Dienstag, 26. Mai 2015MESZ11:42 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den Feuilletons"Polina Gagarina war die Beste"
Die Sängerin Polina Gagarina repräsentierte Russland beim 60. Eurovision Song Contest 2015 in Wien. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Aus Deutschland bekam Polina Gagarina beim Eurovision Song Contest viele Stimmen. "Sie war das Russland, das es nicht gibt, ein Appell an Vielfalt, Frieden und Liebe zur Verschiedenheit", kommentiert die "TAZ" über die Zweite beim Sängerwettstreit in Wien. Mehr

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Fazit

Kinofilm "Die Maisinsel"Antikriegsfilm der besonderen Art
Szene aus dem Film "Die Maisinsel" von George Ovashvili (Verleih Neue Visionen)

Der Film "Die Maisinsel" spielt an einem Grenzfluss, der Georgien und die abtrünnige Provinz Abchasien trennt. Ein alter Mann und seine Enkelin lassen sich hier nieder. Der Streifen erzählt in ruhigen Bildern von Mensch und Natur, Krieg und Gewalt.Mehr

"Rosenkavalier" an der Frankfurter OperZelebrieren eines Totentanzes
Frankfurter Oper (dpa / picture alliance / Daniel Reinhardt)

Claus Guth inszeniert den "Rosenkavalier" als makaberes Spiel der Entgrenzung: Er siedelt das Stück in einem Sanatorium an, hier tanzen Todkranke neben schon Gestorbenen. Eine faszinierende Inszenierung, konsequent in Konzeption und Durchführung. Einzig musikalisch gibt es einen Wermutstropfen. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.12.2012

Wirtschaftskrise in Slowenien ist "im Grunde eine logische Entwicklung"

Slowenisch-österreichischer Verleger Lojze Wieser befürchtet weitere Eskalation

Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch. (picture alliance / dpa)
Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch. (picture alliance / dpa)

Der Verleger Lojze Wieser, schließt nicht aus, dass sich die regierungskritischen Proteste in Slowenien verschärfen. Die Situation sei "gefährlich", sagte der Angehörige der slowenischen Minderheit in Österreich.

Der auf Literatur aus Slowenien spezialisierte Verleger Lojze Wieser sieht die derzeitige tiefe Wirtschaftskrise des Landes als "eine logische Entwicklung". Slowenien habe in den vergangenen 20 Jahren "mit aller Kraft" versucht, den EU-Kriterien zu entsprechen. Erst nach dem Beitritt zur Europäischen Union 2004 sei die Staatsverschuldung stark gestiegen.
Er zitierte eine Kommentatorin, wonach Tote zu befürchten seien, falls der Bürgermeister von Maribor, dem Korruption vorgeworfen wird, nicht zurücktrete. Wieser verwies außerdem darauf, dass in der Hauptstadt Ljubljana Neonazis provokative Auseinandersetzungen initiiert hätten. Dadurch drohten die bislang weitgehend friedlichen Demonstrationen umzukippen.

Die aktuellen Proteste gegen die Regierung führte er auf eine tiefe Frustration der Bevölkerung zurück. Deren soziale Grundlagen bröckelten, während es unter Politikern Korruption und Vetternwirtschaft gebe. Wenn Regierungschef Janez Jansa auf einer Dienstreise in New York in einem Luxushotel absteige, zugleich mangelnde Sparanstrengungen des öffentlichen Dienstes kritisiere, während viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und ohne Perspektive seien, dann zeige das, "wie verheerend eigentlich die Situation ist", sagte Wieser. Die Regierenden würden "überhaupt nicht mehr begreifen, was den Menschen für Nöte auf den Taschen liegen".

Das vollständige Gespräch mit Lojze Wieser können Sie bis mindestens 4. Mai 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.