Mittwoch, 20. August 2014MESZ18:37 Uhr

Interview

Digitale Agenda"Einer muss den Hut aufhaben"
Der Bundesminister für Digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU, l-r), Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stellen am 20.08.2014 vor der Bundespressekonferenz in Berlin die Digitale Agenda der Bundesregierung vor und beantworten Fragen von Journalisten.

Dass die Bundesregierung die digitale Welt mitgestalten möchte, sei zwar löblich. Sie hinke aber hinter den Entwicklungen der großen Akteure der digitalen Welt - wie etwa Google - hinterher, sagt Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.Mehr

Wirtschaft"Der Westen könnte einen Boom erleben"
Das Frankfurter Bankenviertel

Dass viele Volkswirtschaften schwächeln, hat nichts mit dem Finanzsektor zu tun, sagt der US-amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Edward Prescott. Die westlichen Volkswirtschaften litten unter einer zu hohen Regulierungslast, übermäßigen Staatsausgaben und Steuersystemen, die dringend reformiert werden müssten.Mehr

NetzpolitikDie Digitale Agenda ist ein "Bauchladen"
Einzelne Glasfaserkabel der Deutschen Telekom, aufgenommen bei Verlegearbeiten in Hannover.

Die Digitale Agenda der Bundesregierung muss nach Einschätzung der Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann noch an vielen Stellen nachgebessert werden. So müsse sich die Regierung klarer zu den Bürgerrechten im Internet und zur Modernisierung des Datenschutzes bekennen.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.10.2012

"Wir sind sicher" vor Hurrikans

Kieler Klimaforscher hält einen Sturm wie Sandy in Deutschland für ausgeschlossen

NASA-Bild des Hurrikans Sandy
NASA-Bild des Hurrikans Sandy (picture alliance / dpa /NASA)

Der Klimaforscher Mojib Latif schließt aus, dass ein Hurrikan eines Tages auch in Deutschland wüten könnte. Ein Alarmsignal angesichts der fortschreitenden Erderwärmung sei Sandy aber allemal.

Tropische Wirbelstürme gebe es nur dort, wo die Meerestemperatur sehr hoch sei und mindestens 26,5 Grad betrage, sagte der Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Selbst mit globaler Erwärmung würden solche Wassertemperaturen in hiesigen Breitengraden niemals erreicht: "Anders ist es in Südeuropa, vor der Küste Portugals beispielsweise, da könnte sich mal so ein Sturm verirren, aber wir sind (…) sicher."

Ein Sturm wie Sandy komme nur ein bis zwei Mal im Jahrhundert vor, sagte Laif. Die ungewöhnlich große Ausdehnung des Hurrikans über 1.500 Kilometer werde dafür sorgen, dass große Teile der US-Ostküste in Mitleidenschaft gezogen würden. In dem Maße, in dem der Klimawandel fortschreite und die Temperatur sich erhöhe, seien solche Stürme häufiger und intensiver geworden. Es sei aber auch bekannt, dass es natürliche Schwankungen der Meerestemperatur gebe. Deswegen könne man sehr schlecht berechnen, ob ein solcher Sturm ein Zeichen für den Klimawandel sei oder nicht: "Ein Alarmsignal ist es allemal."

Das vollständige Interview mit Mojib Latif können Sie in mindestens bis zum 29. März 2013 unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.