Samstag, 1. August 2015MESZ13:49 Uhr

Feature

HeimatAuf der Usedomer Straße
Farbenfroh ist die Fassade von Wohnhäusern Am Nordufer in Berlin-Wedding gestaltet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seit knapp 40 Jahren leben Yevsi und seine Eltern in Berlin, in ein und derselben Straße. Sie erzählen, was es für sie bedeutet hat, in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu bewahren. Mehr

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Hörspiel

Reihe SpielregelnDie Leere füllen
Der Architekt Werner Ruhnau steht in Gelsenkirchen vor einem Bild des Musiktheaters (Bild vom 15.03.2007). Das Gelsenkirchener Musiktheater ist sein Gebäude, den Panorama-Blick aus der Glasfassade hat man ebenso ihm zu verdanken wie die ultramarin-blauen Schwamm-Reliefs des Künstlers Yves Klein im Foyer. Alles das durchzusetzen, war nicht einfach, erzählte Werner Ruhnau, der am 11. April 85 Jahre alt wurde. (picture alliance / dpa / Karsten Mark)

In offenen Theaterbauten, auf variablen Bühnen spielt das Publikum und findet zu sich selbst. Folgt man den Ideen des Essener Architekten Werner Ruhnau, landet man bei seinem großen Entwurf, dem Neubau des Theaters in Gelsenkirchen von 1959. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 22.08.2012

Wer Bahnhof nicht versteht, kommt nicht an

Fortbewegung: Torsten, die U-Bahn, die Liebe und Deutschland

Von Ursula Weck

Die U-Bahn ist für Torsten ein Lebenstraum (picture alliance / dpa/Florian Schuh)
Die U-Bahn ist für Torsten ein Lebenstraum (picture alliance / dpa/Florian Schuh)

Torstens Leidenschaft ist das U-Bahn-Fahren: stundenlang, von Endstation zu Endstation. Als Kind war Torsten jahrelang in einer dunklen Kammer eingesperrt, verbrachte dann seine Jugend in psychiatrischen Anstalten und in Heimen.

Die Erinnerungen und die Sehnsucht nach Liebe führen ihn immer wieder in die dunklen Schächte der U-Bahnhöfe, um wegzufahren und um irgendwo anzukommen. Für ihn ist die U-Bahn nicht nur ein Beförderungsmittel, sondern Teil seines Lebenstraumes geworden.

So wird dieses Leben symbolisch zur Reise, der Bahnhof ein mögliches Ziel. "Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit. Wir sehen hinaus. Wir sahen genug. Wir fahren alle im gleichen Zug und keiner weiß, wie weit." (Erich Kästner)


Regie: die Autorin
Mit: Veit Schubert, Gerd Grasse
Ton: Bernd Friebel
Produktion: DS-Kultur/SFB/RB 1993
Länge: 45‘10


Ursula Weck, 1951 in Ratingen geboren, seit 1983 Autorin und Regisseurin für den Hörfunk. Lebt in Berlin. Für DKultur (2007): "Ich wünsch mir für den Sommer Winter. Jugendliche entdecken die Natur".