Dienstag, 31. März 2015MESZ11:48 Uhr

Interview

Alkoholsteuer"Wir leben in einer Phase des Asketismus"
Whisky on the rocks - wenn das EU-Parlament eine Erhöhung der Alkoholsteuer beschließt, könnte das bald ein teures Vergnügen werden. (imago/McPHOTO)

Die EU will die Bürger deutlich mehr für Wein und Whisky bezahlen lassen. Schon im späten Mittelalter sollte der Alkoholkonsum durch Steuererhöhungen gesenkt werden, sagt der Soziologe Hasso Spode. Er prophezeit, dass die derzeitige Konjunktur der Askese noch 30 Jahre anhalten werde.Mehr

Internet und EthikDie Macht der Algorithmen
Auf einer Tafel hat ein Programmierer Elemente eines Algorithmus aufgemalt. Aufgenommen beim Advance Hackathon in Köln am 29.04.2012. (picture alliance / Maximilian Schönherr)

Computer übernehmen immer mehr Entscheidungen für uns: Zum Beispiel steuern sie, welche Ergebnisse wir bei einer Suchanfrage im Internet angezeigt bekommen. Der Internet-Experte Ben Wagner kritisiert Computeralgorithmen als intransparent.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.10.2012

"Wir sind sicher" vor Hurrikans

Kieler Klimaforscher hält einen Sturm wie Sandy in Deutschland für ausgeschlossen

NASA-Bild des Hurrikans Sandy (picture alliance / dpa /NASA)
NASA-Bild des Hurrikans Sandy (picture alliance / dpa /NASA)

Der Klimaforscher Mojib Latif schließt aus, dass ein Hurrikan eines Tages auch in Deutschland wüten könnte. Ein Alarmsignal angesichts der fortschreitenden Erderwärmung sei Sandy aber allemal.

Tropische Wirbelstürme gebe es nur dort, wo die Meerestemperatur sehr hoch sei und mindestens 26,5 Grad betrage, sagte der Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Selbst mit globaler Erwärmung würden solche Wassertemperaturen in hiesigen Breitengraden niemals erreicht: "Anders ist es in Südeuropa, vor der Küste Portugals beispielsweise, da könnte sich mal so ein Sturm verirren, aber wir sind (…) sicher."

Ein Sturm wie Sandy komme nur ein bis zwei Mal im Jahrhundert vor, sagte Laif. Die ungewöhnlich große Ausdehnung des Hurrikans über 1.500 Kilometer werde dafür sorgen, dass große Teile der US-Ostküste in Mitleidenschaft gezogen würden. In dem Maße, in dem der Klimawandel fortschreite und die Temperatur sich erhöhe, seien solche Stürme häufiger und intensiver geworden. Es sei aber auch bekannt, dass es natürliche Schwankungen der Meerestemperatur gebe. Deswegen könne man sehr schlecht berechnen, ob ein solcher Sturm ein Zeichen für den Klimawandel sei oder nicht: "Ein Alarmsignal ist es allemal."

Das vollständige Interview mit Mojib Latif können Sie in mindestens bis zum 29. März 2013 unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.