Samstag, 25. Oktober 2014MESZ07:42 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsÜber das Verschwinden
Ein Helikopter landet auf dem Deck eines chinesischen Marineschiffes, das mit der Suche nach der verschollenen Boeing 777-200 im südchinesischen Meer beauftragt ist.

Die "Neue Zürcher Zeitung" und die "FAZ" widmen sich der US-amerikanischen Serie "The Leftovers", die vom Umgang mit dem Unerklärlichen handelt, etwa wenn Menschen einfach so verschwinden. In Wien verschwindet laut "NZZ" der Dialekt.Mehr

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Fazit

AusstellungEin Minimalist schaut auf sich selbst
Der Künstler Imi Knoebel 2014 vor seinen Werken "Aliaaa" (l, 2002) und "Ich Nicht X" (2006) in der Ausstellung "Imi Knoebel. Werke 1966-2014" im Kunstmuseum in Wolfsburg.

Der Beuys-Schüler Imi Knoebel gehört zu den wichtigsten Vertretern der Minimal Art in Deutschland. Zum 75. Geburtstag des Künstlers zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg eine umfassende Werkschau, inszeniert von Imi Knoebel selbst. Mehr

TheaterDas ist der Mensch!
Die "Woyzeck"-Inszenierung am Münchner Volkstheater ist ein Wagnis.

Schon unzählige Male kam Büchners Woyzeck auf die Bühne. Am Münchner Volkstheater hat der Regisseur Abdullah Kenan Karaca den Stoff völlig neu zusammengesetzt. Die kühne Inszenierung folgt der Frage: Was ist der Mensch?Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.12.2012

Wirtschaftskrise in Slowenien ist "im Grunde eine logische Entwicklung"

Slowenisch-österreichischer Verleger Lojze Wieser befürchtet weitere Eskalation

Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch.
Bei den Anti-Regierungsprotesten in Slowenien greift die Polizei hart durch. (picture alliance / dpa)

Der Verleger Lojze Wieser, schließt nicht aus, dass sich die regierungskritischen Proteste in Slowenien verschärfen. Die Situation sei "gefährlich", sagte der Angehörige der slowenischen Minderheit in Österreich.

Der auf Literatur aus Slowenien spezialisierte Verleger Lojze Wieser sieht die derzeitige tiefe Wirtschaftskrise des Landes als "eine logische Entwicklung". Slowenien habe in den vergangenen 20 Jahren "mit aller Kraft" versucht, den EU-Kriterien zu entsprechen. Erst nach dem Beitritt zur Europäischen Union 2004 sei die Staatsverschuldung stark gestiegen.
Er zitierte eine Kommentatorin, wonach Tote zu befürchten seien, falls der Bürgermeister von Maribor, dem Korruption vorgeworfen wird, nicht zurücktrete. Wieser verwies außerdem darauf, dass in der Hauptstadt Ljubljana Neonazis provokative Auseinandersetzungen initiiert hätten. Dadurch drohten die bislang weitgehend friedlichen Demonstrationen umzukippen.

Die aktuellen Proteste gegen die Regierung führte er auf eine tiefe Frustration der Bevölkerung zurück. Deren soziale Grundlagen bröckelten, während es unter Politikern Korruption und Vetternwirtschaft gebe. Wenn Regierungschef Janez Jansa auf einer Dienstreise in New York in einem Luxushotel absteige, zugleich mangelnde Sparanstrengungen des öffentlichen Dienstes kritisiere, während viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und ohne Perspektive seien, dann zeige das, "wie verheerend eigentlich die Situation ist", sagte Wieser. Die Regierenden würden "überhaupt nicht mehr begreifen, was den Menschen für Nöte auf den Taschen liegen".

Das vollständige Gespräch mit Lojze Wieser können Sie bis mindestens 4. Mai 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.