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Interview / Archiv | Beitrag vom 01.09.2009

Wir sind "darauf angewiesen, dass der Staat hilft"

Zentralverband des deutschen Handwerks unterstützt Staatshilfe für Banken

Hanns-Eberhard Schleyer (AP Archiv)
Hanns-Eberhard Schleyer (AP Archiv)

Der Generalsekretär des Zentralverbands des deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer, hält eine weitere, finanzielle Unterstützung der Banken zur Vermeidung einer Kreditklemme in der Wirtschaft für sinnvoll.

Das Handwerk habe ein Interesse daran, dass die Betriebe ihre Investitionen finanzieren könnten, sagte Schleyer vor dem bevorstehenden Spitzentreffen von Banken- und Wirtschaftsvertretern mit Finanzminister Steinbrück. Zwar sei die Lage im Handwerk in der Rezession weitgehend stabil geblieben. Auch zeigten die Konjunkturprogramme der Bundesregierung inzwischen Wirkung. Doch gebe es auch industrienahe Bereiche mit Problemen in der Auftragslage und Finanzierungssorgen. "Von daher sind wir in dieser schwierigen Situation, die von der Finanzmarktkrise ausgelöst worden ist, durchaus darauf angewiesen, dass der Staat hilft."

Er sehe natürlich "auf der anderen Seite auch das Problem von Banken, die ihre Engagements mit Eigenkapital unterlegen müssen", sagte der Generalsekretär des Zentralverbands des Handwerks. Durch toxische Wertpapiere in den eigenen Beständen einerseits und die konjunkturelle Entwicklung andererseits habe sich die Eigenkapitalsituation der Banken verschärft. Ein Vorschlag wie der von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg, über die staatseigene Bank KfW Globaldarlehen zu vergeben, sei daher sinnvoll. Aber: Es müsse "die Nachweispflicht eingeführt werden, dass die Kreditinstitute solche Mittel dann auch tatsächlich vor allem an die mittelständischen Unternehmen, die von möglichen Finanzierungsschwierigkeiten besonders betroffen sind, weitergeben."

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