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Aus den Archiven

SpurensucheGehen und Kommen
Regenbogen über einer Wiese, aufgenommen am 22.05.2011.

"Man braucht nur die Augen zu schließen und alles ist wieder da", sinniert der Autor in seiner Sendung, "ein bisschen erste Liebe und zwei Zentnersäcke voller unausgegorener Gefühle". Rolf Gumlich auf den Spuren seiner Jugend.Mehr

BauenDie Erde eine gute Wohnung?
Ein bunt angemaltes Mietshaus, aufgenommen in Berlin am 27.09.2013.

Ist Berlin eine gute Wohnung? Mit dieser Frage begann 1960 im RIAS die Sendereihe "Neues Bauen in unserer Zeit". Sie wurde zum Forum für Ulrich Conrads, der zwei Jahrzehnte Stadtplanung und Städtebau in Ost und West begleitete.Mehr

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Aus den Archiven / Archiv | Beitrag vom 10.06.2012

"Wer nie lacht, ist irgendwo nicht normal"

Kabarettist Werner Finck im RIAS-Schulklassengespräch von 1958

Von Margarete Wohlan

Der deutsche Kabarettist Werner Finck im Mai 1953 in einer Frankfurter Apfelweinwirtschaft bei Handkäs mit Musik
Der deutsche Kabarettist Werner Finck im Mai 1953 in einer Frankfurter Apfelweinwirtschaft bei Handkäs mit Musik (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)

Ein Kabarettist, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg groß geworden ist: Werner Finck. 1958 sprach er mit Schülern über die Entwicklung des Humors und des Kabaretts nach dem Krieg.

Es war letztlich die politische Situation während des Nationalsozialismus, durch die er zu dem bedeutenden Kabarettisten wurde, der noch heute bekannt ist. 1902 in Görlitz geboren, kam er mit 27 Jahren nach Berlin und leitete bis 1935 das neugegründete Kabarett "Katakombe". In dieser Zeit perfektionierte er seine Technik der nicht zu Ende gesprochenen Sätze und Doppeldeutigkeiten. "Kommen Sie mit? Oder muss ich mitkommen?" fragte er beispielsweise die Gestapobeamten, die sich in seinen Programmen Notizen machten. Über diese Zeit, aber auch über den Wandel des Kabaretts und des Humors nach dem Zweiten Weltkrieg, spricht er im Oktober 1958 mit Berliner Schülern. Sein Resümee: "Wenn ich mir einen Menschen vorstelle, der nie lacht, dann muss ich sagen, er ist krank oder irgendwo nicht normal, weil das Lachen zum Leben gehört."