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Thema / Archiv | Beitrag vom 10.07.2013

"Wir brauchen echte Meeresschutzgebiete"

Biologin Iris Menn berichtet von katastrophaler Situation auf den Meeren

Schutzbedürftig: die Antarktis  (Nasa)
Schutzbedürftig: die Antarktis (Nasa)

Die Meeresbiologin Iris Menn von der Umweltschutzorganisation Greenpeace hofft, dass sich eine internationale Kommission auf Schutzgebiete in den antarktischen Gewässern einigt. Nur so könne die Artenvielfalt erhalten werden.

Greenpeace werde an der Tagung der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis ab Donnerstag in Bremerhaven teilnehmen. Man werde die Delegierten "immer wieder dazu animieren, dass sie sich mit den Blockierern an einen Tisch setzen". Laut Menn blockiert vor allem Russland die Einrichtung von Schutzgebieten in der antarktischen See. China habe das bislang auch abgelehnt, erscheine aber zugänglicher: Hier gebe es "leichte Anzeichen, dass es während der Verhandlungen vielleicht zu einem Dreh kommt". Hintergrund der Blockade seien vermutlich wirtschaftliche Interessen: Die betreffenden Staaten wollten sich die Möglichkeit offen halten, die Meeresressourcen zu nutzen.

Die Greenpeace-Expertin wies darauf hin, dass es bislang kaum Schutzgebiete auf hoher See gebe. Nur etwa ein Prozent der Fläche außerhalb der 200-Seemeilen-Zonen vor den Küsten sei geschützt. "Es gibt fast keine Gebiete, die wirklich geschützt sind, wo wir keine menschliche Nutzung haben." Solche Gebiete seien aber unbedingt nötig, um die Artenvielfalt zu erhalten, betonte Menn: "Wir brauchen echte Meeresschutzgebiete, (…) wo die Natur Natur sein kann und eben nicht beeinflusst wird."

Das vollständige Gespräch mit Iris Menn können Sie bis mindestens 10. Dezember 2013 als MP3-Audio nachhören.

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Meere in der Antarktis schützen

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