Donnerstag, 2. Oktober 2014MESZ02:25 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsMusikfreunde hören Mono
Musik, Kopfhörer, Hören

"Wer 'Sgt. Pepper' noch nie Mono gehört habe, der habe 'Sgt. Pepper' überhaupt noch nie gehört", zitiert die "FAZ" John Lennon und singt ein Loblieb auf die alte Tonaufnahme. Die Zeitung rät: Auch im sonstigen Leben des Öfteren auf Mono schalten.Mehr

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Fazit

Neu im Kino Ehe als Psychospiel und ein grauenhaftes Utopia
Ben Affleck als Nick Dunne im Film "Gone Girl"

David Fincher, Regisseur von "Sieben" und "Fight Club", hat mit "Amy & Nick Dunne" erneut ein raffiniertes und verstörendes Beziehungsdrama abgeliefert. In "Hüter der Erinnerung" von Phillip Noyce hingegen leben wir in einer perfekten Welt ohne Krieg aber auch ohne Liebe.Mehr

Darstellende KunstSkulptur, die zu Tränen rührt
"Christus an der Geißelsäule" in der Ausstellung "Die große Illusion. Veristische Skulpturen und ihre Techniken" in Frankfurt am Main 

Glasaugen, rote Lippen, Echthaar – die Bildhauer der Antike und des Mittelalters griffen zu vielen Hilfsmitteln, um die Wirklichkeit nachzubilden. Dieser Ideenreichtum ist jetzt in der Ausstellung "Die große Illusion" in Frankfurt zu sehen. Mehr

Alex van WarmerdamVerwüstung einer Familie

Er ist der große Surrealist des niederländischen Kinos und gilt als Kultregisseur: Alex van Warmerdam. Nun kommt mit "Borgman" sein neues Werk in die Kinos - ein verstörender Trip in das menschliche Böse.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.12.2012

Wirtschaftskrise in Slowenien ist "im Grunde eine logische Entwicklung"

Slowenisch-österreichischer Verleger Lojze Wieser befürchtet weitere Eskalation

Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch.
Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch. (picture alliance / dpa)

Der Verleger Lojze Wieser, schließt nicht aus, dass sich die regierungskritischen Proteste in Slowenien verschärfen. Die Situation sei "gefährlich", sagte der Angehörige der slowenischen Minderheit in Österreich.

Der auf Literatur aus Slowenien spezialisierte Verleger Lojze Wieser sieht die derzeitige tiefe Wirtschaftskrise des Landes als "eine logische Entwicklung". Slowenien habe in den vergangenen 20 Jahren "mit aller Kraft" versucht, den EU-Kriterien zu entsprechen. Erst nach dem Beitritt zur Europäischen Union 2004 sei die Staatsverschuldung stark gestiegen.
Er zitierte eine Kommentatorin, wonach Tote zu befürchten seien, falls der Bürgermeister von Maribor, dem Korruption vorgeworfen wird, nicht zurücktrete. Wieser verwies außerdem darauf, dass in der Hauptstadt Ljubljana Neonazis provokative Auseinandersetzungen initiiert hätten. Dadurch drohten die bislang weitgehend friedlichen Demonstrationen umzukippen.

Die aktuellen Proteste gegen die Regierung führte er auf eine tiefe Frustration der Bevölkerung zurück. Deren soziale Grundlagen bröckelten, während es unter Politikern Korruption und Vetternwirtschaft gebe. Wenn Regierungschef Janez Jansa auf einer Dienstreise in New York in einem Luxushotel absteige, zugleich mangelnde Sparanstrengungen des öffentlichen Dienstes kritisiere, während viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und ohne Perspektive seien, dann zeige das, "wie verheerend eigentlich die Situation ist", sagte Wieser. Die Regierenden würden "überhaupt nicht mehr begreifen, was den Menschen für Nöte auf den Taschen liegen".

Das vollständige Gespräch mit Lojze Wieser können Sie bis mindestens 4. Mai 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.