Seit 12:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 12:07 Uhr Studio 9
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.04.2011

"Wir müssen den Druck noch größer machen"

Tate-Modern-Direktor fordert die Macher der Ausstellung "Kunst der Aufklärung" zu Aktionen für Ai Weiwei auf

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei (AP)
Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei (AP)

Deutsche Museen sollen Solidaritätsaktionen internationaler Kunst- und Kultureinrichtungen für den inhaftierten chinesischen Künstler Ai Weiwei deutlicher unterstützen als bislang. Das fordert Chris Dercon, Direktor des Londoner Kunstmuseums Tate Modern.

Dercon sagte, zwar gebe es bereits von einigen deutschen Medien und Museen Solidaritätsbekundungen und deutliche Kritik an China. Doch gerade im Kontext der Anfang April in Peking gestarteten, viel diskutierten Ausstellung "Kunst der Aufklärung" sei es wichtig, noch mehr zu tun und "diese Ausstellung als Plattform zu benutzen", um auf die Situation von Ai Weiwei aufmerksam zu machen.

An die Adresse der drei an der Ausstellung beteiligten deutschen Museumschefs gerichtet, sagte Dercon: Im Interesse der internationalen Beziehungen sei es wichtig, "dass man nicht so zögert und ... Aktionen und Initiative entwickelt". Nicht klug sei es dagegen zu sagen: "Wir müssen aufpassen – das bedeutet: Wir haben Angst." Ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber China, verbunden mit der Frage: "Wo ist Ai Weiwei?", sei der beste Weg.

Dercon räumte ein, eine solche Ausstellung in einem Land wie China zu realisieren, sei "immer problematisch". Er habe das Ausstellungsprojekt trotzdem als "intelligente Initiative" eingestuft, die viele Möglichkeiten biete. Doch diese Initiative sei "in der letzten Woche liegen geblieben".

Sie können das vollständige Gespräch mit Chris Dercon mindestens bis zum 11.9.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Des Kaisers neue Kleider
"Ich bin traurig und sauer"

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDer kühnste Saitenspringer
Der Geiger Gidon Kremer bei einem Konzert in Prag (dpa / picture alliance / Michal Dolezal)

Die Feuilletons gratulieren Gidon Kremer zum 70. Geburtstag – er sei der "Geiger unserer Zeit" schreibt die "Welt", die ihn als intelligent und neugierig lobt. Die "FAZ" hebt Kremers Engagement für traditionelles Kulturgut hervor.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

"Ich kann nicht mehr" von Rene Pollesch Viel Theater ums Theater
Rene Pollesch sammelt während der Verleihung des Theaterpreises die heruntergefallenen Blätter seines Redemanuskripts vom Boden auf. (dpa/Soeren Stache)

Für sein Stück "Ich kann nicht mehr" am Schauspielhaus Hamburg hat Rene Pollesch mit der Bühnenbildner-Legende Wilfried Minks zusammengearbeitet. Zu erleben gibt es mit Maschinengewehren bewaffnete Hühner und einen Text, der sich um die Kunst und das Theater selbst dreht.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur