz fließen, teilte das Kultusministerium mit. Das Museum soll die Funde der archäologischen Grabungen am Dom präsentieren und bis Oktober 2018 fertig sein. Für das Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der Stiftung Dome und Schlösser und des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie werden die Kosten auf 3,6 Millionen Euro geschätzt.

Wimmelbuch-Zeichnerin Berner wird ausgezeichnet

Kinderbuchautorin Berner erhält den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Die deutsche Grafikerin, Illustratorin und Kinderbuchautorin Rotraut Susanne Berner erhält den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Damit würden der spielerische und kluge Gestaltungswille, die sich immer wieder neu erfindende Ausdruckskraft und die künstlerische Vielfalt der 67-Jährigen gewürdigt, die souverän alle Altersgrenzen überwinde, teilte die Akademie im unterfränkischen Volkach mit. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Für ihre Arbeiten wurde die Grafikerin schon mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Künstlerin erregte im Jahr 2007 mit ihrer Entscheidung für Aufsehen, ihre Wimmelbücher nicht in den USA verlegen zu lassen. Hintergrund für ihre Entscheidung war, dass eine Überarbeitung der Bücher gefordert wurde - die in den Wimmelbilderbüchern abgebildeten Nackten sollten verschwinden. Dies lehnte sie entschieden ab. 2008 erschienen Berners Wimmelbücher dann doch noch unzensiert in den Vereinigten Staaten.

Cellist Beckmann wegen Spendenpraxis unter Druck

Musiker weist Vorwürfe der Intransparenz zurück

Der mit Benefizkonzerten zugunsten von Obdachlosen bekanntgewordene Cellist Thomas Beckmann gerät wegen seiner Spendenpraxis unter Druck. Beckmann wies Vorwürfe zurück, er führe einen zu geringen Teil an Spenden für Obdachlosen-Organisationen ab und betreibe eine intransparente Vereinspolitik. "Die Spenden wurden satzungsgemäß verwendet für Obdachlose und die Unterstützung der Benefiz-Konzerte", sagte Beckmann auf Anfrage der dpa. Der Hilfsverein wird auch von der Stadt Düsseldorf und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Diese prüfen jetzt aber ihre Zuschüsse. Der Musiker war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil er sich weigerte, aus seiner Wohnung im historischen Schumann-Haus in Düsseldorf auszuziehen. Die Stadt möchte daraus ein Museum für den Komponisten Robert Schumann machen. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe habe ihm vorgeschlagen, in das Pförtnerhäuschen am Düsseldorfer Südfriedhof zu ziehen, sagte Beckmann und bestätigte damit einen Bericht des "Express". Beckmann wies den Vorschlag zurück. Er wolle "nicht an einem Friedhof mit weinenden Menschen wohnen" und dazu noch in der Nähe eines öffentlichen Pissoirs. Derzeit bestreitet Beckmann zum 13. Mal eine mehrmonatige Benefiztournee. Rund 1,5 Millionen Euro sind nach Vereinsangaben bei den bisherigen Tourneen zusammengekommen.

Krist Gruijthuijsen wird Chef der Kunst-Werke

Berliner Ausstellungshaus stellt sich strukturell neu auf

Der niederländische Kurator Krist Gruijthuijsen wird neuer Direktor der renommierten Berliner Kunst-Werke. Der bisherige Künstlerische Leiter des Grazer Kunstvereins übernimmt am 1. Juli das Amt von Gabriele Horn, wie das Kunst- und Ausstellungshaus mitteilte. Horn bleibt Direktorin der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Bisher war sie für beide Aufgaben verantwortlich. Neu berufen wird eine kaufmännische Leitung. Damit stellen sich die Kunst-Werke eigenen Angaben zufolge strukturell neu auf. Mit Krist Gruijthuijsen seien die Voraussetzungen geschaffen, in eine neue KW-Ära zu starten, erklärte Künstler und Vorstandschef Olafur Eliasson.

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